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20 Apr |
Sendung aus den USA verschollen Allgemein, Fliegenfischen
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Hat jemand eventuell meinen Brief mit meiner Bestellung “abgegriffen”?
Da habe ich doch, wie schon so oft in den USA, etwas zum Fliegenbinden bestellt und immer kam hier alles nach einigen wenigen Wochen wohlbehalten an. Doch seit inzwischen über 10 Wochen ist meine letze Bestellung noch nicht eingetroffen. Und das weit vor dem Eyjafjalla-Vulkanausbruch. Versendet wurde es als Großbrief mit USPS via first class Air Mail, also absoluter Niedrigstandard wie ich inzwischen gelernt habe, und nicht als Einschreiben, somit nicht versichert und angeblich auch in den USA nicht nach verfolgbar. Alle Nachfragen in den USA beim Versender, bei der DPD in Frankfurt, bei der Postnachsuchstelle in Marburg und beim Zoll waren und blieben bisher negativ. Von allen die Auskunft: Sendung bzw. Brief nicht nach verfolgbar.
Fakt ist: Versendet am 05.02.2010 in Sussex, NJ, USA, Tracking # beginnt mit LC, also als normale Post mit USPS in den USA versendet und daher nach Auskunft der hiesigen Post nicht nach verfolgbar in und von Deutschland aus. Also bisher gilt es für mich als verschollen. Was kann man tun? Ich glaube nur warten und hoffen und evtl. nie wieder als Versandmethode den normalen Postweg aus den USA nehmen .
No fun!
Spezi
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7 Mrz |
Pattegriesen Dubbing selbst herstellen. Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Tolles Dubbing für Shrimpmuster vom Huskymischling.
Da gehe ich vor einigen Tagen spazieren und treffe zufällig auf meinen Arbeitskollegen, der noch schnell ein paar Einkäufe erledigen will. Und wie immer hat er seinen Hund mit dabei, einen schneeweißen (wenn gebadet!) Huskymischling. Wann kämmst du den das nächste mal aus, war meine erste Frage und die in die Tat umgesetzte Antwort lag dann Montags bei mir auf dem Schreibtisch. Eine Tüte randvoll mit ausgekämmter Unterwolle, fast weiß mit kleinen und größeren Härchen, ideal für mein Vorhaben. Nun brauchte ich ja nicht mehr den Schäferhunden nachzuschauen und überlegen, wie ich Herrchen oder Frauchen am besten beibringe, dass ich etwas Wolle vom Bauch ihres(r) Liebsten hätte
, für meine Schäferreje (einfache Shrimpfliege).
Nach einem ausgiebigen Reinigungsbad in warmem Wasser mit etwas Perwoll drin hatte ich ein schneeweißes, transluzentes Rohmaterial zum Herstellen von Fliegenbindedubbing für meine Shrimpmuster. Und jetzt hatte es auch eindeutig einen frischeren Duft!!
Im Wasserbad waren diese Flusen fast durchsichtig, jetzt nur noch trocknen und mit anderen Zusatzfasern und diversem Glitzermaterial in der alten Kaffeebohnenmühle vermischen.
Man könnte doch auch die Fasern färben, gesagt, getan. Natürlich in Farbe salmon für meine Pattegriesen. Und das Ergebnis ist einfach phantastisch, ich war selbst überrascht, denn Fellfasern hatte ich bisher noch nicht gefärbt. In eine Socke vom Nylonstrumpf meiner Frau eingefüllt und zugeknotet habe ich sie im Wasserbad gefärbt und anschliesend wie meine Bälge ausgewaschen und getrocknet.
In der Kaffemühle habe ich dieses weiße Dubbing mit Ice Dubbing fl. Shell Pink und/oder mit Ice Dubbing UV Perl(alles von Flyfishing Europe) und etwas gelbem und natur Seal (von SWISS CDC) gemischt. Das Seal ist ideal zum Vermischen mit der Unterwolle geeignet und bringt einen zusätzlichen natürlichen Glanz ins Dubbing.
Mit etwas UV-Ice in Pink wird es auch sehr schön mit pinkem Unterton für weiße Muster.
Noch ein Tipp: Das Dubbing beim Binden locker verdrallen und nachher immer gut auskämmen, das erhöht die Durchsichtigkeit der Fliege und läßt sie wesentlich natürlicher erscheinen im Wasser.
Also, Bürsten und Hundekämme bereitgehalten und los gehts, auf dass kein Hund mehr vor euch sicher sei.
Have fun,
Spezi
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15 Jan |
Hahnenbälge und Federn färben mit Säurefarben (Acid-Dyes) Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Wenn die Pattegrisen-Speybälge in der begehrten Farbe Salmon ausverkauft sind, dann….
…muß man eben andere Federn (Reiher, Fasan, Sattelbälge), Hühner-Bälge, Fell und sogar Wolle sowie Dubbings in hellen Farben (am besten weiß) selbst einfärben. Will man darüber hinaus auch in traditionelle Farben für spezielle alte Muster (z.B. Irische Mayflies, alte Schmuck-Lachsfliegen) einfärben, muß man sich zu helfen wissen. Das ist auch nicht weiter schwierig, denn es gibt sehr gute Säure-Färbemittel zu kaufen und das Färben selbst ist recht einfach.
Säure Färbemittel, sog. Acid-Dyes, sind speziell für das Einfärben von Naturmaterialien wie Wolle, Federn, Felle und Seide geeignet. Der Handel bietet Farben von Jacquard (USA) www.jacquardproducts.com oder auch Fa. Veniard (England) z. B. www.veniard.com und www.theessentialfly.com.
In Deutschland liefert www.patchworkshop.de die Jacquard-Farben, nur dieser Shop hat die Farbe “Salmon”. Die gibt es nicht bei Veniard! Veniard-Farben liefern alle FF-Shops, die auch die Veniard-Fliegenbindeprodukte führen bzw. sie können diese besorgen.
Der Färbevorgang geht wie folgt: Hellere Farbtöne sollten etwa 0,5 Gewichts-% Färbepulver haben, bezogen auf das trockene Material des zu färbenden Stoffes etc., mittlere Töne etwa 1 Gewichts-% Pulver, Dunkle Töne etwa 2 % . Schwarz bis 5%.
Wenn also 500 g trockene Federn oder ein Balg in einen mittleren Ton gefärbt werden sollen, ist 1% von 500 g = ca. 5 g Pulver . Abwiegen mit Briefwaage oder Grain-Grammwaage eines Jägers (Wiederlader) oder Feinstwaage. Es entspricht etwa 2 gehäuften TL.
Färbevorgang:
1. Zu färbendes Material in 30-40°C warmem Wasser mit etwas Spülmittel (1 TL) und evtl. Zusatz von einem Spritzer Perwoll (oder mit Synthrapol oder Venpol als Zugabe) gut wässern, leicht auswaschen/entfetten und für einige Minuten bis 30 Minuten einwirken lassen. Wassergeflügel-Federn/Bälge brauchen länger als andere Federn wegen dem höheren Fettgehalt. Es sollte sauber und fettfrei sein. Anschliesend gut mit klarem Wasser in einer Schüssel und evtl. fliesendem Wasser ausspülen, auswaschen und abtropfen lassen, evtl. leicht ausdrücken.
2. Nach Färbeangabe abgewogenes Farbpulver in etwas kochendem Wasser (aus dem Wasserkocher) auflösen und gut umrühren. In einen Topf/Gefäß 1 l Wasser geben, zur Farbfixierung ca. 1/4 Teelöffel (TL) kristalline Zitronensäure oder 1 Esslöffel Essig oder 1 TL Essigessenz 25% dem Färbebad zugeben, immer auf 1 l. gerechnet. Nun beides (Färbelösung und Färbebad) zusammenmischen und gut verrühren.
3. Nun das vorgewässerte Färbegut zufügen und auf dem Herd langsam bis knapp zum Siedepunkt erwärmen, anfangs öfter vorsichtig umrühren. Da Färbefarben oft aus 3 Komponenten bestehen, werden die einzelnen Farbanteile erst nach und nach aufgenommen, also nicht zu früh entnehmen, lieber erst schwach einfärben mit weniger Pulver. Nach etwa 3-4 Minuten ist schon viel Farbe aufgenommen worden, nach max. 30-40 Minuten haben die Fasern das Färbemittel meist komplett aufgenommen. Bei richtiger Dosierung wird das Wasser sehr hell, fast wasserklar. Nun wieder abkühlen lassen, große schnelle Temperatursprünge vermeiden. Ganz dunkle Farben wie schwarz ggf. sehr lange oder sogar über Nacht einwirken lassen.
4. Die fertig gefärbten Materialien sehr gut ausspülen, 2-3 mal mit 30-40°C warmem Wasser, mittels Sieb oder Durchschlag (Frittiersieb). Man kann auch mit etwas Synthrapol oder Venpol als Zugabe zum Spülwasser ausspülen, um mit diesen Spezial-Detergenzien restliche Färbepartikel zu entfernen und auszuwaschen. Ich habe es jedoch ohne diese Mittel immer gut hinbekommen.
