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6 Feb |
Fly&Tie, ist das Fliegenfischer- Magazin in Deutschland am Ende? Allgemein, Fliegenfischen
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Es ist wohl aus mit Fly&Tie in Deutschland.
Leider muß man inzwischen diesen Eindruck haben, und als hätte ich es nicht schon in meinem Beitrag vom 14.10.2011 geahnt, nun ist es tatsächlich passiert. Siggi Stümpke hat sein Magazin “Fly & Tie” „verlassen“ und damals in Skandinavien (Malmö) die Rechte am Magazin …….? Er ist wohl nicht mehr erreichbar, wie es in einigen Foren geschrieben steht.
War es damals ein Versuch, dass Magazin zu retten oder wurde das Fell das Bären bereits wissentlich noch bis fast Jahresende von allen gebürstet? Kläglicher Abgang mit “Gutenbergerei” und locker weitergewullft oder Tragik-Komödie/Tragödie? Vielleicht bringt es die Zeit ans Licht. Irgendwie Schade allemal, egal wie man zur Zeitschrift stand.
Habe ich als damaliger Abonnent doch schon die Zeitschriften FLY ONLY und MIT DER FLIEGE beerdigt und um meine verlorene Kohle getrauert.
Dafür ist nun ein neues Online-Magazin mit dem Namen „The Magic of Fly Fishing – International magazine“ daraus hervorgegangen und gegründet worden. Die ehemaligen Web-Master von Fly&Tie führen es erst einmal weiter im gleichen Heft-Stiel, wie gesagt im world wide web. Toi, toi, toi.
Derweil wurde in Schweden, wie angekündigt, das Magazin Fly & Tie herausgebracht. Die „Erste Nummer“ trägt wohl die Zahl 6, denn die wurde nicht mehr in Deutschland ausgeliefert. Erstmal in schwedisch und englisch.
Viel Erfolg dort allen neuen Machern. Soll wohl ein gutes (besseres) Team sein
Herzlichst Euer
Spezi
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3 Dez |
Auf Hecht und Rapfen mit Fliege? Ein neuer Versuch Ende November. Allgemein, Fliegenfischen
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“Ich bin dann mal wieder weg“,
habe ich meiner Frau noch zugerufen, und um es gleich vorweg zu sagen, ich fuhr zum Fischen, der Jakobsweg muß doch noch etwas warten. Nur leider wieder “Ohne Erfolg”. Ob es wohl am extremen Niedrigwasser liegt? Ich bleib aber weiter dran. Belohnt worden bin ich trotzdem bei herrlichem Spätherbstwetter.
Hunderte von Graugänsen, vereinzelten Nil- und Kanadagänsen und auch kleinen Trups von Schwänen waren in der Luft und auf den Feldern zu hören und zu sehen. Sie werden wohl in bald weiterziehen Richtung Süden und ins Rheintal.
Ja, die Zeichen stehen auf Winter, morgens bedeckt Rauhreif die Wiesen und dichte Nebelschwaden ziehen über den Fluß. Die Weser hat z. Zt. extremes Niedrigwasser, man kann an einigen Stellen weit über die Kiesbänke hineinwaten und der fallende Wassestand ist am dunklen Uferrandstreifen zu sehen. An einigen flachen Stellen fischte ich von freiligenden Kiesbänken weit vom Ufer entfernt das schnelle tiefere Wasser ab. Einen Rapfen habe ich gesehen, er raubte nicht weit entfernt, wollte aber nicht zupacken. Seine große Schwanzspitze tailte das Wasser, ein kurzer Spuk, und alles war wieder still.
Also wieder raus ans Wasser, es soll in den nächsten Tagen stürmisch werden und die dringend erwarteten Niederschläge geben. Bis dahin,
Tight Lines
Spezi
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1 Dez |
Amerikan Fly Tyer mit Artikel zu “Feather Extensions” Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Aus dem Fly Tyer Autumn 2011/7:
Artikel Hair Today, Gone Tomorrow?
Im letzen Amerikan Fly Tyer steht nun ein Artikel über die Verwendung der Sattelfedern amerikanischer Genetic-Hechelfedern und ich muß doch einräumen, dass ich mich einigen Aussagen zum Thema ‘Hair Feather Extensions‘ nicht ganz verschließen kann.
Viele US-amerikanische und auch europäische FF-Shops konnten in diesen Zeiten der Hechelverknappung sicheres Geld machen, indem Ihre Bestände für gutes Geld aufgekauft wurden und so die Löcher in ihrer Haushaltskasse gestopft werden konnten. Denn viele Leben am Rande des Minimums.
Sie gehen dann oftmmals wieder finanziell gestärkt in die Zukunft und das ist wieder für uns alle von Nutzen. Gute Fliegenfischerläden= gute Ware und Lieferfähigkeit. Also, wo man manchmal nur Dunkel sieht, ist auch Licht am Ende des Tunnels. Denn kein Schatten ohne Licht.
Und noch ein positiver Gedanke zu den Kunden der Extensions. Wenn sich die Girlies für sich und ihre Freunde herausputzen wollen, sei es zu Sylvester oder Karneval und Fasching, freuen wir uns doch einfach mit ihnen. Und vielleicht werden sie auch wegen der zunehmenden Verknappung bereit oder gefordert sein, zukünftig die immer mehr aufkommenden künstlichen bunten Faser-Extensions anzunehmen.
Manchmal braucht es eben Zeit um zu Verstehen, dass man auch mal etwas von der anderen Seite betrachten sollte.
In diesem besten buddhistischen Sinne,
Have Fun
Euer Spezi
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20 Nov |
Speyhechel-Federn für Pattegrisen &Co. Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Wer suchet, der findet. Oder auch: Glück gehabt.
Wer heute nach Speyfedern für seine Spey-Lachsfliegen oder Shrimpflies sucht, findet oft nicht mehr die geeigneten Federn. Sei es, weil der Handel nur noch in geringer Zahl Spey-Hahnen- und Hennenbälge anbietet, und dazu noch astronomisch teuer, oder einzelne, lose Federn nicht angeboten werden (höchstens bei Ebay , wie z.Zt. mal wieder). Die angebotenen Gänsefedern sind mir für die Pattegrisen etwas zu steif bzw. fein genug und zu lang, Reiherfedern sind ebenfallst meist lang und auch nur selten zu bekommen, weil heute geschützt. Was also tun in diesem Dilemma?
