31
Mrz

Mop-Fly marries Pattegrisen, der PATTEMOP

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Friedlich nebeneinander liegen sie bei mir auf dem Bindetisch, die neuen Mop-Flies und die Pattegrisen und warten  auf ihren Einsatz am Wasser.

Was wäre, wenn man….

Ja genau, heute Morgen hat mich eine Hochzeit auf die Idee gebracht, auch mit den beiden Vorgenannten Hochzeit zu feiern.

Der gefärbte ferkelfarbene Chenillezapfen sieht doch aus wie eine Ferkelzitse, dem übertragenen Namensgeber der Pattegrisen, da bietet es sich doch an, diese zu kombienieren. Ich nenne diese Vereinigung einfach PATTEMOP.

PATTEMOP FlY

Zugegeben, mit diesem Chenillezapfen der Mopfly als Hinterleib für die Shrimpfly kommt noch mehr Bewegung ins Spiel der ohnehin schon geilen Pattegriesen.

Chenillezapfen

Auch eine ganz einfache Shrimpfliege à la Mopfly läßt sich daraus natürlich herstellen mit kleinen Speyhecheln oder ähnlichem Material.

Die Mop-Zapfen habe ich mit der Farbe Salmon No. 607 von Jacquard Acid Dyes  www.jacquardproducts.com im Wasserbad eingefärbt (beschrieben in einem Artikel mit dem Färben von Federn).

Bindetip:
Bevor die Zapfen oder Nippel aus der Matte geschnitten werden, ziehe ich diese etwas weiter heraus und schneide erst hinter der verknoteten Stelle diese ab. Später binde ich diesen Knoten mit ein, als vorderen Unterkörper der kleinen Fliege und überwinde ihn mit der Speyhechel. Wie schon im vorherigen Artikel beschrieben kann man die Körperanhänge/Steuerruder mit einbinden, ich habe kleine tan-farbene Marabou Grizzlyhecheln verwendet, eingezogen in den Mops und mit UV-Kleber und einer Nadel in Form gebracht und später wie auch den Körper beschnitten. Macht echt was her, und wenn die Fliege im Wasser ruckartig gezogen wird, bewegt sich der Körper wie bei einer echten Sandgarnele vor dem Sprung.

Ihre Fängigkeit darf sie nun bald unter Beweis stellen.

„schon mal gewässert“

 

Nun „Gut Zwirn“
und always Tight Lines
Spezi

7
Mrz

Die MOP FLY aus dem Wischmop.

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Mal wieder ein Beitrag zum Thema Fliegenbinden werden einige denken, aber ich wollte warten, bis mich etwas so begeistert, dass ich davon berichten möchte.

Die Chenillezapfen-Nymphe oder Mop-Fly.
Was in Amerika seit etwa Mitte 2016 eine vielfach beschriebene und beachtete, ja oft sogar gehasste Fliege ist, ist ein bei uns weithin noch unbekanntes Muster, hinsichtlich seiner Fängigkeit ein unglaublich einfaches Muster. Und wer dieses Muster kennt, fischt damit fast nur noch und macht daraus ein kleines Geheimnis, oft aus reinem Egoismus oder Scham.

Das kommt mir bekannt vor. Ich erinnere mich noch gut an den Beginn der Goldkopfnymphen-Zeit. Der Tipp kam damals für uns aus der Schweiz, später aus Franken. Wir haben sie vor 40 Jahren aus Messing-Kettengliedern gebaut als es noch keine Goldperlen oder Tungstenperlen gab. Eine mühsame Arbeit, Ketten bei der Sparkasse vom Kugelschreiber „erbeten“ für die kleinen Muster, vom Sanitärhandel für die großen, Kugeln aufspalten und einbinden, zukneifen und lackieren, fertig.
Kaum jemand kannte diese Fliege am Anfang, ihr Erfolg war unglaublich. Später nannte man sie Roman Moser Goldkopfnymphe. Diese Nymphe war sehr fängig, besonders im Frühjahr und Herbst. Heute ist diese Art, eine Nymphe zu binden, normal und als Beschwerung oder lockendes Bindeelement völlig selbstverständlich. Wir nannten sie Bomberfliege in Größe 6-8 gebunden für das Frühjahr und #10-14 nur Goldkopf für den Herbst, den Körper aus Teppichchenille oder Antronfasern „gepfandelt“ und mit einer Zusatzlage dickem Flaschenblei darunter. Auch sie war bald etwas bei uns verpöhnt, denn Purismus und Fischgerechtigkeit wurde gelebt. Mit ihr blieb man selten Schneider und manches Gewässer vermisste bald seine Großforellen und besonders die großen Äschen.

Und nun kommt diese Microfaser Chenillefliege mit beweglichem Körper. Je nach Bindeart hat sie all diese Elemente wie damals unsere Bomber. Nur sie bewegt sich aufreizender. Spottbillig ist die Herstellung aus den Ersatz-Wischbezügen, Waschhandschuhen, Lappen, Badezimmerteppichen oder sogar Überziehsocken für die Bodenreinigung mit Hunderten von Chenillezapfen.

 


Die hier vorgestellte Basisfliege ist bindetechnisch eine absolute Beginnerfliege, die eigentlich fürs ganze Fischerleben reicht. Denn mehr braucht es nicht, um nahezu immer erfolgreich zu sein. Sie ist der Bankrott für alle Händler, denn viel Bindematerial braucht sie nicht. Als Köcherfliegennymphe oder -Austeiger gefischt, als walzenförmige, meist grau-beige Larvenfliege der Schnaken (Cranefly) oder als neonfarbige Reizfliege bei angetrübtem Wasser und gut erzogenen Fischen.
Ja. sie ist eine Beleidigung für den kreativen Fliegenbinder, ist simpel und in einfacher Version in 30-45 Sekunden gebunden!! In der simpelsten Form schon mit einem „Detatched Body“.

Und sie ist beweglich etwa wie eine Wiggle-Fly, eine extendet Body-Nymphe. Und mit Marabougrannen oder CDC imitiert sie eine fette Köcherfliege phantastisch, oder einen großen  Maifliegen-Emerger mit eingesunkenem Körper mit CDC-Flügeln! Mit einer dünnen Nadel lassen sich die Cerci (Hinterleibs-Anhänge) einziehen. Also auch gut für Emerger geeignet, sofern man Foamstreifen mit einbindet, damit sie nicht sinkt, wenn sie als Stillborn treiben soll.