5. Anschliesend gut trocknen mit Küchen-Krepppapier und Haarföhn, immer gegen die Wuchsrichtung beim Balg oder Fell blasen. Nicht zu heiß, immer gut bewegen und schütteln beim Föhnen. Einzelnes bereits trockenes Material evtl. später über heißem Dampf (Bälge, goße Federn) wieder dämpfen und in Form streichen. Gelbe und rot-orange Töne sind gut zu färben, ebenso Grün. Olive- und dunfarbige Töne sind etwas schwieriger in der genau gewünschten Nuance zu erzielen.
Wichtiger Hinweis:
Bitte alle Arbeiten mit Gummi-Schutzhandschuhen durchführen!! Hautkontakt und Spritzer vermeiden, Pulvergefäß über nasser Zeitung oder Wischvlies öffnen und abfüllen, Spritzer und Pulver gleich mit feuchtem Tuch aufwischen. Sorgfältig arbeiten. Alles gut zurechtlegen.
Alle erforderlichen Gerätschaften kann man sich aus der Küche besorgen, sofern es nicht wieder gebraucht wird, oder vom Flohmarkt. Alte ineinander passende Metalltöpfe u. Gefäße sowie Backformen aus Alu etc. sind gut. Am besten im Wasserbad färben, dann hat man die Sache besser unter Kontrolle und kann bei Bedarf das Färbebad herausnehmen und evtl. die Sache überprüfen zwecks Temperatur oder Intensität der Farbe. Daran denken, das später die trockene Feder heller wird, bei Naßfliegen dunkler bleibt. Die Federn gegen das Licht halten und beurteilen. Einzelne Federchen am Kiel mit Zwirnsfaden zusammenbinden zum Färben, loses Dubbing etc. in alten Nylonstrumpf einfüllen und locker einknoten. Die Farbe geht durch. Notfalls nachfärben in einem 2. oder 3. Gang mit Zusatz von etwas mehr Färbelösung und Säure. Erst einmal ist weniger mehr, Nachfärben geht immer. Besser mit einem schwächeren Färbebad beginnen.
Wer also nach einem weiteren Betätigungsfeld im Fliegenbinden sucht, und spezielle Farben braucht, hat es gefunden, es macht richtig süchtig nach immer mehr Färben und selbst lange dahinschmorende Federn und Bälge werden topp aktuell. Weißes Kaninchenfell in salmon oder shell-pink Pattegrisen einfärben ist supertoll und variant-beige, badger und weiße 3.Wahl-Sättel ergeben extrem fängige Streamer- und Lachsfedern.

Sehr schöner gefärbter grau-creme-farbener Variant Speybalg in Salmon 607 gefärbt, pastell-heller Farbton
Viel Erfolg und Freude beim Färben,
have fun
Spezi
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17 Dez |
Pattegriesen OHNE Speyhechel binden. Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Gerade jetzt in der Bindesaison geht dem Meerforellenfliegen-Bindevolk die so wichtige Feder für die Pattegriesen bzw. Öland-Spey-Fliege aus. Wohl dem, der sich rechtzeitig eingedeckt hat.
Wer sich aber bis jetzt nicht mit Spey-Hecheln oder sogar Bälgen versorgt hat, muß entweder (wenn er Glück hat) richtig tief in die Tasche greifen oder sich nach anderweitigem Federersatz umsehen. Alle Whiting-Spey-Capes sind weltweit in der passenden Farbe salmon bzw. shrimp-orange so gut wie ausverkauft. Nur einzelne Restbälge, echte “Raritäten” , manche für bis zu 150 Dollar das Stück, sind noch da. Andere in violett, schwarz, grün und evtl. rot sind in den USA noch zu bekommen.
Da die Whiting-Spey-Bälge erst im Sommer (Juni-Juli) oder gar erst Spätsommer (September) nächsten Jahres wieder bei Whiting erhältlich sein werden, und momentan nur noch vereinzelte bei GoFishing erhältliche Bälge über kurz oder lang ausverkauft sein werden (wie bereits bei Rudi Heger), sucht der Bindefreak und Pattegriesen-Purist verzweifelt nach Ersatz.
So habe ich einige meiner cremefarbigen Variant-Spey-Bälge in die Farbe salmon eingefärbt und tolle Ergebnisse erzielt. Wer diese Möglichkeit nicht hat (vielleicht hat Achim Stahl in Kiel noch welche?), wird Pink oder orange-gefärbte Schlappenfedern, langfaseriges Dubbing und lange Haargrannen vom Fuchs/Polarfuchs, Langfaserige Dubbing-Sparckle-Brushes (NGD) oder Spey-Gänsefedern sowie Amerikan-Hackle-Bälge verwenden müssen. Und natürlich CDC-Federn in Super Select. Einige Händler haben wohl inzwischen Sattelhechel-Bälge (Chin.) in salmon oder orange eingefärbt und bieten diese als Ersatz an.
Aber was ich auf dem Weihnachtsmarkt in einer Wollecke gefunden habe, ist ein echter Knaller. Das Knäuel für 4,85 Euro in weiß habe ich sofort gekauft und zu Hause mit Acid-Dyes in Salmon-Orange eingefärbt.
Eine Pattegriesen habe ich dann sofort gebunden, also ganz ohne Spey-Federn entsprechend meiner Bindeanleitung in einem anderen Artikel. Wer’s nicht weiss, erkennt keinen Unterschied, die feinen Fiebern sind noch weicher und beweglicher als die Hecheln von Hahnen-Speybalg, sie sind etwa mit der Hennenhechel vergleichbar. Wie sie sich nach längerem Fischen verhalten und ob sie zum Verfilzen neigen, wird sich zeigen. Ich finde, es ist einen Versuch wert. Den Trutten ist es sicher völlig egal.
Also ab in den Wolleshop und zuschlagen
Und am Schluß ein ganz heißer Tipp: Seidenhühner vom Züchter, in weiß!! Und dann färben.
Tight Lines und
Have Fun
Spezi
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4 Nov |
Fliegenfischen mit kleinen Streamern auf Hecht Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Mit kleinen DNA-Streamern auf Hecht und andere Räuber.
Warum mit kleinen Streamern?
Nun, einigen oder vielleicht sogar vielen Fliegenfischern die jetzt auf Hechtpirsch gehen, begegnet dieser Tage bei ihren gefangenen und entnommenen Hechten das Phänomen, keine oder nur kleine und kleinste Fischchen im Magen der Hechte zu finden. Zum einen liegt es bestimmt daran, dass immer noch die Kleinfischschwärme ein willkommenes Freßchen darstellen, zum anderen evtl. weil keine größeren da sind? Ein richtig guter Hecht gibt sich doch nicht über Wochen nur mit Kleinfisch ab, denke ich. Und das nicht nur im Herbst, sondern auch bis in den Winter. Da gibt’s doch fettere Beute, oder nicht bzw. nicht mehr?
Was treibt einen 90 cm Hecht dazu, 20 und mehr kleine Fische von 5 bis max. 8 cm Länge in Massen zu fressen? Alle Stadien der Verdauung sind zu finden, aufgereiht in Magen und Darm wie in einer Wurst dicht hintereinander gepackt und gestapelt. Brassen, Güstern, Barsche, Kaulbarsche, Plötzen etc., eben alles was der Baggersee und Großteich noch so an Freßbarem hergibt.
Der Grund ist für mich klar: Es gibt Undank der Kormorane weitestgehend nur noch Brutfisch in den Vereinsgewässern, abgesehen von einigen richtig großen alten Elterntieren, die sich auch geschickt verstecken und im Frühjahr und Sommer wieder für Nachwuchs sorgen.
Diese Erfahrungen, auch im letzten Jahr, haben mich nun bewogen, kleine passende Streamer von 6 bis 8 cm Länge zu binden. Denn ich hatte keinen nennenswerten Erfolg auf große Streamer, auch wenn ich sie in die Nähe raubender Hechte geworfen habe. Diese standen dicht unter den Schwärmen der Kleinfische und raubten laut klatschend ihre Beute. Erst mit dem Wechsel auf kleinere Streamer kam der Erfolg. So war es auch bei befreundeten Spinnfischern, nur die kleineren Z-Spinner und Blinker brachten noch Erfolge.
Ich habe deshalb mit dem neuen DNA-Material einige kleine Streamer gebunden, die in das Beuteschema passen sollten. Ich finde, sie sehen ein wenig heringsartig aus und können auch für die Meerforellen-Fischerei zur Zeit des Heringszuges an der Küste verwendet werden.
Benötigte Materialien:
| Haken: |
Streamerhaken Tiemco 811 S oder Mustad S 71S SS, oder Boilie-Haken Black Nickel |
| Haken: |
# 2-6 |
| Schwanz: |
DNA-Holofusion (optional) |
| Bindefaden: |
Dyneema 140 oder Gudebrod D white oder Monofil |
| Unterkörper: |
DNA-Holofusion oder ähnlich |
| Oberkörper |
DNA-Holofusion, DNA-Frosty Fish Fiber oder ähnlich |
| Zusätzliches Material: |
E-Z-Shape, Epoxy 1 Min. , Epoxy 2 K-Lack, Pantone-Letraset-Filzschreiber |
| Augen: |
3D-Eyes 5 -8 mm, oder Folienaugen selbstklebend |
| Fliegenart: | Streamer |
| Erscheinungsjahr: | ca. 2006 |
| Nachweis/Quelle: | Internet |
| Gebunden von: | selbst |
| Schwierigkeitsgrad: | schon schwerer |
| Zielfische: | Hecht, Zander, Rapfen,Meerforelle, Wolfsbarsch |
| Fliegennahme: | Ähnlich dem DNA- Baitfish nach Austen Goldsmith |
Also, wir können die Kormoranplage sicherlich auch mittelfristig nicht wirklich ändern, aber ändern oder ergänzen sollten wir vielleicht unsere Streamer-Strategien zum Fliegenfischen auf Esox & Co.