Neben etwas innovativen Ideen, ich sag nur Lana-Grossa-Wolle, (siehe auch Artikel vom 17.Dezember 2009) hilft der Besuch im Tierpark oder beim Fasanenzüchter. Ich hatte nun das Glück, einen ‘Weißen Ohrfasan’ vom Züchter zu bekommen. Diese Federn sind den Federn der Hühnerzüchtung von Thomas Whiting sehr ähnlich, was die Feinheit der Hechelfiebern angeht. Wenn also mal beim Fasanenzüchter ein Tier stirbt, es ist übrigens egal, ob Hahn oder Henne, hier haben beide Geschlechter das nahezu gleiche Federkleid, dann zugreifen. Es sind wunderschöne und besonders große Tiere, eine Freude, ihnen in einer großen mit Bäumen bestandenen Voliere zuzuschauen. Man kennt noch eine andere Art, die ebenso für den Fliegenbinder interessant ist, den “Blauen Ohrfasan“, der übrigens etwas häufger in der Voliere gehalten wird.
Die weißen Federn sind natürlich gedadezu prädestiniert zum Färben, und wer über etwas Erfahrung verfügt, kann sich seine Salmon-Farbe für die Original-Pattegrisen selber einfärben. Und wer die diversen Berichte von Morten Öland zu seiner Shrimpfly gelesen hat, wird wissen, dass gerade die Farbe weiß im Winter ein Erfolgsgarant sein kann.
Gut Zwirn,
Spezi
P.S. Im Herbst und Winter sind allerorten Ausstellungen der Fasanen- und Hühnerzüchter zu finden. Hinfahren und Kontakte knüpfen. Gestorben wird leider immer! Und das ist zu schade für die “Tonne”.
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17 Nov |
Whiting Midge-Size Grizzly Saddle rechtzeitig zur Bindesaison! Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Wieder neu im Handel: Whiting-Sättel in Midge Size.
Da sich diese sehr schmalen dünnen Federn wohl nicht für Hairextensions eignen, sind diese nun wieder erhältlich. Vorerst, bis sie wieder vergriffen sind.
Lange habe ich darauf gewartet, einen neuen Grizzly-Sattel in Midge-Size zu bekommen.
Er war zwar nicht gerade preiswert, aber wer kleine Fliegen, also Mücken (Midges) in Hakengröße 20 -22 und kleiner binden möchte, kommt an diesen Sätteln nicht vorbei. OK, ein guter Skalp hat auch viele schöne kleine Federchen, aber das ist nicht hiermit zu vergleichen:
Auch gut zum Einbinden in Hechtstreamer und Intruder-Flies, aber eigentlich viel zu schade dafür.
Bekommen habe ich ihn in England bei Phil Holding von der Fly Tying-Boutique, zu finden unter :
Hier könnt ihr alles nachlesen. Erhältlich in allen wichtigen Naturfarben, auch als halber Sattel. Er liefert sehr schnell, tadeloser Service.
Lets tie together,
gut Zwirn and ‘have Fun’
Spezi
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3 Nov |
PIKE ON FLY. Vom ersten Herbstfischen auf Hecht & Co. Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Mal wieder an der Weser.
Nun ist es schon seit einigen Wochen Herbst und die ersten bunten Blätter fallen bereits aufs Wasser. Leider habe ich erst jetzt die Zeit gefunden, den Raubfischen nach zu stellen, bevor mich der Winterkoller und Bindeblues voll erfasst. Es ist zuerst immer wieder gewöhnungsbedürftig, die schweren Hechtbunnys und andere Großstreamer zu werfen, also immer schön die Streckpausen einhalten, passend beschleunigen und notfalls mit größerer Schlaufe werfen. Und nach einigen Würfen gelingt es immer besser und das noch hohe Ufergras und -Gestrüb wird überworfen beim Vorschwung. OK, ab und zu ein kleines “Pardon”, Haken lösen und weiter geht’s.
Der Wasserstand ist jetzt sehr niedrig, klares Wasser und die herbstliche Landschaft machen das Fischen zur Freude, den Streamer im Wasser zu beobachten und mit jedem neuen Zug auf den ersehnten Biss zu hoffen, lässt einen fiebern. Die Buhnen sind nun voll begehbar und die Strömung am Buhnenkopf verführt vielleicht auch einen Rapfen zum Zupacken. Aber ich bleibe an allen 3 Tagen “Schneider”, aber das ist für mich kein Problem. Nur einmal hielt ein dunkler Schatten als Nachläufer in der Buhne die Spannung weiterhin offen und man war wieder voll konzentriert.
Spät an einem Nachmittag hatte ein Uhu (Bubo bubo) im nahen alten Steinbruch oberhalb der Abbruchkante seinen Revierplatz eingenommen. Sein kurzes tiefes und dumpfes U-hu schallte über die Weser und wird mir mit wohligem Schauer in Erinnerung bleiben. Ein tolles Naturschauspiel, absolut nicht alltäglich (leider nur akustisch). Ich habe es als Ton aufgenommen per Kamera-Video mit Bildern vom Steinbruch.
Vielleicht wird mir demnächst das Fangglück wieder hold sein und ich kann ein schönes Bild von meinem ersten Herbsthecht einstellen. Ich will am Wochenende wieder los.
ALLES GUT? DENKSTE !
Nein, ich habe mich nicht wie im letzten Herbst wieder im Acker festgefahren und mußte mich rausbuddeln, auch ins Wasser bin ich nicht wie vor 3 Jahren kopfüber gefallen, nein.
Ich habe es fertiggebracht, meine Selbstgebaute 9 ft. #6 zu zerlegen, voll geschrottet in nun 6 anstelle von 4 Teilen. Zwei Brüche, einmal im Handteil oben und einmal im ersten Einsteckteil, alles zerbarst mit lautem Knall. Das mußt du mal hören, echt krass. Gänsehaut pur mit Wutausbruch und Selbstverwünschungen aller Art. Nur wie es passiert ist, bleibt mein Geheimniss, dieses Mal, man muß ja auch etwas für sich behalten können.
Gut Holz, und ‘ Have Fun’.
FLIEGENFISCHEN ist mehr als nur Fische fangen.
Spezi
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14 Okt |
Fly & Tie – Schwedens neues Fliegenfischer-Magazin! Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Ich komme gerade aus Stockholm, aus einer wirklich sehr schönen Stadt. Hier kannst du direkt in der Stadt Hechte, Barsche und Meerforellen fangen, und das alles kostenlos. Denn das Fischen ist in der Stadt selbst frei und die Stadtfläche besteht zu über 30 % aus Wasser in Trinkwasserqualität. Aber warum ich das alles erzähle ist nicht der eigentliche Grund dieses Artikels.