Detatched Body Mayflies

Und was haltet ihr von einer Klinkhammer mit Mops-Körper? Das ist nun mein ultimativer Bindetipp, da ja gerade die Klinkhammer in #10 als satter Bissen begeistern wird. Zugegeben, sie wirkt etwas plump, aber man kann sie mit der Schere noch etwas in Form bringen.

Klinkhammer

Fettet man den Körper, bieten sich weitere Verwendungsmöglichkeiten an, z.B. für eine schwimmende fette Daddy-Longleg oder trockene Köcherfliege. Auch ein dicker Wurm mit 3 eingebundenen Zapfen ist möglich, hinten, auf dem Hakenschenkel und nach vorne über das Öhr gebunden.

Viele langjährige Fliegenfischer haben in all den Jahren ihre Dosen mit Hunderten ja Tausenden der schönsten Fliegen gefüllt, alle wohlfeil akurat angeordnet, eine Visitenkarte der Eitelkeiten oftmals. Übrigens, spannend allemal, sagt man nicht zeig mir deine Bindeschachtel und ich sag dir wer du bist, Fischer oder Binder oder beides… Und nun soll eine Fliege reichen?

Ja, diese eine reicht Vielen in den USA inzwischen, mal abgesehen von speziellen Begebenheiten am Wasser. Sie fängt, besonders wenn andere Muster versagen. Ohne Beschwerung gebunden, nur mit etwas Flaumfedern oder CDC, die Beweglichkeit und Lebendigkeit schreckt auch scheue Fische nicht ab. Sie scheren weit seitlich aus, wo sie sonst im Fliesgewässer stur in ihrem direkten Driftbereich stehen und nur dort aufnehmen. Die Beweglichkeit des Hinterleibs ist wohl der Schlüsselreiz. Natürlich sollte man dabei auf eine möglichst korrekte freie Drift (deaddrift) achten, oder ihr gezielt Leben „einhauchen“.
Diese in den USA sogenannte Mop-Fly ist wegen ihrer unglaublichen Fängigkeit vielerorts verpöhnt, ja bei einigen Stillwasserseen in England (Rutland Fishery ?) nicht gern gesehen und bei örtlichen Meisterschaften verboten. Auch eine amerikanische Meisterschaft wurde mit ihr schon gewonnen? Welche Möglichkeiten für den „Fischpuff“. Der Mops sieht ja schon aus wie ein Pellet!


Wie man sie bindet, findet man in amerikanischen Internetbeiträgen auf Youtube oder sicher bald in einem deutschen Fliegenbindespezial (Swap) oder einer Zeitschrift.

Unsere binderische Passion lebt gerade von der Bindevielfalt, Traditionen und auch der Freude, neue Muster zu entwerfen und fachzusimpeln. Und wo bleibt all die Bindekunst, wenn uns dieser Mops reichen sollte? So ist es jedoch für mich nicht, deshalb will ich gerne die Vielfalt weiterer Bindemöglichkeiten aufzeigen. Das gibt es auch auf Youtube noch nicht. Also, hier gleich mal meine Montana Nymphe. Mit und ohne Schwänzchen aus Marabou.

Übrigens könnt ihr mit einer sehr scharfen Schere (für CDC-Fiebern) den Mopszapfen etwas beschneiden, siehe Maifliegen-Emerger. Die eingezogenen Fiebern nicht vor dem Einziehen lackieren, sonst wird der Körper unbeweglicher, sondern nach dem Durchziehen später auf dem Hakenschenkel mit einbinden.

Maifliegen-Emerger, beschnitten

Wird der Körper nur oben und unten beschnitten, verbleiben seitlich die Fiebern stehen und deuten Trachen an, z.B. wie bei Rhyacophila-Nymphen. Es gehört schon etwas Fingerspitzengefühl dazu.

Die Mopse könnt ihr mit dem Filzschreiber, am besten in einer kleinen Plastiktüte, in fast jede andere Farbe ändern oder am fertigen Muster nachkolorieren. Es  gibt die Matten irgendwo auch in weiß. Die schwarzen Zapfen (Möpse  🙂 ) waren vorher fluo-orange!

Die Chenillematten gibts bei Ebay, Amazon oder im Fahrzeug Zubehörhandel, sie kommen aus China. Nach langer suche hab ich die bunten neonfarbigen Bezüge vom Billig-Textilshop ( Filialen in Großmärkten :-)), für 1,99 € das Stück! Die grauen oder tanfarbenen Überziehschuhe/Socken habe ich aus dem Internet. Suchen müßt ihr diese selbst, weil alles andere schon so einfach ist.


Und nun gut Zwirn.
Euer Spezi

21
Mai

Gewitter im Wald!! Noch mal Glück gehabt!

categories Allgemein, Fliegenfischen, Jagen    

Was soll man machen, wenn man in Wald und Flur unterwegs ist und von einem Gewitter überrascht wird?

Diese Frage stellte sich mir unlängst.
Meist fängt es harmlos an, es donnert und rumort in der Ferne, Wetterleuchten am Himmel, und wir beginnen, die Sekunden zu zählen, bis es nach dem Blitz donnert. Auf ebener Fläche können wir eine Unwetterfront ja frühzeitig erkennen, wird man aber von einem Gewitter im Wald überrascht, muss man durch das Blätterdach schauen und kann die Situation nur über Blitz und Donner etwas einschätzen.
So erging es mir im letzten Sommer und ich blieb trotzdem an einer Stelle im Wald und wartete ab und versorgte meine Kamera. Dann begann es urplötzlich zu Brausen mit Starkwind und Böen, Äste brachen und ein Starkregen mit Hagel setzte ein. Ich konnte ziemlich durchnässt im nahe stehenden Auto Schutz finden, als es gewaltig krachte und sofort donnerte, als wäre neben mit der Blitz eingeschlagen. Das Revier und damit den Wald verlassen war absolut nicht mehr möglich, Sturzbäche fielen vom Himmel und die  Sicht durch die Autoscheiben war gleich null.

IMG_2774

Die Gewitterfront zog bald weiter und ich fuhr durch einen verwüsteten Wald nach Hause.
Am nächsten Tag bin ich gespannt wieder raus und sah mich in der Nähe meines Standortes vom Vortag um. Ich entdeckte bereits nach kurzer Zeit keine 50 m entfernt einen Blitzeinschlag in einer Weißtanne, der Stamm war gespalten und verbrannt, teils große Holzsplitter lagen weit verstreut herum und steckten wie Lanzen im Waldboden.