Und nun viel Erfolg und gut Zwirn.
Tight Lines
Spezi
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24 Okt |
Fliegen-Streamer auf Drop Shot Haken Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Die Erfolge der Dropshot-Angelei auf Raubfische, und hier vor allem auf Barsche und Zander, haben mich auf diese Art der Spinnfischerei mit Plastik-Spezialködern und Bodenblei aufmerksam gemacht. Da diese Köder mit den Spezialhaken, die mich sehr an die Upside-Down- oder Keelhaken erinnern, selten zu Grundhängern führen, sind die Haken sicherlich auch gut für das grundnahe Fliegenfischen zu verwenden. Nun bin ich endlich dazu gekommen, einige Streamer zu binden, hatte ich es doch bereits letzten Herbst geplant.
Also habe ich mich mit diversen Hakentypen (Sänger IronClaw #3/0, Gamakatsu #1 und4/0) eingedeckt und einige Streamer mit meinen neuen, für diese Bindesaison gekauften DNA-Materialien, gebunden.
Verwendete Materialien: DNA Holo-Fusion und DNA Frosty Fish-Fiber in polar, dark olive, sky blue, pink, E-Z Shape Sparkle Body in pearl, E-Z-Body Large in pearl, 3-D-Augen, Orvis Rattles, Bindegarn Ultra Threat, 1 Min. Epoxy, Letraset-Filzschreiber.
Die Streamer mit EZ-Body-Schlauch auf dem Hakenschenkel haben eine kleine Glasrassel im Körper. Hierdurch machen sie nicht nur Lärm sondern sinken auch bei etwas Strömung gut ab mit optimalem Schwerpunkt. Sie sind auch weitestgehend Hänger frei zu fischen.
Die schlanken Fischchenstreamer habe ich kleinen Brutfischen nachempfunden, man könnte sie sicher mit einer ähnlichen Montage wie beim Dropshot-Angeln fischen (sehr schwere Fliege anstelle Bodenblei).
Das Dropshot-Angeln ist m. E. dem Szech-Nymphing-System ähnlich, nur dass man beim Dropshotten den Köder zeitweise mit kleinen Rucken und Zittern in kleinen Intervallen heran kurbelt und auch mit der Strömung “rollen” lässt, beim Szech-Nymphing jedoch nur mit der Strömung mitgeht, aber auch hier Schnur und Vorfach dabei kontrolliert und gestreckt führt. Also einfach mal ausprobieren, warum nicht?
Und nun schnell einige Streamer gebunden und ab ans Wasser zum Hänger freien Fliegenfischen mit Drop Shot-Fliegen.
Viel Spaß,
Spezi
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8 Okt |
Fliegenfischen: Gedanken zu Veranstaltungen und Messen im Herbst Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Getreu nach Goethes Motto “Wer nicht neugierig ist erfährt nichts“ heißt es wieder passend zur Herbstsaison: Schauen, Staunen, Prüfen und Testen, denn diverse Veranstaltungen, Jahresmeetings, Messen und Händlerevents werfen ihre Schatten voraus.
Beworben werden sie in Zeitschriften und diversen und mit passender Werbung versehenen Emails. Und wer da nicht auf den Geschmack kommt, dem ist nicht zu helfen. Oder er (sie) hat wirlich noch besseres zu tun in seiner Freizeit, nämlich fischen zu gehen auf Meerforelle, Hecht und Co…
Was ist also en vogue zur Zeit und demnächst im Handel? Was wird günstig abverkauft wegen Modellwechseln oder Änderung der Lieferanten im kommenden Jahr? Es stellen sich mir da immer wieder viele Fragen, und nicht zu vergessen: Was gibts zu Essen und zu Trinken, was wird geboten
?
Ich denke aber auch, auf diesen Events sollte man nicht alles unreflektiert und ohne Prüfung über sich ergehen lassen. Es ist eine gute Chance für uns, sich über Stärken und auch Schwächen ein Bild zu machen und hieraus auch durchaus Konsequenzen zu ziehen. Fragen wie: Gibt es eine kompetente Beratung während der Messe (und später im Geschäft?), ist die Beratung wirklich fundiert, sind angepriesene Neuigkeiten wirlich da und die Waren aus dem Katalog wirklich verfügbar und kurzfristig lieferbar, ist Lieferfähigkeit beim vertretenen Produkt auch nach etwas längerer Zeit noch gegeben?
Also, schauen wir uns die Events an, auch die Profis und Experten, denn ihre Instruktionen und Demonstationen, verbunden mit oft guter kompetenter Beratung, das sind ihre Kompetenzen, daran sollten wir sie auch messen dürfen.
Holen wir uns nun die Infos die wir brauchen direkt vor Ort, und bei allem bitte nicht vergessen:
Have fun,
Spezi
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28 Sep |
Shrimp-Flies mit CDC- und Spey-Federn Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Für die herbstliche Meerforellenfischerei habe ich mir noch einige Fliegen in kleineren Hakengrößen (#6-10) und in natürlichen Farben gebunden. Es sollten Fliegen sein, die als Bindeweise die Spey-Fliege bzw. Pattegriesen als Basis haben. Leider sind die Original Whiting Speybälge nur noch in sehr begrenzter Zahl verfügbar, in Salmon-Orange sind es inzwischen Raritäten. Und Spey-Fur ist hierfür m. E. nicht geeignet. So bin ich mit meinen Bälgen eher etwas geizig und suchte nach einem Ausweg.
Da außerdem die kleineren Speyhechel-Federn der Hahnen-Bälge für kleinere Hakengrößen nur begrenzt vorhanden und Sattelbalg-Spey-Federn erst recht zu groß sind, habe ich ein ähnlich weiches, zartes Material für mich wiederentdeckt. Hatte ich doch schon vor vielen Jahren Garnelenfliegen mit CDC gebunden, habe ich diese Federchen nun mit der Speyhechel kombiniert. Ich verwende die Speyhechel nur noch für die längeren Fiebern am Kopfbereich, also die erste eingebundene Hechel, die CDC-Feder binde ich in der Schlaufentechnik (oder split threat) als Beinchen ein. Und das Ergebnis überzeugt mich total. Ich wollte hierfür wirklich gute CDCs mit langen Fiebern haben, es waren aber in vielen Tütchen diverser Hersteller immer nur einige wenige große drin.
Nach einiger Suche bin ich dann auf die Firma SWISSCDC gestoßen und bin begeistert.
Spey-Cape Variant mit SWISSCDC und fertigen Fliegen
Die CDC-Federn dieser Firma sind hierfür ideal, ist doch die Qualität, Farbe und Ergiebigkeit hervorragend. Ich nehme übrigens die Qualität Ultra Select XL oder Super Select. Es sind große und sehr große Federn mit langen Fiebergrannen, ideal zur Imitation der Beinchen. Ich verwende immer nur eine Seite einer Feder für eine Fliege um eine möglichst große Transluzenz der Fliege zu gewährleisten, so reicht eine Tüte für viele Fliegen. Wer Interesse hat: Händlernachweise unter www.swisscdc.com.
Die Bindeweise der Shrimp-Fliege ist die selbe wie für die Spey-Fliege oder Pattegriesen, wie auf diesen Seiten weiter unten beschrieben. Für den Rücken habe ich diesmal eine neue transparente Folie von Wapsi Produkts verwendet, sie heißt Thin Skin.
CDC-Spey’s mit grauem CDC
Die Pattegriesen habe ich mit CDC Standard in Rosa-Lila gebunden.
Viel Spass beim Nachbinden.
Have Fun
Spezi
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4 Sep |
Fliegenbinde-Saison 2009/10 beginnt jetzt! Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Rechtzeitig zur neuen Saison sollte man bereits jetzt seine Einkäufe planen, dann sind die meisten Artikel vorrätig bzw. man steht ganz oben auf der Bestellliste der Händler. Und auf den diversen Herbstmessen der Händler ist schnell am Tag alles weg oder gar nicht erst vorrätig!
Da bei mir die Binde-Zeit etwa in die Monate ab Oktober und November fällt, habe ich mich jetzt bereits mit einigen fehlenden, neuen und interessanten Bindematerialien eingedeckt.
So kann ich schon an den ersten verregneten Herbsttagen diese Sachen ausprobieren und neue Muster binden, bevor ich dann im Winter in größere Serien gehe. Oder ich kann noch schnell einige neue Muster für die herbstliche Fischerei auf Meerforellen und Hechte binden.
So habe ich mir neue CDC-Federn und tolles Dubbing von SwissCDC besorgt, außerdem neue Whiting-Bälge, und -Sättel, EP-TPI-Kunstfasern für Trockenfliegen und DNA-Holo-Fusion für Hecht-Streamer.
Davon demnächst mehr an dieser Stelle.