Im Zeitschriftenladen mit allen nationalen und internationalen Magazinen hatte ich mich mit 2 schwedischen und 2 englisch/amerikanischen Magazinen eingedeckt, als mir ein Bekannter einen Tip gab. Es wird bald noch ein weiteres schwedisches Fliegenfischer-Magazin geben, aber das kennt ihr schon. Es ist Fly &tie. Dann gibt es dieses Heft 3-sprachig, also hier nur schwedisch. Schaut doch mal ins Internet, da gibt’s alles nachzulesen.
Hier der Link dazu:
Einfach nur Fly & Tie unter ‘suchen’ eingeben, dann kommt ihr zum Hinweis. Die erste Ausgabe erscheint am 6. Dezember und wird sechsmal pro Jahr erscheinen.
Johan Klingberg hat ja bereits in Fly & tie seine Artikel veröffentlicht, übrigens ein sehr netter Kerl. Ich traf ihn letztes Jahr auf der Fly-Fair in Holland. Und viele kennen ihn evtl. von seiner DVD “Mayfly-madness. Übrigens hat er gerade eine neue DVD mit Roman Moser gedreht über das Streamerfischen. Ist wohl bald im Handel.
Aber warum jetzt Fly&tie in Schwedisch? Die haben doch bereits 3 Magazine, gibt das der Markt her? Bestimmt jeder Zweite spricht und schreibt sehr gut englisch, warum holt sich der Verlag den Wettbewerbt ins Haus? Wir werden sehen.
Have Fun.
Spezi
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9 Sep |
Feather-Hair-Extensions im Fliegenfischerladen in Deutschland gefunden! Nun ist es passiert. Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Ich glaub es nicht, nun bietet auch ein deutscher Fliegenfischerversand für bis zu 20.- Euronen diese Feather-Hair-Extensions an. Schnell noch mit auf diesen Zug aufspringen und die nicht benötigten Federn aus der Ecke holen, sorry, aber ich finde es nicht gut, Raffgier aller Orten. OK, freie Marktwirtschaft denkt da mancher, und nichts ist ja schwieriger, als an das Geld anderer Leute zu kommen. Überlebenskampf aller Orten?
Und das machen Fliegenfischershops in den USA zum Teil ja auch, sofern sie noch Ware haben. Im Mutterland des amerikanischen Pioniers des Fliegenfischens, Theodore Gorden, im Shop von den Dettes in Roscoe (“Dette Trout Flies”), Catskills, kosten die Sättel inzwischen 150.- und 350.- Dollar, kann man per Internet im Shop kaufen. Es ist doch der Wahnsinn. Und jetzt das.
Gestern stand hier noch Extensions, heute heißt es Haarverlängerungen aus Federn! Und morgen wieder Bindematerial, der ganze Sattel dann für 39,50 € bestehend aus über 250 Federn und hier heute für 5-8 Stck. Federn für 20,00€, eben ein Sonderangebot, ja das ist eben Mode, und danach ab ins Outlet-Center.
Ich habe Freunde, bei denen wird’s langsam lichter auf dem Kopf, für die wären doch solche Haarverlängerungen eine prima Sache, oder habe ich da was falsch verstanden, ist das alles nur unser täglicher Wahnsinn?
Ein etwas angesäuerter Spezi
Aber was ist mein Motto: “Have Fun”. Also bitte.. Lebbe geht weiter.
PS.: Soeben fand ich noch in einem US-Girly-Blog die Meinung, dass diese Extensions langsam out sind. Ich glaub noch nicht dran, aber trotzdem, Land in Sicht, Freunde der Fliege… :-
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8 Aug |
Feather-Extensions: Fliegenbinder und Fliegenfischer vor dem Notstand? Wo sind die schönen langen Hechelfedern? Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Sind gute Whiting-Sättel in den USA nicht mehr zu bekommen zu normalen Preisen? Unmöglich?
Lest selbst von diesem Goldrausch unserer Tage!
Seit etwa März dieses Jahres bekomme ich nun keine Werbemails meines Hechel- und Sattelbalglieferanten aus den USA mehr, die sich auf neue eingestellte Feder-Ware beziehen.
Er kauft wohl nichts Neues mehr, ist sicher pleite, war mein erster Gedanke, aber auf Nachfrage teilte er mir damals mit, dass es momentan kaum neue Whiting-Sättel, und hier besonders die Grizzly-Sättel, mehr im Handel gäbe. Warum nur? Hatte Thomas Whiting seine Zucht aufgegeben, war die Vogelgrippe oder eine Seuche über seiner Hatchery ausgebrochen oder was war los? Dann nach einigem recherchieren kam die Erklärung.
Ein neur Trend war ausgebrochen, ausgehend vom Norden der USA. Nahezu alle langen Federn und Sattelbälge von Whiting, Miner, Metz und anderen wurden anderweitig verwendet als zum Fliegenbinden und der gesamte Markt in den Fliegenfischerläden wurde aufgekauft. Von wem? Eine Industrie-Einkäuferin kaufte die gesammte Wand mit Bälgen in einem großen Shop für 10.000.- Dollar mit einem Schlag. Das Geschäft der Saison für beide, Händler und Einkäufer.
Die Industrie für Haarschmuck hatte einen neuen Trend erfunden und die Federn wurden nun zum oftmals zehnfachen Preis verkauft. Als sog. “Feather-Extensions”, “Feather-Heads” oder auch “Hair-Cocktails” wird nun dieser Hahnenfeder-Haarschmuck verkauft. Diese Strähnchen aus bis zu 40 cm langen Hechelfedern mit Schmuckrumpffedern oder Lederstreifchen garniert werden ins Haar gesteckt, geklippst oder geflochen, es gibt sie mehrfarbig oder naturfarben, eben so wie die Sattelbälge uns bekannt sind. Helle Farben werden, abgestimmt auf Blondienen, bevorzugt und sind entsprechend teuer. Ein Extensions aus Federn kann bis zu 50.- Dollar kosten, bestehend aus ca. 12-18 Federn und Beiwerk. Und ein guter Silber-Sattel für die Herstellung kostet dann schon mal bis zu 600.- Dollar, 200-300.- Dollar ist völlig normal. Welcher Fliegenbinder ist bereit, dass zu berappen?