IMG_2778

 

IMG_2788

Noch mal Glück gehabt, das hätte auch schiefgehen können. So nah war ich dran.
Tödliche Blitzunfälle während der Jagdausübung oder bei Wanderungen sind nicht so selten, so gab es in den letzten 10 Jahren mehrere Unglücke.
Also frühzeitig Schutz im Auto oder einer Schutzhütte suchen oder den Wald wie auch Freiflächen und Wanderwege rechtzeitig verlassen.
Besser ist es 🙂 !!
Mit Waidmannsheil
Euer Spezi

10
Mai

Natur im Revier! Der Erdstern.

categories Allgemein, Fliegenfischen, Jagen    

Natur im Revier!
An dieser Stelle werde ich immer mal wieder besondere Pflanzen, Tiere und auch Naturphänomene vorstellen, die mir im Revier begegnen.

An Vielem geht man achtlos vorbei, für anderes ist der Blick noch nicht geschärft, also Augen auf beim nächsten Schnatgang und Waldspaziergang.

Heute: Der Erdstern.

IMG_4357

 

IMG_4358
Der Erdstern ist ein Pilz, obwohl er auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Ich dachte im letzten Herbst an eine Wald- oder Baumfrucht, die sich geöffnet hatte (Kastanienart, Buche?). Aber weit gefehlt. Auch für viele Jäger / Naturschützer und Naturnutzer ist er übrigens weitestgehend unbekannt!

IMG_4359
Der Erdstern erscheint meist im Spätherbst, es gibt jedoch auch mitunter im Frühjahr eine Kollektion. Erdsterne sind keine Speisepilze), sie gelten als ungeniesbar. Sicher wird aber unser Schwarzwild ihn auf seinem Speiseplan haben. Die häufigste Art ist der Gewimperte Erdstern , oder auch Fransen-Erdstern (Geastrum fimbriatum, Syn. Gastrum sessile.
In Deutschland ist der Gewimperte Erdstern weit verbreitet, aber nicht häufig. Es gibt z. Zt. keine Gefährdung.

Mit Horrido und Waidmannsheil

Spezi

10
Mai

Ein Naturphänomen im Spätwinter.

categories Allgemein, Fliegenfischen, Jagen    

Bei Wanderungen und Pirschgängen im Wald sieht der aufmerksame Beobachter an Frosttagen mit schneefreiem Waldboden am Wegesrand oder mitten im Wald manchmal Äste herumliegen,die mit merkwürdigen weißen, mehreren Zentimeter langen weißen Fäden überzogen sind.

IMG_5569

Worum handelt es sich hier? Schimmel? Pilze in dieser Jahreszeit? Zuckerwatte?
Nein, es sind feinste zentimeterlange Eiskristalle, die u.a. Buchenäste überziehen, ähnlich Asbestfasern.
Es handelt sich um sogenanntes Haareis, also Eis aus gefrorenem Wasser.
IMG_5573

Klopft man auf den Stock, so bröseln brüchige Kristalle ab,Haucht man den Pelz an, so schmilzt er.
Es muß also in Bodennähe kalt sein und der aus dem verrottenden Ast austretende Wasserdampf gefriert zu Eiskristallen Die Ursache liegt im Holz selbst begründet.
Hier zersetzen Pilze das Holz und machen es porös. Dadurch kommt es zur schwammartigen Aufweichung des Holzes, verbunden mit der Einlagerung von viel Wasser.
So bildet sich das Kammeis.

Die Pilze Diese geben CO2 ab, welches das gefrorene Wasser aus dem Holz treibt.: Es handelt sich hierbei ein Stoffwechselprodukt des im Holz lebenden Organismus, der Pilz atmet.

IMG_5571

Horrido und WmH

Spezi

12
Feb

Die neue Saison ruft! Noch 30 Tage, dann gehts los!

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Wie in all den vielen Jahren zuvor sind mit dem Beginn des Jahres alle Fischereischeine zu verlängern. Da tauchen natürlich Fragen auf, wie: Welche Gewässer will ich weiterhin befischen, welche Kosten kann und will ich noch schultern, tut sich noch etwas Neues auf? Zumal ich ja inzwischen auch Jäger geworden bin. Und die Anschaffungen reißen auch nicht ab!
Aber ich habe mir fest vorgenommen, weiterhin meine geliebten Wasser zu besuchen, auch wenn es nicht mehr so intensiv ist. Und natürlich Fliegen binden!

Also bis dann, neue Beiträge kommen.

Tight Lines

Spezi

2
Jan

Happy New Year to Everyone!

categories Allgemein, Fliegenfischen, Jagen    

Ich wünsche allen, die ihr diesem Blog die Treue haltet, und ab und zu mal hereinschaut, für das Jahr 2015 alles erdenklich Gute.
Ich hoffe, dass Ihr alle euer eigenes 2015 genießen könnt und ihr genügend Zeit habt, eure Flüsse, die stehenden Gewässer sowie eure Reviere und Wälder in gesundem Zustand erleben und aktiv sein könnt, diese mit zu erhalten.
Beste Grüße
Spezi
P.S. Ich werde wieder aktiver in 2015 🙂

26
Apr

HORRIDO

categories Allgemein, Fliegenfischen, Jagen    

HORRIDO, HORRIDO, HORRIDO.  Und ein dreifaches WAIDMANNSHEIL.

Der Spezi ist jetzt Jäger, Jungjäger besser gesagt. Er hat alle 3 Prüfungen bestanden. A dream comes true.

Mein Dank an ALLE, die mich hierbei irgendwie unterstützt und mich fast 7 Monate „ausgehalten“ und meinen Fragen und Kommentaren standgehalten haben.

 

Dank an vor allem an die Familie, sowie Freunde, Unterstützer, Referenten der KJS Bielefeld und Mutmacher.

Es lebe der Teufel und die Jagdreiterei!
Horrido – Joho, Horrido – Joho, Horrido – Joho!
Hussassa!