Have Fun, Spezi
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2 Sep |
Krebse essen beim Spezi, eine Delikatesse Allgemein, Fliegenfischen
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Am Freitag hat mein Co-Autor Spezi uns zum leckeren Krebse essen eingeladen. Ich selbst kenne ja Muscheln, Krabben, Garnelen und sonstige Meeresfrüchte (da war dann bestimmt auch Krebsfleisch mit drin), nur eben so richtig bewußt habe ich Krebsfleisch bisher noch nicht gegessen. Um so größer war die Erwartungshaltung.
Aber es gab nicht nur Krebse, sondern auch etwas für den, dem die Krebse nicht schmecken. So war der Tisch reichlich gedeckt, mit Salat, Baguette, Käseplatte und als weiteres i-Tüpfelchen selbstgemachte Hecht-Frikadellen. Diese Frikadellen waren ebenfalls sehr lecker und man mußte sich zügeln, sich nicht daran satt zu essen.
Die Krebse sahen aus wie kleine Hummer und man mußte puhlen, um ans Fleisch ranzukommen. Man kann nicht den kompletten Krebs essen, sondern nur das Fleisch in den Scheren und aus dem Schwanz. Und wie schmeckt es nun? Ich muß sagen, dass ich angenehm überrascht war. Es schmeckte richtig lecker, das Krebsfleisch war fest und hatte eine weisse Farbe. Gegessen habe ich das Fleisch mit verschieden Soßen und auch “pur”. Das Schöne an dieser Art des Essens war auch die Tatsache, dass man in geselliger Runde zusammensitzt und man sich gut dabei unterhält. Es hatte etwas von Fondue essen, bei dem man sich ja auch viel Zeit läßt.
Es war also ein sehr gelungener Abend, und es waren nicht die letzten Krebse, die ich gegessen habe. Natürlich darf der Nachtisch nicht vergessen werden. Es gab ein leckeres Eis.
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27 Mrz |
Die Bindeweise meiner Wobbelfly Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Die Wobbelfly, eine Art “Fly-Rapala” des Fliegenfischers.
Diese Fliege ist ein hakenschlagender, ruckweise ausbrechender Süss- und Salzwasserstreamer für Hechte, Rapfen, Forellen, Wolfsbarsche und alles, was Raubfisch heißt.
Bindeweise in Anlehnung an die Fliegen von Martie van den Brand.
Seit vielen Jahren experimentiere ich mit diversen Bindeweisen- und Techniken, um einen universellen und dabei noch akzeptablen Wobbel-Streamer herzustellen, der sich aufreizend und wobbelnd im Wasser bewegt und ein flüchtendes, krankes, oder verletztes Fischchen darstellt. Noch gut konnte ich mich an den so erfolgreichen Rapala-Wobbler erinnern, so etwas als Fliege, dass war es.
So hatten meine ersten Bindeversuche vor ca. 15 Jahren mit den durch Bob Popovics bekannt gewordenen PopLip-Flies noch Silikonschaufeln oder -Tüten, diese Streamer waren aber allesamt recht schwer und klobig, aber im Wasser kamen sie meinen Vorstellungen einer Wobbelfliege schon recht nahe.
Wenn man sich die Gestaltung der Lippen meiner damaligen Streamer ansieht, ähneln diese doch schon sehr der Form des heutigen Magic Head von Petitjean. Wie gesagt, nichts ist wirklich neu.

Als ich dann zum Großangriff auf die Hechte mit meinen schwimmenden Schaumstoff- “Offshore-Flies” mit eingeklebter Plastiklippe blies, war von der Idee her ein weiterer Schritt getan. Nur wie lies sich am besten die Schaufel, ohne diese im oder am Körper einkleben zu müssen, auf dem Hakenschenkel befestigen?
Hechtstreamer mit Wobbelschaufel
Eine gute Lösung hierfür fand dann der Holländer Martie van den Brand wie auch der Amerikaner Greg Saunders mit den Flylipps. Wie Greg fertigt auch Martie seine Schaufellippe mit einem Steg an, welchen er auf den Hakenschenkel legt und dort festbindet, einfach und genial. Zusätzlich bohrt er in die Schaufel mit heißer Nadel ein kleines Loch, um die Schaufellippe auf den Hakenschaft aufziehen zu können, so ist sie zusätzlich unverrutschbar fixiert. Die Schaufeln wurden bei ihm anfangs aus den klaren Kunststoff-Abdeckkappen von Haargeels, Festigern und Shampos hergestellt. So mache ich es heute noch, obwohl es diese inzwischen auch zu kaufen gibt. Ich habe nach meinen Vorstellungen ähnliche Schaufel-Lippen entworfen.
Diverse Schaufeln
“Klebchen” auf Abdeckkappe zum Ausschneiden
Wobbelschaufeln und Schaumstoffteile
Die Wahl der Schaufelgröße ist abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit des Gewässers und der Einholgeschwindigkeit der Fliege, d.h. starke Strömung und sehr schnelles Einholen der Schnur kleine Schaufel, für schwächere oder keine Strömung sowie langsame Führung der Fliege größere Schaufeln.
Benötigte Materialien:
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Haken: |
Streamerhaken Tiemco 9394, Mustad S 74S SS, #6-6/0 |
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Schaufel: |
Kunststofflippe aus Abdeckkappe |
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Schwanz: |
Farbe weiss, Gudebrod G |
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Schwanz / Tag: |
Polarfiber weiss/oliv/chartreuse |
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Unterkörper: |
Schaumstoffplatte weiß aus Kreativ-Markt oder Polycylon |
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Oberkörper |
Schaumstoffplatte (weiß/chartreuse/gelb/rot/ oliv/blau) aus Kreativ-Markt oder Polycylon |
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Überzug: |
E-Z-Shape, Shape-it von R.M., zusätzlich Epoxy 2 K-Lack |
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Augen: |
3D-Eyes / Folienaugen selbstklebend, optional nach Wunsch |
Bindeanleitung:
1. Haken etwa am Ende des ersten Drittels des Schenkels mittels Zange (und Schraubstock) um ca. 10° -15° nach unten biegen, ein nur kurzes Erwärmen mittels Feuerzeug erleichtert dieses. Öhr und Hakenbogen müssen dabei in einer Flucht bleiben. Durch das Biegen des Hakens wird der Schwerpunkt nach hinten unten in den Bogen verlagert und dieses soll später das Verdrehen der Fliege beim Fischen verhindern. Die Wobbelschaufel durch das Loch in der Schaufel auf den Haken aufschieben, den konvexen Teil voran. Die Schaufel ganz zum Öhr führen, dahinter den Bindefaden festlegen, den Steg der Schaufel umbiegen und mit dem Faden fest einbinden und gut lackieren (Nagellack oder Sekundenkleber). Die Flucht des Hakens und der Schaufel nochmals prüfen und ggf. korrigieren. Die Schaufel sollte ca. 2mm hinter dem Hakenöhr beginnen, also Öhr freihalten.
2. Bindefaden zum Hakenbogen führen und hier die Schwanzmaterialien einbinden (evtl. 2 verschiedenfarbige Kunststoffstränge), ich verwende hierfür gern Polyfiber, da diese sehr gut spielt, und noch etwas Flash an beiden Seiten einbinden.
3. Die vorbereiteten Polycelon-Streifen aus Plattenmaterial für Ober- und Unterkörper einbinden und nun einzeln Segment für Segment ein- und festbinden, erst den Unter- und dann den Oberkörper, dieses in größer werdenden Abständen nach vorne zum Öhr so ausführen, dass eine gut sichbare Abstufung erfolgt, hinten ganz eng, vorne weit auseinander. Bei jedem oder jedem zweiten Bindeschritt den Schenkel und die Innenseiten mit Kleber oder Lack einstreichen, damit sich später nichts verdrehen kann.
4. Am Öhr und der Schaufel angekommen wird der Bindefaden gesichert und abgebunden, die überstehenden Schaumstoffenden abgeschnitten und der Whip-Finish mit Lack oder Sekundenkleber gesichert.
Die Wobbelfliege ist nun eigentlich fertig, es sei denn, sie soll noch verschönert und gegen die Zähne der Räuber gesichert werden.
5. Ich bestreiche nun die Fliege mit einem dickflüssigen Kunststoffmaterial mit Namen E-Z-Shape Sparkle Body, ein super Material für alle Arten von Fliegen die noch einen Überzug erhalten sollen, z. B. Sandaalfliegen, Wigglecandys, Clouserflies und für andere Köpfe von Streamern. Das Shape kann ruhig etwas dicker und satter aufgetragen werden, dadurch kann man die Silouette der Fliege etwas korrigieren, z.B. zum Schwänzchen einen besseren Übergang schaffen. Das Material schrumpft beim Trocknen noch erheblich ein. In das noch feuchte Shape setze ich die Augen ein. Nach dem Trocknen (über Nacht) kann man alles noch etwas nach collorieren bei Bedarf. Als Kiemen werden knallrote Wangenstriche auf jeder Seite aufgemalt. Anschließend bestreiche ich alles zwecks besserer Haltbarkeit mit einer dünnen Schicht 2K-Lack und lasse die Fliege 2-3 Stunden im Epoxy-Trockner drehen damit sich der Lack gleichmäßig verteilt.
Ein Probelauf in der Badewanne oder später am Wasser zeigt, ob der Streamer richtig läuft. Das ist für mich immer der spannendste Augenblick und wenns klappt eine Belohnung für die Mühe.