Und Thomas Whiting verkauft an den, der am meisten zahlt. Der Markt, und hiermit die Nachfrage, bestimmt den Preis.
Angeblich hat ein deutscher Textilhändler für die nächsten 1-2 Jahre alles für Europa bestimmte eingekauft. Ich mags nicht glauben, aber wollen wir mal die Catwalks dieser Modewelt im Auge behalten.
In den USA gibt es natürlich Webseiten, nur für diese “Feather-Extensions” ( www.finefeatherheads.com.)
In Deutschland sind diese Art Extensions noch nicht bekannt, lediglich findet man so genannte
“Hairaisers“ ( www.amazon.de
).
Oder hier:
Http://www.youtube.com
Jennifer Love Hewitt, Selena Gomez und andere Stars waren (wieder mal) die Vorreiter für diesen neuen Trend.
Und wenn ihr schon auf den Hund gekommen seid, auch die werden in USA mit sog.”Puppylocks feather fur extensions“ an den Ohren und darunter aufgehübscht.
Kommt der Trend auch zu uns? Ich glaube nicht. In zwei bis drei Jahren kannst du wieder preiswert kaufen. Wetten?
Ich habe nun aber vorsorglich mein Lager gesichtet und die Bälge und Federn gezählt. HURRA, ich kann mir ein neues Auto kaufen. Und wer will, dem binde ich gerne ein paar Extensions, ich habe alle Farben und Längen da. Anfragen willkommen. Und ich verwende nur Whiting oder Miner, keinen Federschund wie vielfach angeboten. Auch alte, überlagerte Hoffmann-Bälge werden nun verkauft für hunderte von Dollars, diese Federn brechen sicher nach der ersten oder zweiten Haarwäsche!
Sehr schöner Cree-Sattel in Top-Qualität mit mind. 4 Farben und klarer Abgrenzung des schwarzen Y.
Herzlichst Euer
SPEZI
PS: Ich mach mich jetzt ans Binden dieser Dinger, vielleicht zeige ich mal meine neuen Hairfliegen.
Nachtrag v. 16.08.11: Bei Ebay wurden aktuell je 900,00 Dollar für Grizzly-Sätttel gezahlt. Wahnsinn, vor einen halben Jahr noch 55,00 Dollar /Stck.
Nachtrag v. 25.08.11: Neuer Höchstpreis am 22.08.2011: 1250.- Dollar Grizzly-Sattel
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8 Jun |
Die Fliegen zum Wolfsbarschfischen. Allgemein, Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Wolfsbarschfliegen, eine kleine Einführung.
Die Fliegen für den Wolfsbarsch sind weitestgehend die gleichen wie für alle räuberisch lebenden Meeresfische, können also auch für Dorsch und Meerforelle und natürlich tropische Raubfische verwendet werden.
Es gibt es eine Unzahl von Fliegen die sich eignen, also alles, was einem Beutefischchen, den Garnelen oder Krebsen ähnelt.
Besonders hervorheben möchte ich: Leftys Deceiver, den Clouser Deep Water Minnow, alle Arten von Sandaalfliegen wie die Surf Candy, Gartsides Sandeel (mit CCG) oder Krebs (Crab)-Fliegen, sowie alle Arten von Krabbenimitationen (Shrimp-Flies), einschl. der Pattegriesen! Auch die kleineren Hakengrößen der Tarpon-Roach Flies werden verwendet.
Natürlich kommt es auf die Anbieteweise an, welche Fliege ich vorzugsweise wie fische, z. Bsp. den Clouser an der Trocken- oder Intemediate- Schnur, den Deceiver zusätzlich an der Sinkschnur usw..
Die Farbe der Fliege hängt hierbei ab von der Sichtigkeit des Wassers und der Tageszeit bzw. den Lichtverhältnissen wie bewölkt, nebelig oder klarem Wetter. Ich fische hellere Muster wenn die Sonne nicht so hoch am Himmel steht (Morgens und Abends) und dunklere Fliegen um die Mittagszeit bei hohem Sonnenstand.
Dieses Rezept beruht auf der Sichtbarkeit der Fliege im Wasser gegen das Licht bzw. den Himmel gesehen. Denn eine helle Fliege zerfließt gegen das Licht gesehen im Wasser und der Barsch sieht die Fliege nicht so gut, und der Beuteinstinkt wird nicht ausgelöst zu zuschlagen, eine etwas dunklere Fliege zeichnet sich dagegen besser ab, wird gesehen und attackiert.
Farben sind z.B. gelb-weiß für den Morgen und Abend, blau-weiß am Vormittag, schwarz-weiß oder olive-weiß am Mittag und weiß-chartreuse in tiefer Dämmerung und Nachts. Also je heller das Wetter, umso stärker der Kontrast.
Die Farben wie rot-weiß oder weiß-orange sind gute Reizfarben, besonders im Sommer und Herbst. Auch weiß-pink ist einen Versuch wert. Den Deceiver binde ich auch gerne mit sog. splayed wings, also die Schwanzfedern gespreizt, paarweise mit der Krümmung zueinander. Dieses bewirkt einen zusätzlichen Reiz, da sich die Federn beim Zug schließen und wieder öffnen, wie ein Frosch beim Schwimmen. Normaleweise bindet man den Deceiver mit der Krümmung nach innen, wie gefaltete Hände.
Hier einige Beispiele:
Weitere Muster folgen.
Tight Lines
Spezi
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5 Apr |
Fellstücke für Lachsfliegen-Schwingen färben. Allgemein, Fliegenfischen
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Nachdem ich mich vor einiger Zeit etwas mit den neuen skandinavischen Lachsfliegenmustern aus Polarfuchs und anderen Fellschwingen ( Sill, Frödin, Norling und Co. ) beschäftigt hatte, mußte ich feststellen, dass der einschlägige Handel meist nur die Standardfarben anbietet. Wer nicht die Spezialläden in Skandinavien oder England kennt, bekommt nur selten dieses Material in passenden Farben, es sei denn, er kennt einen Bindeprofi, der selber färbt. Als ich Yves Dreux kennenlernte, zeigte er mir damals seine selbst gefärbten Felle, das hat mich sehr interessiert.
Nun suchte ich im letzten Jahr vergeblich nach der Farbe Ginger (Ingwer), Grünolive, Grünbraun , Fluogelb, Fluoorange oder dem original Mörumorange. Auch Sunburst Yellow oder Feurigbraun und Feurigrot waren nicht zu finden, ganz zu schweigen von Orange mit Fluogelb gemischt oder Fluoorange mit Gelb. Green Highlander und die Standardfarben waren leichter zu bekommen.