Spezi

26
Feb

Spezi sitzt wieder auf der „Schulbank“ und paukt.

categories Allgemein, Fliegenfischen, Jagen    

Der auf dem Bild, das ist der Spezi, als er 3 Jahre alt war. Und wie man sieht, damals bereits seiner Zeit voraus, in fescher Jägerkluft, einem Janker mit Hirschknöpfen. Und sicher war er recht stolz und wußte damals schon, dass er mal Jäger oder sogar Förster werden wollte. Das mit dem Förster, das hat nicht geklappt, aber das andere ,ja, das soll nun doch noch wahr werden.

Und bestimmt haben sich einige gefragt, warum der Spezi keine neuen Berichte mehr schreibt. Nun, es gibt also eine einfache Erklärung. Ich erfülle mir einen Jugendtraum und habe mich noch einmal auf die Schulbank bei der Kreisjägerschaft in Bielefeld gesetzt, um mein „Grünes Abitur“ zu machen.

Seit letztem Jahr im Oktober pauke ich nun jeden Samstag bis zu 8 Stunden den unglaublich umfangreichen Stoff, dazu Exkursionen in Wald, Feld und Flur, Besuche im Tierpark und natürlich wöchentliche Abende mit der Lerngruppe und seit Februar aktuell die praktische Ausbildung.
Und Ende April ist dann Prüfung, dann heißt es Daumen drücken :-).

Ob es klappt, werden wir sehen. Und auch, wie es dann weiter geht, als Naturnutzer und Naturschützer, das wird die Zukunft zeigen.
Und keine Sorge, ich bleibe dem Fliegenfischen treu, versprochen. Und in der Rubrik Jagd werde ich sicher auch mal was schreiben, aber dann erst mal als Jungjäger.

Bis dahin mit waidmännischen Grüßen und einen guten Forellen-Saisonstart.

TIGHT LINES

Spezi

6
Feb

Fly&Tie, ist das Fliegenfischer- Magazin in Deutschland am Ende?

categories Allgemein, Fliegenfischen    

Es ist wohl aus mit Fly&Tie in Deutschland.

Leider muß man inzwischen diesen Eindruck haben, und als hätte ich es nicht schon in meinem Beitrag vom 14.10.2011 geahnt, nun ist es tatsächlich passiert. Siggi Stümpke hat sein Magazin „Fly & Tie“ „verlassen“ und damals in Skandinavien (Malmö) die Rechte am Magazin …….?  Er ist wohl nicht mehr erreichbar, wie es in einigen Foren geschrieben steht.

War es damals ein Versuch, dass Magazin zu retten oder wurde das Fell das Bären bereits wissentlich noch bis fast Jahresende von allen gebürstet? Kläglicher Abgang mit „Gutenbergerei“ und locker weitergewullft oder Tragik-Komödie/Tragödie? Vielleicht bringt es die Zeit ans Licht. Irgendwie Schade allemal, egal wie man zur Zeitschrift stand.

Habe ich als damaliger Abonnent doch schon die Zeitschriften FLY ONLY und MIT DER FLIEGE  beerdigt und um meine verlorene Kohle getrauert.

Dafür ist nun  ein neues Online-Magazin mit dem Namen „The Magic of Fly Fishing – International magazine“  daraus hervorgegangen und gegründet worden. Die ehemaligen Web-Master von Fly&Tie führen es erst einmal weiter im gleichen Heft-Stiel, wie gesagt im world wide web. Toi, toi, toi.

Derweil wurde in Schweden, wie angekündigt, das Magazin Fly & Tie herausgebracht. Die „Erste Nummer“ trägt wohl die Zahl 6, denn die wurde nicht mehr in Deutschland  ausgeliefert. Erstmal in schwedisch und englisch.

Viel Erfolg dort allen neuen Machern. Soll wohl ein gutes (besseres) Team sein  🙂

Herzlichst Euer

Spezi

3
Dez

Auf Hecht und Rapfen mit Fliege? Ein neuer Versuch Ende November.

categories Allgemein, Fliegenfischen    

Ich bin dann mal wieder weg„,

habe ich meiner Frau noch zugerufen, und um es gleich vorweg zu sagen,  ich fuhr zum Fischen, der Jakobsweg muß doch noch etwas warten. Nur leider wieder  „Ohne Erfolg“.  Ob es wohl am extremen Niedrigwasser liegt? Ich bleib aber weiter dran. Belohnt worden bin ich trotzdem bei herrlichem Spätherbstwetter.

In der Nähe von Veltheim

Spätherbst

Hunderte von Graugänsen, vereinzelten Nil- und Kanadagänsen und auch kleinen Trups von Schwänen waren in der Luft und auf den Feldern zu hören und zu sehen. Sie werden wohl in bald weiterziehen Richtung Süden und ins Rheintal.

Wildgänse

Wildgänse über den Feldern

Ja, die Zeichen stehen auf Winter, morgens bedeckt Rauhreif die Wiesen und dichte Nebelschwaden ziehen über den Fluß. Die Weser hat z. Zt. extremes Niedrigwasser, man kann an einigen Stellen weit über die Kiesbänke hineinwaten und der fallende Wassestand ist am dunklen Uferrandstreifen zu sehen.  An einigen flachen Stellen fischte ich von freiligenden  Kiesbänken weit vom Ufer entfernt das schnelle tiefere Wasser ab. Einen Rapfen habe ich gesehen, er raubte nicht weit entfernt, wollte aber nicht zupacken. Seine große Schwanzspitze tailte das Wasser, ein kurzer Spuk, und alles war wieder still.

Oberhalb der Kiesbänke

Also wieder raus ans Wasser, es soll in den nächsten Tagen stürmisch werden und die dringend erwarteten Niederschläge geben.  Bis dahin,

Tight Lines

Spezi

1
Dez

Amerikan Fly Tyer mit Artikel zu „Feather Extensions“

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Aus dem Fly Tyer Autumn 2011/7:

Artikel Hair Today, Gone Tomorrow?

Im letzen Amerikan Fly Tyer steht nun ein Artikel über die Verwendung der Sattelfedern amerikanischer Genetic-Hechelfedern und ich muß doch einräumen, dass ich mich einigen Aussagen zum Thema ‚Hair Feather Extensions‚  nicht ganz verschließen kann.

Fly Tyer Autumn 2011

Viele US-amerikanische und auch europäische FF-Shops konnten in diesen Zeiten der Hechelverknappung sicheres Geld machen, indem Ihre Bestände für gutes Geld aufgekauft wurden und so die Löcher in ihrer Haushaltskasse gestopft werden konnten. Denn viele Leben am Rande des Minimums.