Wie man sieht, ist die Wobbelfly nun wesentlich schlanker geworden nach dem Trocknen. Ein Teil des blauen “Oberkörpers” scheint durch. Das ist auch so gewollt. Nur mit Perl-Weiss bestrichen hätten wir einen blau-perl glitzernden Körper, sehr gut bei der Nachbildung kleiner Heringe für Meerforellen.
Natürlich kann man den Streamer auch ohne das Schwänzchen binden. Diese ist dann angesagt, wenn die Räuber nur zaghaft und kurz beißen. Es verändert das Laufverhalten jedoch erheblich, und man sollte dann kleinere Schaufeln verwenden.
Wobbelflies mit und ohne Schwanz, ohne E-Z-Spape
Sollte die Fliege nicht richtig laufen, feilt man die Kunststoff-Schaufel noch etwas zurecht, dadurch kann man sie oft noch „retten“ und sie läuft besser.
Noch einige Hinweise:
Besonders diese Fliegenart muss mit einem offenen Schlaufenknoten angebunden werden, damit sie sich frei bewegen kann. Sonst “schwänzelt” sie wesentlich geringer. Ruckweise eingeholt verführt und reizt die Fliege mit ihren seitlichen Ausbrüchen die Räuber, bei kontinuierlicher Einholung , z. B. Hand über Hand, wobbelt sie durchs Wasser und man spürt dieses sehr deutlich in der Schnur. Die Schnurspitze/Vorfach sollte sinkend oder Intermediate sein, oder gleich eine leicht sinkende Schnur, damit die Fliege unter die Oberfläche gezogen wird. Auch am sinkenden- oder intermediate-Spiro kann sie gut gefischt werden. Ich mache es aber nur, wenn sehr starker Wind herrscht oder man weit werfen muss um die Fische zu erreichen.
Hier noch einige Fliegen, Hechtfliege in # 6/0 und kleinere Fliegen in # 1:
Nun viel Spaß und Geduld beim Nachbinden und schöne Erfolge damit beim Fischen.
Tight Lines
Spezi
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Fliegenart: |
Streamer |
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Erscheinungsjahr: |
ca. 2003 |
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Original von: |
Martie van den Brand |
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Nachweis/Quelle: |
Internet |
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Gebunden von: |
Spezi |
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Schwierigkeitsgrad: |
schon schwerer |
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Zielfische: |
Rapfen, Hecht, Forelle, Wolfsbarsch
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26 Nov |
Geheimnisse der Meerforellen Teil 3 und 4 Fliegenfischen
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Geheimnisse der Meerforellen Teil 3 und Teil 4.
Wie bereits in meinem Artikel von der GFF 2008 als Vorschau angekündigt, sind nun die neuen Filme im Handel erhältlich. Vor einigen Wochen hatte ich sie bei Springforelle (www.springforelle.de) vorbestellt, nun sind die Teile 3 und 4 der DVD-Filmserie “Geheimnisse der Meerforellen” von Niels Vestergaard eingetroffen.
Teil 3 erzählt in tollen Bildern und Unterwasseraufnahmen vom Spinnfischen auf Meerforellen im Frühjahr. Thomas Hansen führt uns auf seinen Angeltouren an spezielle Plätze, gibt viele Tipps, die das ganze Jahr über gültig sind. Schaut euch den Film an, ihr habt 1 Stunde und 18 Minuten Filmmaterial und 5 Minuten Bonusfilm Zeit dazu. Ein toller, packender Film.
In Teil 4 aus der Serie der Wide Open Filmreihe erzählt uns der erfahrene Fliegenfischer Claus Eriksen alles über Angelplätze, Strategie, Techniken und Tipps im Frühjahr, wieder ergänzt durch faszinierende Unterwasseraufnahmen und Luftbilder. Dieser Film ist ebenfalls 1 Stunde und 18 Minuten lang, zusätzlich erhält er 35 Extraminuten Bonusmaterial über die Fliegen des Films und wie sie gebunden werden, auch die Bindeweise der Pattegrisen und der neuen Tobiasfischchen-Imitation “Flatwing Sandeel” werden u.a. gezeigt. Wirklich sehenswert und eine gute Ergänzung zu den bereits erschienenen Filmen.
Ich habe mir beide Filme bereits mehrfach angesehen und bin wieder total begeistert, man möchte sofort die Sachen packen und ‘gen Norden fahren.
Noch eine schöne Zeit am winterlichen Wasser,
Tight lines
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13 Nov |
Die Wobbelfly, eine Erfolgsfliege Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Die Wobbelfly, eines meiner Erfolgsmuster
Lange habe ich überlegt, ob ich sie hier vorstellen soll. Denn diese Fliegenart bewegt sich für viele Fliegenfischer und besonders die Puristen an der Grenze des Akzeptierbaren. Ist es eine Fliege bzw. genauer gesagt ein Streamer oder ein Wobbler?
In den USA werden Fliegen bereits seit vielen Jahren mit Tauchschaufeln gebunden, z.B. mit Flylips (Flylipps.com) von Greg Saunders, Bob Popovics wurde mit seinen Silikonfliegen mit Tauchschaufel aus Wolle (zur Statik) und Silikon bekannt und berühmt (PopLip-Flies). Larry Dahlberg mit seinem Dahlberg-Diver mittels Rehhaar-„Höhenruder“ im Körper ist eine ähnliche Variante um die Fliege zum Tauchen zu bringen.
Und seit Marc Petitjean mit seinem Magic Head, passender DVD und entspr. Fliegen am Markt ist, wurde es auch in Europa allgemein hoffähig, damit zu fischen. Gemeinsan haben diese Fliegen das sog. Wobbeln, sie taumeln und schlängeln durchs Wasser und brechen je nach Führungsart auch seitwärts aus. Diese Bewegungen täuschen hervorragend ein verletztes Fischchen dar und reizen den Räuber zum Zupacken.
Zur Geschichte des hier vorgestellten Wobbel-Streamers:
Die Bindeweise der Fliege wurde in ihrer Grundform vom Holländer Martie van den Brand entwickelt. Er war es einfach leid, beim Fliegenfischen mit Streamern im Ostvoornschen Meer (als es noch erlaubt war) gegen die Fraktion der Wobblerfischer meist den Kürzeren zu ziehen, sprich weniger erfolgreich zu sein. Und diese hervorragende Fliege war nach langen Versuchen und Field-Tests der Durchbruch für ihn, sie hat sich dort nicht nur auf die großen Regenbogen, sondern auch auf Rapfen im Fluss bewährt. Seine Tauchschaufel wurden inzwischen patentiert und ist im Handel erhältlich.
Ich habe diese Fliege für mich etwas variiert, und da damals noch keine Tauchschaufeln erhältlich waren, wurden sie aus den klaren Kunststoff-Abdeckkappen von Geels, Haarfestigern und Shampos hergestellt. Und so mache ich es noch heute.
Handelt es sich denn nun um einen Streamer oder um einen Wobbler? Ich habe da für mich eine klare Definition und Grenze gezogen. Alles was man mit einer Fliegenschnur und –Rute werfen kann, und wo nicht der Köder die Schnur zieht, sondern die Schnur den Köder vorwärts bewegt, ist für mich Fliegenfischen bzw. ist es eine Fliege. Fertig, so einfach mache ich es mir. Über den richtigen Einsatzbereich der Wobbelfly gibt es für mich klare Grenzen, in einen gepflegten Forellenbach oder Forellensee gehört sie nicht. Am großen Fluß und Strom, im Hechtsee sowie in der Ostsee auf Meerforellen ist bei mir ihr Einsatzgebiet. Die Grenzen muss jeder für sich erkennen und danach handeln. Und ich benutze sie oft nur, wenn nichts anderes mehr geht, als “Last Chance” auf einen Anbiss. Und sie enttäuscht mich selten.
Im einem der nächsten Beiträge werde ich etwas zur Bindeweise der Wobbelfly schreiben und wie sie gefischt werden sollte. Bis dahin…
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Spezi
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10 Nov |
Der Lametta-Flashpiker Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Christbaumschmuck zum Hechtfischen
Glitzernde, funkelnde und irisierende Materialien sind seit jeher wichtig für die Herstellung von Kunstködern zum Fischfang. Als es noch keine Kunststoffe und Folien gab, hat man Muschelschalen, Perlmutt (prismatisches Schimmern auch in großen Tiefen) sowie Metall verwendet.
Heute sind kunststoff- und metallartige Folien als Flashmaterial in einem fast unüberschaubaren Angebot verfügbar und jährlich kommen neue immer noch “sensationellere” hinzu.
Und es zieht nicht nur die Fische an, auch wir Fliegenfischer werden vom Funkeln und Glitzern gefangen. So war es nur ein kleiner Schritt, Streamer für Raubfische ganz aus Flashmaterial zu binden, ob für Hecht oder Zander, Barsch, Döbel oder Rapfen, für jede Fischart gibt es inzwischen passende Streamer-Muster mit Bindeanleitungen.
Heute stelle ich Hechtstreamer vor, die aus Christbaum-Lamettahaar gebunden werden. Natürlich kann man jedes x-beliebige Flashmaterial nehmen, aber Christbaumschmuck ist eben um ein vielfaches preiswerter.