Da ich ja bereits etwas Erfahrung im Färben von Federn und Fellen sammeln konnte, habe ich mir die Originalfelle und mehrere Fuchsschwänze schicken lassen, wunderbare Qualitäten. Diese habe ich dann mehrmals geteilt und passend eingefärbt. Als Farbe kam diesmal nur Veniard’s Acid-Dyes in Frage, die ich mir in England bestellt habe. Da für die Fliegen von Ulf Sill auch oft die gleiche Hechelfarbe wie die Schwingenfarbe notwendig ist, habe ich mir einige weiße junge Phönixhähne besorgt, die nicht im letzten November zur Schau sollten. Die Bälge, teils noch mit Chickabou-Flaum, habe ich im Ganzen entsprechend mitgefärbt.
Nachstehend nun meine für das Lachsfliegenbinden eingefärbten Felle und Farben:
Stücke der Originalschwanzteile:
Die Farbe Golden-Olive:
Die Farbe Braun-Olive:
Die Farbe Fierry Brown:

Diverse Fellteile und Federn, der linke Spey-Sattel war vorher grau, jetzt ist es ein schönes dunkelbraun geworden.
Die Farbe Fierry Red:
Fluo Orange:
Die Farbe Ginger, intensiv gefärbt:
Sunburst Yellow:
Alle gefärbten Felle und Federn habe ich in Zipptüten verpackt und im großen Karton gelagert.
Demnächst werde ich noch einiges in Blau und Schwarz färben.
Alle diese Färbefarben sind gut im Handel zu bekommen, so z.B. für Jaquard Farben in Deutschland: http://www.patchworkshop.de, für Veniard-Farben in England: http://www.theessentialfly.com/
Alle für die Lachsfliegen notwendigen, gefärbten und naturfarbenen Felle bekommt ihr in England bei FOXY TAILS, dann könnt ihr euch das alles hier sparen. Aber die Freude, die das Färben macht, ist unbezahlbar, es macht echt süchtig
Tight Lines
Spezi
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3 Apr |
CLEAR CURE GOO als Epoxy-Ersatz beim Fliegenbinden. Allgemein, Fliegenfischen
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Seit ca. einem Jahr binde ich nun meine Streamerköpfchen mit Clear Cure Goo, einem unter UV-Licht sehr schnell aushärtendem flexiblen Kunstharz. Es ist seit dieser Zeit nun auch in Europa erhältlich.
Es ist ein für mich überzeugender Ersatz für alle Arten von 2-Komponenten Harzen oder Flüssigkeiten (Softex), egal ob sie in 1 Minute oder bis zu 24 Stunden aushärten. Denn CCG schafft das in 10-12 Sekunden! So können wir wesentlich schneller arbeiten, brauchen keinen Epoxy-Trockner zum Drehen und es vergilbt nicht, außerdem ist die Geruchsbelästigung beim UV-Härten sehr gering im Vergleicht zu Epoxy. Es hat eigentlich nur Vorteile, aber einen gewaltigen Nachteil, es ist “schweineteuer”.
In den USA ist CCG seit ca. 2006 auf dem Markt, es ist vergleichbar zun Produkt TUFFLEYE, welches bei uns schon seit ca. 2 Jahren verwendet wird. Auch LOON UV CURE ist als Alternative im Handel.
CCG kommt in mehreren Viskositäten, in DÜNN, DICK, FLEXIBLE und seit kurzem auch in nicht klebrig. Denn ein kleiner Nachteil war bisher, dass das Material nach dem Aushärten klebt und mit Alkohol abgerieben und anschließend mit schnelltrocknendem Lack überstrichen werden muß. Eigentlich überhaubt kein Problem, dafür eignet sich Hard Head, Hard as Hull oder auch einfacher klarer Nagellack. Ich bestreiche jedoch auch das nicht klebende Flexible nachher etwas mit Lack oder dem Tack Free Brush, da es wenn es frisch ist doch noch klebt, jedoch erheblich weniger. Bisher wurde CCG in Spritzen abgefüllt, nun gibt es CCG auch in Fläschchen mit Pinsel im Deckel, sehr einfach und bequem. Etwas Übung gehört schon dazu, aber man hat wirklich alle Zeit der Welt, da es nicht wie Epoxy schnell aushärtet wie bei z.B. 5 Min. Epoxy, außerdem gibt es keine angerührten Reste bzw. Abfall wenn man zu viel anrührt. Dieses gleicht den recht hohen Preis etwas aus. Es lässt sich schnell in mehreren Schichten aufbauen und man kann alles damit machen, was irgendwie ein Köpfchen, Rückenpanzer, flexible Verstärkungen usw. braucht.
Ich bevorzuge das dünne Material, egal ob Spritze oder Bürste (Flasche), sehr hilfreich sind bei der Spritze die sep. zu bestellenden Spitzen, sog. kurved Tips.
Die Verarbeitung ist in einem Beiblatt in Englisch gut erläutert, ich empfehle euch auch auf YOUTUBE die diversen Videos anzuschauen. Die Vielfalt der Anwendungen sind nahezu grenzenlos, besonders für Salzwasser-Fiegenfischer.
Ich zähle mal auf: Köpfe von Streamern, Körperüberzüge bei Flash-, Lurex- oder Mylar und E-Z-Body-Fliegen, flexible Fliegen in 3-D Form, Körperversteifungen bei Flashfliegen, Rückenschilde bei Nymphen, Garnelen, Flohkrebsen, Tintenfischkörper, Wobbelschaufeln (Schlinge), Löffelfliegen (Spoons), Versiegelungen bei Schnüren und Vorfächern usw..
Zu erhalten ist CCG in Europa bei www.flytyingboutique.com und www.hiflyshop.com. Baitfishfibre erhalte ihr bei Marios Fliegendose unter www.marios-fliegendose.de . Ein Super-Material.
Gut Zwirn und viel Erfolg.
Spezi
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3 Apr |
Fellschwingen für -Moderne Lachsfliegen- Allgemein, Fliegenfischen
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“Moderne Lachsfliegen“
Will man heute “Moderne Lachsfliegen” binden, hat man einiges zu Lernen!