Sie gehen dann oftmmals wieder finanziell gestärkt in die Zukunft und das ist wieder für uns alle von Nutzen. Gute Fliegenfischerläden= gute Ware und Lieferfähigkeit. Also, wo man manchmal nur Dunkel sieht, ist auch Licht am Ende des Tunnels. Denn kein Schatten ohne Licht.

Und noch ein positiver Gedanke zu den Kunden der Extensions. Wenn sich die Girlies für sich und ihre Freunde herausputzen wollen, sei es zu Sylvester oder Karneval und Fasching, freuen wir uns doch einfach mit ihnen. Und vielleicht werden sie auch wegen der zunehmenden Verknappung bereit oder gefordert sein, zukünftig die immer mehr aufkommenden künstlichen bunten Faser-Extensions anzunehmen.

Hair Today, Gone Tomorrow

Manchmal braucht es eben Zeit um zu Verstehen, dass man auch mal etwas von der anderen Seite betrachten sollte.

In diesem besten buddhistischen Sinne,

Have Fun

Euer Spezi

20
Nov

Speyhechel-Federn für Pattegrisen &Co.

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Wer suchet, der findet. Oder auch: Glück gehabt.

Wer  heute nach Speyfedern für seine Spey-Lachsfliegen oder Shrimpflies sucht, findet oft nicht mehr die geeigneten Federn. Sei es, weil der Handel nur noch in geringer Zahl Spey-Hahnen- und Hennenbälge anbietet, und dazu noch astronomisch teuer, oder einzelne, lose Federn nicht angeboten werden (höchstens bei Ebay , wie z.Zt. mal wieder). Die angebotenen Gänsefedern sind mir für die Pattegrisen etwas zu steif bzw. fein genug und zu lang, Reiherfedern sind ebenfallst meist lang und auch nur selten zu bekommen, weil heute geschützt. Was also tun in diesem Dilemma?

Neben etwas innovativen Ideen, ich sag nur Lana-Grossa-Wolle, (siehe auch Artikel vom 17.Dezember 2009) hilft der Besuch im Tierpark oder beim Fasanenzüchter. Ich hatte nun das Glück, einen ‚Weißen Ohrfasan‘ vom Züchter zu bekommen. Diese Federn sind den Federn der Hühnerzüchtung von Thomas Whiting sehr ähnlich, was die Feinheit der Hechelfiebern angeht. Wenn also mal beim Fasanenzüchter ein Tier stirbt, es ist übrigens egal, ob Hahn oder Henne, hier haben beide Geschlechter das nahezu gleiche Federkleid, dann zugreifen.  Es sind wunderschöne und besonders große Tiere, eine Freude, ihnen in einer großen mit Bäumen bestandenen Voliere zuzuschauen. Man kennt noch eine andere Art, die ebenso für den Fliegenbinder interessant ist, den „Blauen Ohrfasan„, der übrigens etwas häufger in der Voliere gehalten wird.

Balg vom weißen Ohrfasan vom Fasanen-Züchter

Sattelfedern

Die weißen Federn sind natürlich gedadezu prädestiniert zum Färben, und wer über etwas Erfahrung verfügt, kann sich seine Salmon-Farbe für die Original-Pattegrisen selber einfärben. Und wer die diversen Berichte von Morten Öland zu seiner Shrimpfly gelesen hat, wird wissen, dass gerade die Farbe weiß  im Winter ein Erfolgsgarant sein kann.

Spey-Federn in weiß, violett und Eisvogel-blau gefärbt

Speyhechel von der Brust

Violett

Gut Zwirn,

Spezi

P.S. Im Herbst und Winter sind allerorten Ausstellungen der Fasanen- und Hühnerzüchter zu finden. Hinfahren und Kontakte knüpfen. Gestorben wird leider immer! Und das ist zu schade für die „Tonne“.

17
Nov

Whiting Midge-Size Grizzly Saddle rechtzeitig zur Bindesaison!

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Wieder neu im Handel: Whiting-Sättel in Midge Size.

Da sich diese sehr schmalen dünnen Federn wohl nicht für Hairextensions eignen, sind diese nun wieder erhältlich. Vorerst, bis sie wieder vergriffen sind.

Lange habe ich darauf gewartet, einen neuen Grizzly-Sattel in Midge-Size zu bekommen.

Er war zwar nicht gerade preiswert, aber wer kleine Fliegen, also Mücken (Midges) in Hakengröße 20 -22 und kleiner binden möchte, kommt an diesen Sätteln nicht vorbei. OK, ein guter Skalp hat auch viele schöne kleine Federchen, aber das ist nicht hiermit zu vergleichen:

Whiting Bronze Midge Saddle

Ganz frisch von Thomas Whiting-Farms

 

Mindestens 500 Fliegen lassen sich hiermit binden!

 

Auch gut zum Einbinden in Hechtstreamer und Intruder-Flies, aber eigentlich viel zu schade dafür.

Bekommen habe ich ihn in England bei Phil Holding von der Fly Tying-Boutique, zu finden unter :

flytyingboutique.com

Hier könnt ihr alles nachlesen. Erhältlich in allen wichtigen Naturfarben, auch als halber Sattel. Er liefert sehr schnell, tadeloser Service.

Lets tie together,

gut Zwirn and ‚have Fun‘

Spezi

3
Nov

PIKE ON FLY. Vom ersten Herbstfischen auf Hecht & Co.

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Mal wieder an der Weser.

Nun ist es schon seit einigen Wochen Herbst und die ersten bunten Blätter fallen bereits aufs Wasser. Leider habe ich erst jetzt die Zeit gefunden, den Raubfischen nach zu stellen, bevor mich der Winterkoller und Bindeblues voll erfasst. Es ist zuerst immer wieder gewöhnungsbedürftig, die schweren Hechtbunnys und andere Großstreamer zu werfen, also immer schön die Streckpausen einhalten, passend beschleunigen und notfalls mit größerer Schlaufe werfen. Und nach einigen Würfen gelingt es immer besser und das noch hohe Ufergras und -Gestrüb wird überworfen beim Vorschwung. OK, ab und zu ein kleines „Pardon“, Haken lösen und weiter geht’s.