Das Flashmaterial wird mittels Schlaufentechnik verarbeitet und, nachdem ein Schwänzchen eingebunden wurde, vom Hakenbogen ausgehend nach vorn zum Öhr eingebunden, genau wie beim Gelenkstreamer. Die hier abgebildeten Streamer sind ebenfalls mit einem Gelenk (Hakenöhr) verbunden, genau wie die Streamervorbilder von Dan Karby. Sie lassen sich auch gut auf einen großen Hechthaken Größe 6/0 und größer binden, wegen der großen Hebelwirkung bevorzuge ich jedoch die kleineren Größen.
Hechtstreamer aus Tinselflash und Tinselmobile werden bereits seit Jahren in Skandinavien für die Hechtfischerei verwendet. Peter Lyngby, Morten Valeur und Dan Karby haben sie publik gemacht und fischen damit in der Ostsee. Bewährt haben sich die Farben silber, gold und kupfer und Mischungen aus diesen Farben, besonders aus holographischem Material bzw. Materialmix.
Mit dem Flash beim Binden bitte sparsam umgehen und die Windungen nicht zu eng hintereinanderlegen. Dann spielt das Material verführerischer im Wasser und die Streamer schweben regelrecht im Wasser. Die länge der Körperfiebern nimmt vom Hakenbogen zum Hakenöhr ab, es empfiehlt sich daher, bei längeren Streamern den Körper in 3 Schlaufenteilen zu binden.
Zu welchem Zeitpunkt die Raubfische auf diese Art Flashfliegen stehen, können wir nicht genau wissen, mal sind sie geradezu gierig danach , ein anderes Mal nehmen sie Reisaus und flüchten panisch. Wir müssen es also ausprobieren und uns auf unsere Intuition und Erfahrung verlassen.
Die Fliegen lassen sich mit Ruten ab Klasse 8 recht gut werfen, sparsam und auf kleinere Einzelhaken (1/0 + 2/0) gebunden auch schon mit Klasse 7. Da es kein Naturmaterial ist, nimmt es kaum Wasser auf und dieses wird nach einigen scharfen Leerwürfen wieder herausgeschleudert. Weiten um 15m reichen beim Watfischen völlig aus. Auch weniger ist hier oft mehr, denn die Hechte lauern ohnehin im Uferbereich und an den nahen Scharkanten. Es sei denn, sie ziehen für uns Fliegenfischer unerreichbar im kalten Winter ins tiefere Wasser weiter draußen.
Viel Spaß und Erfolg beim Stöbern im Weihnachtszubehör und fischen mit dem Christbaumschmuck.
Spezi
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10 Nov |
Fliegenbinden – Glitzermaterial vom Weihnachtsmann Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Fliegenbinden – Glitzermaterial vom Weihnachtsmann
Nun beginnt bald die Fliegenbindezeit und so manches Muster haben wir schon aufgrund der großen Lücken in unseren Fliegendosen ausgespäht. Und für diejenigen, die noch fängige Hechtstreamer und große Reizfliegen binden wollen, heißt es nun Augen auf beim Weihnachtszubehör-Kauf. Denn nun glitzern und funkeln uns in vielen Kaufhäusern, Blumencentern und Einkaufszentren aus allen Ecken diverse Glitzermaterialien an. Dafür müsste man doch etwas zum Fliegenbinden verwenden können….
Ich bin wieder fündig geworden, und zwar im Edeka-Markt. Für nur 99.- Cent habe ich ein Lametta-Streifenmaterial gefunden, welches dem 3-D-Holographic Flashabou sehr ähnelt, es erzeugt auch ein glitzerndes, feuerwerkartiges Lichtspiel, fast so wie das Original. Und das kostet den 6-fachen Preis für eine geringere Menge, denn das Reizmaterial von Edeka ist 50 cm lang.
Ob es allerdings salzwasserfest ist, weiß ich nicht, aber für einen Hechtstreamer für unsere Süßwasser oder evtl. Brackwasser wird es gut gehen. Die Streifen sind so breit wie Salzwasser-Material, also extrabreit mit etwa 1,4mm. Oft reicht ja schon ein Streifen an jeder Streamerseite (Seitenlinie) als Reflexionsreiz.
Schaut euch das Material an , ich finde es wirklich gut. 3 Farben gibt es zur Auswahl, silber, gold und orange.
Streamer und Hechtfliegen nur mit Flash, Lametta und Metallic Shreds (Fetzen) gebunden stelle ich dann demnächst hier vor.
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Spezi
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18 Okt |
The Pike Rattler- Ein Hechtstreamer Fliegenbinden, Fliegenfischen
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The Pike-Rattler
Ein voluminöser, rasselnder und doch leicht zu werfender Hechtstreamer.
Bindeweise in Anlehnung an Hans Eiber’s Fliege (light for pike).
Schon lange befasse ich mich mit dem Binden von Hechtstreamern und Meeresfliegen. Auf der Suche nach neuen Ideen und Kreationen habe ich so manche Stunde „verbunden“. Dadurch hat sich in den letzten Jahren allerlei angesammelt, einiges wurde wieder „verworfen“ oder die Fliegen stellten sich als nicht besonders fängig oder haltbar heraus.
Mein besonderes Interesse gilt hierbei den Kreationen der holländischen Fliegenfischer (insbesondere Ad Swier), schon immer haben unsere Nachbarn besonders voluminöse und große Streamer mit viel Bucktail und Federn für ihre Polder und Seen gebunden.
Die Amerikaner Barry Reynolds und John Berryman haben bereits vor 15 Jahren mit ihren großen Bunny Bug Fliegen dem Hechtfischen einen großen Schub gegeben. Ebenso sind die Berichte und Bücher von Hans Eiber (Das ist Fliegenfischen) sowie Dr. Wolfgang Schulte (Streamerfischen) richtungsweisend.
Beim Material für Hechtfliegen sind Schlappen- und Sattelfedern, Marabou, Bucktail und Hirschhaar, Kunstfasern und Rabbit-Strips heute erste Wahl.
Benötigte Materialien
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Haken |
Streamer Größe 4/0 – 6/0 (Partridge Ad Swier Pike, Gamakatsu, Eagle Claw o.ä.) |
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Bindefaden: |
Schwarz (RST Super Thread, GSP 70/120) |
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Beschwerung: |
Kleine Glasrassel 4mm (ORVIS) |
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Schwanz / Tag: |
Kunststoff-Fibern, Rabbit-Strip, Glitzerfäden, Sattel-Federn grizzly |
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Körper: |
Flash/Sparkle-Chenille in weiß/gelb/chartreuse/ optional, (Krystal Fl., Hologr.) |
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Flügel/Oberschwinge: |
Kunststoff-Fibern (weiß/chartreuse/gelb/rot/ optional), Glitzerfäden, Pfaugras (Slinky-Fiber, Mirror Image, EP-Fiber) |
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Unterschwinge: |
Bucktail (weiß/chartreuse/gelb/rot/ optional) |
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Bart: |
Kunststoff-Fibern (Slinky-Fiber, Mirror Image, EP-Fiber) |
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Kopf: |
Bindefaden, optional Epoxy 2 Komponenten (Devcon 5 Minute) |
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Augen: |
3D-Eyes / Folienaugen selbstklebend, optional |
Hier ist nun eine kleine Einführung in die Bindeweise meines Pike-Rattlers:
Bindeanleitung:
1. Bindefaden am Hakenöhr festlegen und Glasrassel (4 mm von Orvis) mit dem Faden fest einbinden und gut lackieren (Nagellack, Sekundenkleber) .
2. Bindefaden zum Hakenbogen führen und hier eine große Monofilschlaufe aus Hard-Mono (D=0,40-0,50mm) einbinden zum Schutz vor dem Umschlagen des Schwanzmaterials in den Bogen des Hakens hinein.
3. Einbinden von 2 verschiedenfarbigen Kunststoffsträngen (weiß/chartreuse oder gelb/rot), jeweils einen dünnen Strang mittig einbinden, umlegen und nochmals festwinden. So sichert man das Material vor dem Ausreißen.
4. Auf das Schwänzen einen Rabbit Strip (Zonker-Strip) einbinden (ca. 12-14 cm) und anschließend mit Flashmaterial (Holographig Flashabou, Twinkle) garnieren. Nach jedem Bindeschritt Windungen lackieren! Wer möchte kann den Schwanz noch mit jeweils 2 farbigen langen Grizzly-Sattelhecheln auf jeder Seite aufhübschen.
5. Zur Sicherung des Körpers rostfreien Draht (Kupfer/Messing/Silber) einbinden, danach das Flash Chenille für den Körper am Schwanzansatz einbinden und über den mit Lack eingestrichenen Hakenschenkel nach vorne winden und gegenläufig mit dem Draht sichern. Fliege etwas trocknen lassen, falls kein schnelltrocknender Lack verwendet wurde.
6. Nun das Bucktail am Körperanfang einbinden, nach einigen Windungen den Faden straff einbinden damit sich das Bucktail auffächert und abspreizt. Auch unter das Bucktail einige Windungen legen, damit sich der Haarbüschel schirmartig aufrichtet. Dieser „Haarfächer“ dient nun als Stütze für die Fahnen-Haarschwingen.
7. Nun wieder nacheinander 2 Fahnen aus Kunsthaar einbinden und Lackieren der Bindestelle. Das Haar ergibt eine Art Schirm über der Fliege, die im Wasser atmet und pulsiert. Sie wirkt dadurch sehr voluminös und lebhaft.