Was bitte ist Tanucki, Finn Racoon oder Templedgog, was ist Cashmere Goat, Nayat Hair, Coypu- und Fox Fur oder Foxy Tail? Was bitte unterscheidet Finn Raccoon von Raccoon Dog oder unterscheiden sie sich gar nicht?
Ok, also der Reihe nach: Tanucki ist Japanisch und heißt Marderhund, Finn Raccoon ist der russische oder chinesische Waschbär, Templedog ist eine Namenkreation von Hakan Norling und heißt wieder Marderhund bzw. /evtl. einfach Hundeschwanz (China??). Cashmere Goat ist das Fell der Cashmirziege, Nayat Hair ist das Fell der kaukasischen jungen Bergziegen aus den Höhenlagen des Kaukasus. Coypu ist Nutria und Foxy Hair oder -Tail kommt vom Polarfuchs. Hier unterscheidet man dann noch weißen Polarfuchs, Shadowfuchs und Silber- und Blaufuchs. Auch unser roter Reinecke-Fuchs gehört für mich dazu. Dann noch der Schwanz des Koyoten…usw. alles ist im Handel zu bekommen, einiges jedoch nur in Naturfarben. Also färben!
Und da wären wir bei dem nächsten Thema. FÄRBEN. schon wieder neue Worte, die uns da um die Ohren geflogen kommen. SUNBURST YELLOW, FAIRY RED, FAIRY BROWN,OLIVE-BROWN, BRIGT YELLOW, GOLDEN YELLOW, HIGHLANDER GREEN, BRIGHT ORANGE, FLUO ORANGE, CHARTREUSE und noch viele andere gemischte Farben. Ach ja, Phatagorva, welche Farbe ist dass? Oder ein Eigennahme eine bekannten Lachsfliege?
Um das ganze hier abzukürzen, kauft euch die Videos -MAKE EM SWIM- von Mikael Frödin und von Ulf Sill -LEBENDE LACHSFLIEGEN-. Hier wird alles sehr ausführlich erklärt, auch was eine Scheiss-Fliege bzw. Beiss-Flugan- ist.
Demnächst berichte ich euch mit ein paar Fotos von meinen Färbeabenteuern mit diversen Fellen zu diesen Fliegen.
Bis denne, Tight Lines
Spezi
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25 Okt |
Wolfsbarschfischen auf Jersey und Guernsey Fliegenfischen
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Wieder einmal auf den Kanalinseln.
Seit unserer Reise nach Jersey im Jahr 2005 sind wir von den britischen Kanalinseln begeistert. So sind wir dieses Jahr wieder mit viel Sehnsucht und Vorfreude im Gepäck via Hannover nach Guernsey geflogen und haben uns für eine Woche im Hotel eingenistet. Guernsey ist die zweitgrößte der englischen Kanalinseln. Wie auch Jersey, Herm, Shark und Alderney ist es eine Insel mit einer selten Schönheit, teils unberührter Landschaft mit malerischen Buchten, Stränden und auch Landstraßen (Green Lanes = besseren Feldwegen) und idyllischen Dörfern und Stadtteilen der Großstadt St. Peter Port. Die Tier- und Pflanzenwelt ist reich, hier macht sich der Einfluss des Golfstromes bemerkbar, das Klima ist überwiegend sehr mild und angenehm. Die Seefischerei ist hier seit je her immer schon sehr Artenreich und es werden immer wieder neue Englische Rekorde aufgestellt. Malerische Buchten, Strände, Kliffs, Buhnen und Hafenanlagen laden zum Fischen ein, die Hochseefischerei mit Kuttern und privaten Guides ist vorhanden. Lokale Guides fürs Spinn- und sogar Fliegenfischen führen den Angler ans Ziel. Oder auf eigene Faust, aber das ist ein äußert schwieriges Unterfangen, denn wie fischt man wann, wo, mit was, bei welchem Wasserstand, Flut, Ebbe, ablaufendes oder steigendes Wasser, bei High Tide oder kurz davor oder danach, am Tag oder bei Nacht usw. usw. Und das alles bei einer Tide von bis zu 11m bei Springflut, im Mittel bei 8-9 m. Da ist das Wasser auf einmal weg, wenn du mal eben für 5-6 Std. mit deiner Frau schoppen und essen warst und Abends noch ein bisschen Fischen willst! Die Fischerei auf Wolfsbarsch ist ein Thema für sich, da habe ich bisher nur reichlich Lehrgeld bezahlt, aber die Barsche hier zu finden und erfolgreich an zu fischen ist sehr schwierig, obwohl es mit unserer Fischerei auf Meerforellen schon etwas zu vergleichen ist.
Aber zu wissen wo sie sind ist m. E. ausschlaggebend, sonst ist und bleibt alles nur Zufall. Hier hilft ein örtlicher Guide weiter. Ich will euch erst einmal Appetit auf die Inseln und die Fischerei machen, später mehr zum Fischen und zu den Fliegen. Hier einige Fotos in 2 Gallerien, klickt euch durch:
Guernsey
JerseyNa, Appetit bekommen? Demnächst mehr davon hier.
TL Spezi
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25 Okt |
Herbstzeit=Hechtzeit oder “Der Bann ist gebrochen” Fliegenfischen
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Streamerfischen im Herbst.
Endlich haben wir wieder die ersten schönen rauheren Herbsttage zum Hechtfischen, das Laub strahlt in goldenen Farben und beginnt von den Bäumen zu fallen, die ersten kleineren Stürme fegen in Böen durchs Land, alles untrügliche Zeichen für den Spätherbst und für mich beginnt die schöne Hechtzeit. Zugegeben, einige Freunde sind schon seit Wochen unterwegs, aber ich warte, bis sich der Trubel auf den Jahresstellplätzen auf naheliegenden Campingplätzen gelegt hat und es heißt: Allgemeines Abcampen. Dann kehrt Ruhe an vielen Gewässern ein und man kann sich ganz aufs Fischen konzentrieren.

Und gleich beim ersten Mal hatte ich Glück, ein schöner kleiner Hecht von 60 cm packte meinen neuen Streamer.
Ein zweiter konnte sich nach kurzem Kampf befreien.
Der 60er Küchenhecht ging mit für die Küche, rein in den Bräter, schön auf Lauch, Perlzwiebeln und Möhren gebettet, dazu einen Schuß meines eigenen 2009er Weißweines. Einfach lecker!
Ein schöner Beginn meiner Raubfischsaison.