Unterhalb der Porta Westfalica

Später Nachmittag in Neesen

Der Wasserstand ist jetzt sehr niedrig, klares Wasser und die herbstliche Landschaft machen das Fischen zur Freude, den Streamer im Wasser zu beobachten und mit jedem neuen Zug auf den ersehnten Biss zu hoffen, lässt einen fiebern. Die Buhnen sind nun voll begehbar und die Strömung am Buhnenkopf verführt vielleicht auch einen Rapfen zum Zupacken. Aber ich bleibe an allen 3 Tagen „Schneider“, aber das ist für mich kein Problem. Nur einmal hielt ein dunkler Schatten als Nachläufer in der Buhne die Spannung weiterhin offen und man war wieder voll konzentriert.

In der Nähe von Vlotho

Spät an einem Nachmittag hatte ein Uhu (Bubo bubo)  im nahen alten Steinbruch oberhalb der Abbruchkante  seinen Revierplatz eingenommen. Sein kurzes tiefes und  dumpfes U-hu schallte über die Weser und wird mir mit wohligem Schauer in Erinnerung bleiben. Ein tolles Naturschauspiel, absolut nicht alltäglich (leider nur akustisch). Ich habe es als Ton aufgenommen per Kamera-Video mit Bildern vom Steinbruch.

Rapfenstrecke mit stärkerer Strömung

Kleine Pause mit einem Becher Kaffee.

Vielleicht wird mir demnächst das Fangglück wieder hold sein und ich kann ein schönes Bild von meinem ersten Herbsthecht einstellen. Ich will am Wochenende wieder los.

ALLES GUT?     DENKSTE  !

Nein, ich habe mich nicht wie im letzten Herbst wieder im Acker festgefahren und mußte mich rausbuddeln, auch ins Wasser bin ich nicht wie vor 3 Jahren kopfüber gefallen, nein.

Ich habe es fertiggebracht, meine Selbstgebaute 9 ft. #6 zu zerlegen, voll geschrottet in nun 6 anstelle von 4 Teilen. Zwei Brüche, einmal im Handteil oben  und einmal im ersten Einsteckteil, alles zerbarst mit lautem Knall. Das mußt du mal hören, echt krass. Gänsehaut pur mit Wutausbruch und Selbstverwünschungen aller Art. Nur wie es passiert ist, bleibt mein Geheimniss, dieses Mal, man muß ja auch etwas für sich behalten können.  🙂

Gut Holz, und ‚ Have Fun‘.

FLIEGENFISCHEN ist mehr als nur Fische fangen.

Spezi

14
Okt

Fly & Tie – Schwedens neues Fliegenfischer-Magazin!

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Ich komme gerade aus Stockholm, aus einer wirklich sehr schönen Stadt. Hier kannst du direkt in der Stadt Hechte, Barsche und Meerforellen fangen, und das alles kostenlos. Denn das Fischen ist in der Stadt selbst frei und die Stadtfläche besteht zu über 30 % aus Wasser in Trinkwasserqualität. Aber warum ich das alles erzähle ist nicht der eigentliche Grund dieses Artikels.

Im Zeitschriftenladen mit allen nationalen und internationalen Magazinen hatte ich mich mit 2 schwedischen und 2 englisch/amerikanischen Magazinen eingedeckt, als mir ein Bekannter einen Tip gab. Es wird bald noch ein weiteres schwedisches Fliegenfischer-Magazin geben, aber das kennt ihr schon. Es ist Fly &tie. Dann gibt es dieses Heft 3-sprachig, also hier nur schwedisch.  Schaut doch mal ins Internet, da gibt’s  alles nachzulesen.

Hier der Link dazu:

http://fiskejournalen.se

Einfach nur Fly & Tie unter ’suchen‘ eingeben, dann kommt ihr zum Hinweis. Die erste Ausgabe erscheint am 6. Dezember und wird sechsmal pro Jahr erscheinen.

Johan Klingberg hat ja bereits in Fly & tie seine Artikel veröffentlicht, übrigens ein sehr netter Kerl. Ich traf ihn letztes Jahr auf der Fly-Fair in Holland. Und viele kennen ihn evtl. von seiner DVD „Mayfly-madness. Übrigens hat er gerade eine neue DVD mit Roman Moser gedreht über das Streamerfischen. Ist wohl bald im Handel.

Aber warum jetzt Fly&tie in Schwedisch? Die haben doch bereits 3 Magazine, gibt das der Markt her? Bestimmt jeder Zweite spricht und schreibt sehr gut englisch, warum holt sich der Verlag den Wettbewerbt ins Haus?  Wir werden sehen.

Have Fun.

Spezi

 

9
Sep

Feather-Hair-Extensions im Fliegenfischerladen in Deutschland gefunden! Nun ist es passiert.

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Ich glaub es nicht, nun bietet auch ein deutscher Fliegenfischerversand für bis zu 20.- Euronen diese Feather-Hair-Extensions an. Schnell noch mit auf diesen Zug aufspringen und die nicht benötigten Federn aus der Ecke holen, sorry, aber ich finde es nicht gut, Raffgier aller Orten. OK, freie Marktwirtschaft denkt da mancher, und nichts ist ja schwieriger, als an das Geld anderer Leute zu kommen. Überlebenskampf aller Orten?

Und das machen Fliegenfischershops in den USA zum Teil ja auch, sofern sie noch Ware haben. Im Mutterland des amerikanischen Pioniers des Fliegenfischens, Theodore Gorden, im Shop von den Dettes in Roscoe („Dette Trout Flies“), Catskills, kosten die Sättel inzwischen 150.- und 350.- Dollar, kann man per Internet im Shop kaufen. Es ist doch der Wahnsinn. Und jetzt das.

Gestern stand hier noch Extensions, heute heißt es Haarverlängerungen aus Federn! Und morgen wieder Bindematerial, der ganze Sattel dann für 39,50 € bestehend aus über 250 Federn und hier heute für 5-8 Stck. Federn für 20,00€, eben ein  Sonderangebot, ja das ist eben Mode, und danach ab ins Outlet-Center.

Ich habe Freunde, bei denen wird’s langsam lichter auf dem Kopf, für die wären doch solche Haarverlängerungen eine prima Sache, oder habe ich da was falsch verstanden, ist das alles nur unser täglicher Wahnsinn?

Ein etwas angesäuerter Spezi  🙁

Aber was ist mein Motto: „Have Fun“. Also bitte.. Lebbe geht weiter.