8. Je nach Wunsch kann die Schwinge noch mit einer Schere, wer hat einer Effilierschere, ausgedünnt werden.
9. Als Bart wird ein weißer Strang unter dem Körper eingebunden, gefolgt von knallroten Wangen als Kiemen auf jeder Seite.
10. Glitzerfäden nach Wahl einbinden.
11. Eine Fahne aus dunklem Kunsthaar oder langem Pfaugras kann noch als Kontur des Rückens eingebunden werden. Diese macht den Streamer m.E. noch attraktiver.
12. Nun das Köpfchen formen und bereits während des Wickelns satt mit Bindelack tränken.
13. Wer möchte kann nun noch Augen aufkleben und nach dem Trocknen mit Epoxy überziehen.
Um die Fliege leichter zu machen kann diese natürlich auch ohne Glasrassel gebunden werden, ebenso ist der Rabbit-Strip (Zonker-Strip) nur eine optische Verschönerung. Auch auf die Augen und das Epoxy kann verzichtet werden.
Aber für mich muss eine Fliege schön aussehen, damit ich ihr vertrauen kann. Angeblich sind ja Augen ein „Beisspunkt“ und Schlüsselreiz für den Fisch. Und der Hecht ist ja überwiegend ein Sichträuber.
Dieser Streamer kann nun in allen erdenklichen Farbkompositionen gebunden werden, je nach Vorliebe und Erfordernis für Gewässerart, Wasserfarbe und Wetter (sonnig/bewölkt).
Auch ein Krautschutz in Form einer Monofil-Schlaufe vom Hakenbogen zum Öhr eingebunden oder als V am Köpfchen nach unten/hinten angeordnet schützt unseren Streamer vor Hängern und Verlust.
Quellenangabe:
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Fliegenart: |
Streamer |
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Erscheinungsjahr: |
2006 |
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Original von: |
Hans Eiber |
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Nachweis/Quelle: |
Der Fliegenfischer Heft 170, S.40ff |
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Gebunden von: |
Spezi |
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Schwierigkeitsgrad: |
mittel |
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Zielfische: |
Hecht ,Muski |
Rattler Varianten in Rot-Gelb (Fire Tiger) und Chartreuse-Weiss
Besonders erfolgreiche Farbkombinationen sind Rot-Weiss, Orange-Weiss, Chartreuse-Weiss, Rot-Gelb. Auch dunkle Varianten in Grün-Schwarz oder Schwarz-Kupfer können zeitweise den Erfolg bringen.
Und nun viel Spass beim Nachbinden.
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17 Okt |
Bindeanleitung Gelenkstreamer zum Hechtfischen Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Gelenkstreamer
Riesig groß, verrückt, lebensecht und voluminös, das sind die Attribute mit denen diese Hechtfliegen daherkommen.
Diese Streamer sind verglichen mit meinen anderen Hechtstreamern schon etwas Außergewöhnliches, ist doch ihre Größe fast furchteinflößend (beim Wurf!) und die Bindeweise sehr zeit- und arbeitsaufwändig sowie mit recht hohem Schwierigkeitsgrad verbunden.
Diese Streamer bestehen aus 3-4 Teilen (Haken, Mittelteile), streng genommen 3-4 Fliegen hintereinander gekoppelt. Zugegeben, einige Bestandteile sind eine Anleihe vom Kunstköderfischen (Blinker, Spinner etc.).
Aber Streamer mit 2 Haken sind natürlich nicht neu, ihre Bindeweise wurde schon vor vielen Jahrzehnten durch die englischen lureartigen Streamer bekannt. Die hier vorgestellten Streamer mit Puppenhaar (Langhaarplüsch) sind mir seit etwa 2004 bekannt. Von den Streamern mit 2 Haken und Monofil- oder Draht-Verbindungen unterscheiden sie sich insbesondere durch die Verbindungen mittels Wirbeln und Ösen, sowie durch den(die) Mittelkörper aus gedoppeltem Stahlvorfachmaterial (z.B. Sevenstrang). Diese Gelenkigkeit kannte ich bisher nur von den kleinen Wiggle-Nymphen. Fliegen dieser Größe von bis zu 30 cm wurden meines Wissens nach bisher nur für die Salzwasser Big Game Offshore-Fischerei verwendet, in kleineren Größen von 20 bis 25 cm in Holland für die Hechtfischerei an den Poldern und Seen sowie die Fischerei auf Taimen bzw. Huchen.
Wer nun sagt, diese Streamer werfen sich in nassem Zustand doch wie ein “Halbes Hähnchen”, dem muß ich doch widersprechen. Denn sie lassen sich noch gut mit einer 9er Rute Schnurklasse 8 werfen, da die Fliegen durch das Syntetikmaterial kaum Wasser aufnehmen. Und solch eine Rute sollte es schon sein, denn sonst verlängert sich nicht nur der Drill, auch für ein ‘Catch and Release’ ist es nicht gerade förderlich. Aber hier haben wir Deutschen ja noch Nachholbedarf, da es uns ja das Fischereigesetz nicht gerade einfacher macht. Ein Blick nach Holland, England und Schweden kann da nicht schaden.
Benötigte Materialien:
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Haken: |
Streamer Größe 2/0 – 6/0 (Partridge Ad Swier Pike, Gamakatsu, Eagle Claw) |
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Bindefaden:
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Schwarz (RST Super Thread, Dynema, GSP 120) |
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Beschwerung:
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keine, sonst arbeitet der Streamer nicht richtig! |
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Schwanz: |
Langhaarplüsch lose, Glitzerfäden |
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Unterkörper Haken Kopfteil u. Schwanzteil: |
Chenille, Kunstbast |
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Körper Haken und Mittelteil:
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Langhaarplüsch (Puppenhaar) als Strang mit Edelstahldraht, Pike Brush, NGD |
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Wangen: |
Glitzerfäden, Sattelfedern Grizzly |
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Kopf: |
Bindefaden |
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Augen:
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3D-Eyes selbstklebend / Folienaugen selbstklebend, kein Epoxy oder Silikon auftragen |
Zur Herstellung der mit Edelstahldraht verdrallten (für “Eingeweihte”: gepfandelten) Langhaarplüsch-Stränge gehe ich hier nicht ein, hier sollte sich der Interessierte an die Homepage von Horst Puzicha halten. Hier ist alles sehr gut und ausführlich beschrieben. Auch im Fliegenfischer steht ein guter Bericht hierüber. Ich beschränke mich daher auf das Binden des Streamers.
Alternativ zu den selbsthergestellten Strängen kann natürlich jedes langhaarige Fertigprodukt wie Pike Brush von Roman Moser oder die NGD-Stränge (Dürkop) verwendet werden. Aber so lang wie Plüsch ist kein anderes Produkt.
Bindeanleitung:
1. Der Mittelkörper wird aus einer Stahldrahtschlinge (Hechtvorfach) hergestellt. Ein etwa 15 cm langer Draht wird durch die Öse eines Wirbels und einem Sprengring geführt und mittels passender Klemmhülse und Spezial-Zange verschlossen. Die etwas überstehenden Drahtenden werden später überwickelt. Die Schlinge wird nun zwischen 2 Bindestöcke geklemmt, stramm gezogen und mit Bindegarn vom Öhr zum Sprengring in festen Wicklungen überwickelt. Die Wicklungen sollten einige mm Abstand zu den Enden haben, damit die Öse bzw. der Sprengring ihre Beweglichkeit am Mittelteil behalten. Die Schlinge ist nun geschlossen und bildet die Basis für den Körper aus dem Strangmaterial. Die Wicklungen lackieren.
2. Mit dem Bindefaden den Materialstrang am Sprenring einbinden und in palmerartigen Windungen (nicht zu dicht) zum Öhr des Wirbels führen. Bei jeder Wicklung das Material am Strang entgegen der Wickelrichtung mit den Fingern oder einem kleinen Flohkamm zurückstreifen und kämmen. Nach jedem Bindeschritt Windungen lackieren!
3. Am Öhr den Strang abbinden, abschneiden und alles mit einem Knoten sichern. Nun noch etwas Flash (Holo Flashabou, Twinkle) und optional auf jeder Seite einige lange Sattelfedern einbinden. Den Kopfknoten formen und den Faden abschneiden. Den Kopf lackieren. Alles ausbürsten oder auskämmen, Verfilzungen und kleine Knoten vorsichtig lösen. Fertig ist das Mittelteil.
Da ich den Streamer i.A. nur mit einem Mittelteil binde können wir dieses jetzt am vorderen Haken (Kopfteil) festbinden.
4. Der vordere Haken wird in den Bindestock eingespannt und eine Grundwicklung bis zum Hakenbogen aufgebracht. Jetzt wird das Mittelteil mit einem ca. 20 cm langen Draht am Hakenbogen befestigt, indem wir den Draht durch die Wirbelöse führen, doppeln unddie Drahtenden mit einigen Wicklungen oben auf dem Hakenschenkel fixiert. Nun das Mittelteil am Draht bis kurz vor das Hakenende ziehen, die Drahtenden vorne durch das Hakenöhr ziehen, zurücklegen und spiralförmig um den Hakenschenkel zurückführen. Mit dem Bindegarn alles gut festwinden und die Wicklungen gut lackieren.