Viel Erfolg im Herbst und dabei:
“At all times- Tight Lines”
Spezi
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13 Aug |
Die Fliegen der ‘DUTCH FLY FAIR’, eine kleine Auswahl. Fliegenfischen
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Hier einige Fliegen der Fliegenbinder der Dutch Fly Fair – “Meister” 2010.
IRLAND:
USA:
Holland:
Italien:
Frankreich:
Das wars, nur einige von fast 200 Fotos. Wer seine Fliegen nicht findet, sorry.
Dann bitte melden, ich nehme sie das nächste mal mit rein.
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Spezi
Nachtrag 26.09.2011:
Die Dutch FlyFair 2012 findet vom 19-20 May 2012 wieder statt!
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8 Aug |
Jigfly-Streamer für Barsch und Zander Fliegenfischen
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Von den Spinn- und Gummifischern habe ich mir einige Anleihen genommen und dies als Fliegenbinder für meine Art zu Fischen umgesetzt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das ist erst einmal dabei herausgekommen.
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Spezi
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8 Aug |
Hecht-, Zander- und Barschfliegen mit schwerem Kopf. Fliegenfischen
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Streamer- Fliegen mit Kopf aus 2-K-Repair Stick, oder “Ein Köpfchen mit Köpfchen”.
Ich gebe zu, meine Idee mit einem schweren Kopf ist beileibe nicht neu, aber ich denke, die Verwendung von Sanitär Reparaturkitt in 2 Komponentenform ist wohl neu. Dieses Material wird zur Notreparatur im Bereich Metall, Sanitär und Heizung oder Bootsbau verwendet, ist auch auf nassem Untergrung anzuwenden und gar nicht mal teuer. Im Fachhandel so um die 8-10 Euro die Stange Kitt. Und es reicht für viele Fliegen. Es hat mal ein Material zum Modellieren von Nymphenkörpern gegeben, sich aber wohl nicht durchgesetzt.
Die 2 Komponenten der Kitt-Rolle werden miteinander durch Verkneten vermischt und sind dann für ca. 15-20 Minuten in beliebige Formen gebracht verarbeitbar. Anschließend kann nach ca. 12 Stunden Trocknungszeit das Material geschliffen, gebohrt und gesägt werden, ist wasser- und säurefest, bemalbar und haftet auf nahezu allen Untergründen. Es ist schon für sich recht schwer (Kunstharz mit keramischem Füllstoff), ich reichere es oft zusätzlich mit Bleistaub/-Raspel an und knete es dann mit ein. Dann rolle ich aus kleinen Stückchen etwa gleicher Größe je eine Kugel und lege sie von unten auf den Hakenschenkel, drücke sie hoch und über dem Haken zusammen und modelliere die Rohform des Kopfes nach. Anfangs etwas schwierig, aber Übung zahlt sich aus. Es wird ja später noch geschliffen.
Bitte dabei unbedingt Einmalhandschuhe tragen und diese evtl. etwas nass machen, dann kleben die Handschuhe nicht so am Material. Spalten und Öffnungen direkt am Hakenschenkel fülle ich mit Sekundenkleber aus, damit die Masse fest am Haken haftet. Vorher lege ich eine Grundwicklung mit dickem Bindefaden darunter. Auch hierauf kann bereits etwas Kleber gegeben werden bevor der Kitt darüberkommt. Nun über Nacht durchhärten lassen.
Nach Trocknung modelliere ich mit Hilfe eines Billig-Dremels und Schmirgelpapier den Kopf nach.
Anschließend wird die Fliege konventionel von hinten nach vorne gebunden, ganz nach Wunsch. Materialien mit viel Eigenleben, wie Marabou, Strauß, Sattelfedern, Fell/Zonker, Gummifransen und ähnlichem sind ideal, Flash und Tinsel nicht vergessen. Ein “Röckchen” (Skirt) aus Gummifransen mit Marabou oder Strauß als sog. Skirted-Jigfly gebunden spielt bei Zugstopps oder wenn die Fliege absinkt spektakulär, oder auch wenn sie auf dem Boden aufsetzt. Das reizt Barsch, Zander und Hecht zusätzlich.
Den Kopf verschönere ich mit Klebeaugen, Sparkle Body fülle ich auch wenn nötig in die kleinen Spalten zwischen Hechel und Kopfende, um die angewickelten Materialenden zu überdecken. Danach evtl. mit Filzstiften wie Letraset-Promarker-Stiften etwas nachcolorieren und dann zum Schutz mit Soft Body oder Epoxy einen dünnen Überzug herstellen.
Wer beim Fischen häufig nur Anfasser hat und keinen so recht verhaften kann, sollte mit Hilfe eines über den Haken aufgefädelten Stinger-Haken im Fliegenhakenbogen Abhilfe schaffen. Evtl. den Wiederhaken des Fliegenhaken andrücken falls das Öhr nicht drüberpasst. Der verantwortungsvolle Fischer hat diesen ohnehin schon vorher beseitigt.
Ganz so wie ein Streamer mit schweren Tungstenaugen oder Snap Heads oder Streamerheads aus Tungsten und den anderen angesagten Fertigköpfen in Koppen- und Fischkopfform werden sie gefischt. Aber die sind halt von der Stange. Werfen ist natürlich in größeren Schlaufen angeraten, Hut und Brille bitte aufsetzen und besser gleich den Streamer mit der Strömung ausspielen und dann entsprechend in die Buhnen, Rinnen und Löcher führen!! Einsatzbereiche gibt es viele, nicht nur im Fluß oder Strom, sondern auch im See, Talsperre und Meer.
Und nun einige davon binden und runter zu den ganz Dicken, denn warum sollten nicht auch wir mal an einen Waller geraten, getreu dem Motto -Yes we Can-
“Gut Zwirn” beim Binden, Have Fun ..
Spezi
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3 Aug |
DUTCH FLY FAIR 2010, the World of Fly Fishing Fliegenfischen
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Eine kleine Nachlese vom 29.-30. Mai 2010 in Zwolle-Kampen an der Drontermeerdijk.
Nach einigen Jahren der Abwesenheit bin ich dieses Jahr mal wieder zur Fly Fair nach Holland gefahren und war natürlich voller Erwartung. Einige “Flytyers of the World” der bisher erschienenen Bücher I-III waren dabei, ihnen galt mein Hauptaugenmerk, ich wurde absolut nicht enttäuscht. Vor allem Chuck Furimsky, Alice Conba, Johan Klingberg, Fabio Federighi, Gianluca Nocentini, Wim Alpenaar, Leon Links, Hans van Klinken, Herman Broers und andere zeigten ihr absolutes Können.