PS.:  Soeben fand ich noch in einem US-Girly-Blog die Meinung, dass diese Extensions langsam out sind. Ich glaub noch nicht dran, aber trotzdem, Land in Sicht, Freunde der Fliege…   :-

8
Aug

Feather-Extensions: Fliegenbinder und Fliegenfischer vor dem Notstand? Wo sind die schönen langen Hechelfedern?

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Sind gute Whiting-Sättel in den USA nicht mehr zu bekommen zu normalen Preisen? Unmöglich?
Lest selbst von diesem Goldrausch unserer Tage!

Seit etwa März dieses Jahres bekomme ich nun keine Werbemails meines Hechel- und Sattelbalglieferanten aus den USA mehr, die sich auf neue eingestellte Feder-Ware beziehen.
Er kauft wohl nichts Neues mehr, ist sicher pleite, war mein erster Gedanke, aber auf Nachfrage teilte er mir damals mit, dass es momentan kaum neue Whiting-Sättel, und hier besonders die Grizzly-Sättel,  mehr im Handel gäbe. Warum nur? Hatte Thomas Whiting seine Zucht aufgegeben, war die Vogelgrippe oder eine Seuche über seiner Hatchery ausgebrochen oder was war los? Dann nach einigem recherchieren kam die Erklärung.
Ein neur Trend war ausgebrochen, ausgehend vom Norden der USA. Nahezu alle langen Federn und Sattelbälge von Whiting, Miner, Metz und anderen wurden anderweitig verwendet als zum Fliegenbinden und der gesamte Markt in den Fliegenfischerläden wurde aufgekauft. Von wem? Eine Industrie-Einkäuferin kaufte die gesammte Wand mit Bälgen in einem großen Shop für 10.000.- Dollar mit einem Schlag. Das Geschäft der Saison für beide, Händler und Einkäufer.
Die Industrie für Haarschmuck hatte einen neuen Trend erfunden und die Federn wurden nun zum oftmals zehnfachen Preis verkauft. Als sog. „Feather-Extensions“, „Feather-Heads“ oder auch „Hair-Cocktails“ wird nun dieser Hahnenfeder-Haarschmuck verkauft. Diese Strähnchen aus bis zu 40 cm langen Hechelfedern mit Schmuckrumpffedern oder Lederstreifchen garniert werden ins Haar gesteckt, geklippst oder geflochen, es gibt sie mehrfarbig oder naturfarben, eben so wie die Sattelbälge uns bekannt sind. Helle Farben werden, abgestimmt auf Blondienen, bevorzugt und sind entsprechend teuer. Ein Extensions aus Federn kann bis zu 50.- Dollar kosten, bestehend aus ca. 12-18 Federn und Beiwerk. Und ein guter Silber-Sattel für die Herstellung kostet dann schon mal bis zu 600.- Dollar, 200-300.- Dollar ist völlig normal. Welcher Fliegenbinder ist bereit, dass zu berappen?

Whiting Top-Sättel und Metz Standardsättel

Und Thomas Whiting verkauft an den, der am meisten zahlt. Der Markt, und hiermit die Nachfrage, bestimmt den Preis.
Angeblich hat ein deutscher Textilhändler für die nächsten 1-2 Jahre alles für Europa bestimmte eingekauft. Ich mags nicht glauben, aber wollen wir mal die Catwalks dieser Modewelt im Auge behalten.

In den USA gibt es natürlich Webseiten, nur für diese „Feather-Extensions“ ( www.finefeatherheads.com.)

In Deutschland sind diese Art Extensions noch nicht bekannt, lediglich findet man so genannte
Hairaisers ( www.amazon.de ).
Oder hier:
Http://www.youtube.com

Jennifer Love Hewitt, Selena Gomez und andere Stars waren (wieder mal) die Vorreiter für diesen neuen Trend.

Und wenn ihr schon auf den Hund gekommen seid, auch die werden in USA mit sog.“Puppylocks feather  fur extensions“  an den Ohren und darunter aufgehübscht.

Kommt der Trend auch zu uns? Ich glaube nicht. In zwei bis drei Jahren kannst du wieder preiswert kaufen. Wetten?
Ich habe nun aber vorsorglich mein Lager gesichtet und die Bälge und Federn gezählt. HURRA, ich kann mir ein neues Auto kaufen. Und wer will, dem binde ich gerne ein paar Extensions, ich habe alle Farben und Längen da. Anfragen willkommen. Und ich verwende nur Whiting oder Miner, keinen Federschund wie vielfach angeboten. Auch alte, überlagerte Hoffmann-Bälge werden nun verkauft für hunderte von Dollars, diese Federn brechen sicher nach der ersten oder zweiten Haarwäsche! 🙂

Whiting Bronze in Variant Dunfarbig

Der Stoff, aus dem die Binderträume sind, diverse Whiting Sättel in Silber- und Bronzequalitäten

Sehr seltener original Cree-Sattel in Topqualität.

Sehr schöner Cree-Sattel in Top-Qualität mit mind. 4 Farben und klarer Abgrenzung des schwarzen Y.

 

Herzlichst Euer
SPEZI

PS: Ich mach mich jetzt ans Binden dieser Dinger, vielleicht zeige ich mal meine neuen Hairfliegen.

Nachtrag v. 16.08.11: Bei Ebay wurden aktuell je 900,00 Dollar für Grizzly-Sätttel gezahlt. Wahnsinn, vor einen halben Jahr noch 55,00 Dollar /Stck.

Nachtrag v. 25.08.11: Neuer Höchstpreis am 22.08.2011:    1250.- Dollar Grizzly-Sattel

8
Jun

Die Fliegen zum Wolfsbarschfischen.

categories Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Wolfsbarschfliegen, eine kleine Einführung.

Die Fliegen für den Wolfsbarsch sind weitestgehend die gleichen wie für alle räuberisch lebenden Meeresfische, können also auch für Dorsch und Meerforelle und natürlich tropische Raubfische verwendet werden.

Es gibt es eine Unzahl von Fliegen die sich eignen, also alles, was einem Beutefischchen, den Garnelen oder Krebsen ähnelt.

Besonders hervorheben möchte ich:  Leftys Deceiver, den Clouser Deep Water Minnow, alle Arten von Sandaalfliegen wie die Surf Candy, Gartsides Sandeel (mit CCG) oder Krebs (Crab)-Fliegen, sowie alle Arten von Krabbenimitationen (Shrimp-Flies), einschl. der Pattegriesen! Auch die kleineren Hakengrößen der Tarpon-Roach Flies werden verwendet.