Es war schon fantastisch, was die insgesamt 69 Fliegenbinder aus Holland, den USA, Irland, England, Schweden, Norwegen, Finnland, Island, Belgien, Frankreich, Italien, Bulgarien, Deutschland usw. drauf haben. Wahre Könnerschaft, und das alles absolut kollegial und offen vermittelt ohne Geheimniskrämerei.
In mehreren Zelten war alles gut organisiert aufgereiht, ein großes Zelt mit den Bindern, ein kommerzielles Zelt mit allem nur erdenklichen Bindematerial und anderem so begehrtem “Zeugs” einschl. Reiseangeboten, ein kleines Zelt der EFFA mit Prüfungen, Wurfvorführungen und Casting-Clinik direkt an der Iyssel und natürlich noch einige andere Zelte und Pavillons für diverse Veranstaltungen, antiquarisches, historisches, Second Hand usw. , und natürlich war auch ausreichend für das leibliche Wohl gesorgt, diese holländischen Fritten sind einfach unschlagbar
Nachstehend einige Impressionen:
Ich hoffe, wir sehen uns dann auf der nächsten Fair!
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Spezi
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10 Mai |
Mein mobiler Bindeplatz: Zum Nachbauen einige Angaben. Fliegenfischen
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Da ich vermehrt Anfragen zum Nachbauen meines Bindetabletts bekomme, habe ich hier einige Angaben zum Artikel eingestellt.
Bevor ich etwas Neues baue, egal ob Rute, Zubehör oder auch neue Fliegenkreationen, mache ich mir einige Zeichnungen und Skizzen. Das bringt mein Beruf so mit sich und es ist mir auch nach langer Zeit immer hilfreich mich daran zu erinnern oder etwas weiter zu entwickeln. Daher habe ich von meinen ersten Planungsskizzen Fotos gemacht und füge sie hier bei.
Als Baumaterial habe ich nur Massivholz benutzt, Eiche, Buche und ein leichtes tropisches Holz aus Resten eines Tischlers für die „Seitenflügel“. Es kann aber auch eben so gut aus Schichtholz oder Tischlerplatte gemacht werden, evtl. Restholzstücke vom Baumarkt.
Als Maschinen kamen zum Einsatz: Tischkreissäge, Bohrständer, Oberfräse (Ausfräsungen, Ränder-Fasungen), als Zubehör Foster- Holzfräsbohrer, allg. Holzbohrer für kleinere Löcher D=4-12mm, Holzdübel, Leim, Schrauben, Holz- oder Bootslack, Schmirgelpapier etc..
Holz kann man sich beim Tischler oder im Baumarkt auch zuschneiden lassen, ich habe bei meinem Tischler die bis zu 5 cm dicken Eichen- und Buchenbohlen mit einem Hobel abrichten lassen auf ca. 2-3 cm, dann in kleinere Streifen geschnitten, gegenläufig verleimt mit wasserfestem Holzkleber und dann nochmals zugeschnitten und bearbeitet (Anfasen der Kanten, Ausfräsungen mit der Oberfräse etc. .)
Vor die große Platte habe ich einen dickeren Holzstreifen gesetzt, um die tieferen Ausfräsungen machen zu können. Wenn man keinen Holzfuß zur Aufnahme der Stange des Bindestockes bauen willt, kann man auch die Tischklemme an einem links oder rechts (je nach Händigkeit) angebrachten höher abgesetzten Holzsteg befestigen oder einen normalen Standfuß auf die Platte stellen, evtl. in eine entsprechend große Ausfräsung. Letztlich alles viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt.
Hier zuerst einige Bilder des Eintrags vom 27.06.2009:
Die Arbeitsschritte im Einzelnen:
- Holzplatte ca. 52×42 cm herstellen, evtl. mit kleinen Ausfräsungen für Haken und anderen Kleinkram.
- Hintere Stege fertigen einschl. Bohrungen für Bobbins und Messingstangen für Bindegarne, dann auf die Grundplatte von unten schrauben (vorbohren) oder mit Holzdübeln und Kleber befestigen.Hinterer Steg: 52 x 11,5 x 2,3 cm, davor Steg mit 52 x 7 x 2,5-3 cm Dicke.
- Seitenflugel aussägen, Löcher bohren nach Wunsch (alle Bohrungen anfasen), evtl. alles vorher auf Pappe aufzeichnen, Maße: Flügel hinten 14,3 cm breit, vorne 5,5 cm Durchmesser halbrund, Länge 60 cm, Dicke 1,3-1,5 cm
- Stege unter den Flügeln herstellen, mit Griffloch zum Tragen wie ein Tablett aussägen, Abstand ok Platte bis UK Flügel 3 cm, liegt auf dem hinteren Mittelteil.
- Stege mit Platte befestigen (Kleben oder Dübeln), Flügel mittig auf die Stege aufleimen.
- Lackieren mit verdünntem Klarlack. Trocknen lassen.
- Alles nachschleifen, nochmals mit normalem Lack lackieren.
- Messing-Röhrchen einsetzen in passende Löcher (4mm?), Löcher nicht anfasen.
- Unter die Platte rutschfeste Filzgleiter kleben um Tische etc. zu schützen.
- Endkontrolle. Endlich fertig!!
Erste Skizzen :
Man kann diese Tying-Desks natürlich auch kaufen, z.B. in den USA oder auch bei GoFishing in Odense. Kosten 200-350 Euro im Schnitt. Sind auch sehr schöne Teile. Aber eben nicht selbst gemacht. Ich bin kein Tischler, der hat sicher wesentlich bessere Maschinen und know how, aber ich habe mir gesagt, einfach loslegen. Wird schon werden. Sonst ist euch bestimmt ein Tischler behilflich.
Mit allem Tüddelkram vollgesteckt wiegt dieses Tablett schon was, aber man hat eben alles dabei wenn‘s auf die Terrasse oder ins andere Zimmer geht.
It’s always fun,
Spezi



















































































































