Leftys Deceiver

Natürlich kommt es auf die Anbieteweise an, welche Fliege ich vorzugsweise wie fische, z. Bsp. den Clouser an der Trocken- oder Intemediate- Schnur, den Deceiver zusätzlich an der Sinkschnur usw..

Die Farbe der Fliege hängt hierbei  ab von der Sichtigkeit des Wassers und der Tageszeit bzw. den Lichtverhältnissen wie bewölkt, nebelig oder klarem Wetter. Ich fische hellere Muster wenn die Sonne nicht so hoch am Himmel steht (Morgens und Abends) und dunklere Fliegen um die Mittagszeit bei hohem Sonnenstand.

Dieses Rezept beruht auf der Sichtbarkeit der Fliege im Wasser gegen das Licht bzw. den Himmel gesehen. Denn eine helle Fliege zerfließt gegen das Licht gesehen im Wasser und der Barsch sieht die Fliege nicht so gut, und der Beuteinstinkt wird nicht ausgelöst  zu zuschlagen, eine etwas dunklere Fliege zeichnet sich dagegen besser ab, wird gesehen und attackiert.

Farben sind z.B. gelb-weiß für den Morgen und Abend, blau-weiß am Vormittag, schwarz-weiß oder olive-weiß am Mittag und weiß-chartreuse in tiefer Dämmerung und Nachts. Also je heller das Wetter, umso stärker der Kontrast.

Deceiver pink-weiß

Deceiver in blau-chartreuse-weiß

Die Farben wie rot-weiß oder weiß-orange sind gute Reizfarben, besonders im Sommer und Herbst. Auch weiß-pink ist einen Versuch wert. Den Deceiver binde ich auch gerne mit sog. splayed wings, also die Schwanzfedern gespreizt, paarweise mit der Krümmung zueinander. Dieses bewirkt einen zusätzlichen Reiz, da sich die Federn beim Zug schließen und wieder öffnen, wie ein Frosch beim Schwimmen. Normaleweise bindet man den Deceiver mit der Krümmung nach innen, wie gefaltete Hände.

Hier einige Beispiele:

Leftys Deceiver in Weiß-Fluogelb mit splayed wings.

 

Deceiver in Weiß-Chartreuse mit splayed wings.

Weiß-blauer Deceiver

Pink-weißer Clouser mit Cirkle-Hook

Clouser Deep Minnow chartreuse

Clouser Deep Water Minnow gelb

The Blade (Klinge) upside down

 

Deceiver chartreuse-weiß

Deceiver chartreuse -weiß mit blau

Weitere Muster folgen.

Tight Lines

Spezi

 

5
Apr

Fellstücke für Lachsfliegen-Schwingen färben.

categories Allgemein, Fliegenfischen    

Nachdem ich mich vor einiger Zeit etwas mit den neuen skandinavischen Lachsfliegenmustern aus Polarfuchs und anderen Fellschwingen ( Sill, Frödin, Norling und Co. ) beschäftigt hatte, mußte ich feststellen, dass der einschlägige Handel meist nur die Standardfarben anbietet. Wer nicht die Spezialläden in Skandinavien oder England kennt, bekommt nur selten dieses Material in passenden Farben, es sei denn, er kennt einen Bindeprofi, der selber färbt.  Als ich Yves Dreux kennenlernte, zeigte er mir damals seine selbst gefärbten Felle, das hat mich sehr interessiert.

Nun suchte ich im letzten Jahr vergeblich nach der Farbe Ginger (Ingwer), Grünolive, Grünbraun , Fluogelb, Fluoorange oder dem original Mörumorange. Auch Sunburst Yellow oder Feurigbraun und Feurigrot waren nicht zu finden, ganz zu schweigen von Orange mit Fluogelb gemischt oder Fluoorange mit Gelb. Green Highlander und die Standardfarben waren leichter zu bekommen.

Da ich ja bereits etwas Erfahrung im Färben von Federn und Fellen sammeln konnte, habe ich mir die Originalfelle und mehrere Fuchsschwänze schicken lassen, wunderbare Qualitäten. Diese habe ich dann mehrmals geteilt und passend eingefärbt. Als Farbe kam diesmal nur Veniard’s Acid-Dyes in Frage, die ich mir in England bestellt habe. Da für die Fliegen von Ulf Sill auch oft die gleiche Hechelfarbe wie die Schwingenfarbe notwendig ist, habe ich mir einige weiße junge Phönixhähne besorgt, die nicht im letzten November zur Schau sollten. Die Bälge, teils noch mit Chickabou-Flaum, habe ich im Ganzen entsprechend mitgefärbt.

Nachstehend nun meine für das Lachsfliegenbinden eingefärbten Felle und Farben:


Stücke der Originalschwanzteile:

Polarfuchs

Marderhund

Die Farbe Golden-Olive:

diverse Fuchschwanzteile mit Hahnenbalg

Fuchs

Die Farbe Braun-Olive:

Balg vom weißen Phönix

Diverse Fellteile

Polarfuchs von der dicksten Stelle des Schwanzes, mit Fell für Ober- und Unterschwinge.

Die Farbe Fierry Brown:

Diverse Fellteile und Federn, der linke Spey-Sattel war vorher grau, jetzt ist es ein schönes dunkelbraun geworden.

Polarfuchs

Die Farbe Fierry Red:

Hahnenbalg

 

Diverse Fellteile

Fluo Orange:

Polarfuchs

Die Farbe Ginger, intensiv gefärbt:

Sunburst Yellow:

Federn und Felle fertig zum Gebrauch

 

Alle gefärbten Felle und Federn habe ich in Zipptüten verpackt und im großen Karton gelagert.

Demnächst werde ich noch einiges in Blau und Schwarz färben.

Alle diese Färbefarben sind  gut im Handel zu bekommen, so z.B. für Jaquard Farben in Deutschland:  http://www.patchworkshop.de,  für Veniard-Farben in England: http://www.theessentialfly.com/

Alle für die Lachsfliegen notwendigen, gefärbten und naturfarbenen Felle bekommt ihr in England bei FOXY TAILS, dann könnt ihr euch das alles hier sparen. Aber die Freude, die das Färben macht, ist unbezahlbar, es macht echt süchtig 🙂

Tight Lines

Spezi

 

 

Next Page →

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de