5. Das Bindegarn zum Hakenöhr führen, dort einen Kunstbaststreifen etwa in doppelter Hakenlänge festbinden und mit dem Bindegarn zum Hakenbogen führen. Jetzt einen Chenillefaden in farblicher Anpassung einbinden und das Bindegarn zum Hakenöhr zurückführen. Das Chenille in einem Lackbett zum Öhr wickeln und dort fixieren. Den Baststrang umlegen und mit dem Bindefaden festwinden, den Bast abschneiden und alles mit einer Kreuzwicklung zum Hakenbogen und wieder zurück überwickeln.
6. Nun am Hakenbogen eine Materialstrang einbinden. Dieser kann nun schwarz oder andersfarbig sein, oder es werden je zur Hälfte 2 unterschiedliche Stränge eingebunden. Dadurch zeichnet sich der Kopf am Streamer besser ab.
5. Den Körper lackieren, eingebundenen Materialstrang anwinden und den Strang am Hakenöhr abbinden. Wie bereits beim Mittelteil gelernt, die Fibern des Stranges bei und vor jeder Umwicklung zurücklegen. Nun nach Wunsch etwas Flash (Holo Flashabou, Twinkle) einbinden. Den Kopfknoten machen und lackieren. Das Kopfteil nun wieder vorsichtig ausbürsten, untergewickelte Fibern mit einer Dubbingnadel befreien und Knoten und Verfilzungen lösen, also alles in Form bringen.
Für das Schwanzteil den anderen Haken einspannen und so wie beim Kopfhaken alles Bindeschritte wiederholen, natürlich mit der Ausnahme, das hinten am Hakenboden nichts angebunden wird. Hier wird jetzt etwas Material für das Schwänzchen eingebunden, gefolgt von etwas Flash. Dann wieder einen Materialstrang einbinden und weiter wie beim Kopf verfahren.
Das fertige, gut ausgebürstete Schwanzteil wird nun mit dem Öhr am Sprengring (möglichst unter Zuhilfenahme einer Sprenringzange) eingehängt. Den fertigen Streamer nochmals auskämmen. Auf das Kopfteil die selbstklebenden Augen befestigen.
Wer mag kann den Streamer noch mit wasserfesten Filzstiften z.B. von Letraset anmalen bzw etwas kollorieren, aber nicht zuviel, da die Fibern sonst zu stark verkleben. Dann gut trocknen lassen und vorsichtig auskämmen oder bürsten. Das Kollorieren macht die Fliege besonders lebensecht, einfach fischig!
Wem nun der Streamer noch zu kurz ist, der kann natürlich ein zweites Mittelteil herstellen und alles hintereinander schalten. Dann ist die Fliege, sofern sie noch diese Bezeichnung verdient, 30 und mehr cm lang.
Je nach Fülligkeit sollte der Gelenkstreamer noch mit einer Schere, wer hat einer Effilierschere, etwas ausgedünnt werden. Also nicht zu eng winden bei der Herstellung, die Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz) eines Streamers läßt diesen wesentlich natürlicher erscheinen. Hierauf ist ja der Erfolg aller sog. 3D-Streamer zurückzuführen, wie z.B. die EP (Enrico Puglisi) Flies oder Fliegen mit DNA-Materialien.
Dieser Streamer kann in allen verfügbaren Farbkompositionen gebunden werden. Auch ein Krautschutz für die Haken in Form einer Monofil-Schlaufe vom Hakenbogen zum Öhr eingebunden oder als V am Köpfchen nach unten/hinten angeordnet schützt den Streamer vor Hängern und Verlust.
Quellenangabe:
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Fliegenart: |
Streamer |
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Erscheinungsjahr: |
2004 |
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Original von: |
Horst Puzicha |
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Nachweis/Quelle |
Der Fliegenfischer Heft 151, S.20ff |
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Gebunden von: |
Spezi |
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Schwierigkeitsgrad: |
hoch |
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Zielfische: |
Hecht, Huchen |
Die Beweglichkeit der Streamer ist toll, im Wasser spielen die Fibern hervorragend. Langsam und dann plötzlich fluchtartig ruckweise geführt wirken sie sehr lebensecht und üben auf den Hecht einen unwiederstehlichen Reiz aus.
Vor dem Fischen müssen die Fliegen gut durchfeuchtet werden. Sie lassen sich dann mit allen Schnurarten fischen, ihre Stärke liegt in der langsamen, schwebenden Führungsweise an stehenden oder langsam strömenden Gewässern. Ihr Einsatzbereich liegt dabei sicher mehr in den oberen Wasserschichten, sehr stark strömende Flüsse und die ganz tiefen Bereiche stehender Gewässer begrenzen sicher ihren Einsatz. Aber wie heißt es so schön: Möglich ist alles! Nach dem Fischen müssen die Streamer erst trocknen, danach lassen sie sich mit einer kleinen Bürste wieder in Form bringen. Vorsicht, in nassem Zustand reißen die Fibern aus.
Es ist vielleicht nun nicht jedermans Sache, als Fliegenfischer solche Fliegen zu fischen. Und nicht nur der Purist wird seine Nase rümpfen, denn was haben Fliegen mit Wirbeln und Sprengringen gebunden noch mit Fliegenfischen zu tun. Aber hier ist Toleranz gefragt, denn wollen wir nicht alle nur das Eine, nämlich Fische fangen und Freude an unserer Passion und Hobby haben? Und sicher beginnt hier die Diskussion, aber das ist dann ein anderes Thema.
Leider bin ich erst in diesem Jahr dazu gekommen, sie zu binden und ihre endgültige Erprobung steht in dieser Herbst- und Wintersaison noch bevor. Also, die Bilder erfolgreicher Hechtpirsch werden folgen, hoffentlich
)
Und nun viel Erfolg beim Nachbinden und dicke Überraschungen an der Fliegenrute.
Allways tight lines
Spezi
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11 Okt |
Hechtfliegen und Gelenk-Streamer Fliegenbinden, Fliegenfischen
|
Hechtfliegen sind in dieser Jahreszeit ein großes Thema für den Fliegenfischer und Hechtangler.
Jetzt wo die Wasserpflanzen langsam absterben und die Wasserflächen und Uferbereiche ohne größere Hängergefahren wieder gut befischbar sind, kommen bei mir insbesondere die großen Hechtstreamer zum Einsatz. Da sage ich mir, großer Köder = großer Hecht. Dieses stimmt zwar nicht immer, aber die Erfahrung vieler Hechtspezis zeigt dieses doch. Mit den normalgroßen Streamern um die 12-15 cm werden schöne Hechte gefangen, besonders mittelgroße Hechte gehen dann auf unsere Streamer.
Aber die wirklich Großen sind nicht ohne Grund so groß geworden. Ihr Mißtrauen und die schlechte Erfahrung gegenüber Ködern wie Blinkern und mittelgroßen Wobblern hat sie so alt und vorsichtig werden lassen. Sie bevorzugen nun die großen Köder, schon aus ökonomischen Gründen. Die verlangen Streamer bis 20, 25 oder gar 30 cm Länge.
Hier bieten sich für den Fliegenfischer, der selbst bindet oder entsprechende Händler oder bindende Freunde kennt, besonders Fliegen mit langen Schwingen und Schwänzen aus Sattelfedern, Kaninchenfellstreifen und anderen Kunst- oder Naturhaaren an.
Mein vorgestellter EM-Streamer ist fast 20 cm lang und er entspricht übrigens weitestgehend der Bindeweise von Hans Eiber. Inzwischen hat meine Fliege noch eine Glasrassel mit Kugeln im Körper
) Voluminöse Streamer und Geräusche erzeugen ja bekanntlich Druckwellen, die dem Hecht den Standort und die Attraktivität seiner Beute signalisieren.
Auch besonders lange Glieder- oder Gelenkstreamer aus mehreren Teilen und mit 2-3 Haken sind seit einigen Jahren bekannt und sehr erfolgreich, besonders in der Ostsee, Seen und Talsperren. Und hier u.a. die Gelenkstreamer von Horst Puzicha vom Fliegenbindekreis Hagen, der seine Streamer in aufwendigster Weise aus Langhaarplüsch, Edelstahldraht und Wirbeln herstellt (-Der Fliegenfischer- Heft 151 S. 20ff). Diese Streamer haben ein phantastisches Spiel der “Hecheln” im Wasser und lassen sich sehr langsam führen. Sie schweben förmlich im Wasser. Und das ist im Gegensatz zum Blinker oder Spinner ihr großes Plus für beisfaule Hechte.
Ich habe übrigens gerade einige Fliegen vor mir liegen, schaut sie euch mal an. Die Bindeweisen stelle ich dann demnächst hier vor.
Tight Lines und viel Erfolg auf den Esox
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10 Okt |
Mel Krieger gestorben Fliegenfischen
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80 jährig verstarb am 07. Oktober 2008 Mel Krieger nach 2-monatigem Aufenthalt im Krankenhaus.
Ein bösartiger agressiver Gehirntumor (Lymphom) war nicht operabel und behandelbar.
Mel Krieger war ein herausragender Fliegenfischer, Werfer und Instruktor.
Seine Lehrtätigkeit im Fliegenfischen führte ihn nach Südamerika (besonders Argentinien), Asien, Australien, Neuseeland, USA, Canada und Europa. In den letzten Jahren besuchte er Deutschland, so auch im April diesen Jahres die GFF in Wotersen.
Ich hatte das große Glück, ihn und seine Frau Fanny in Wotersen zu treffen.
Seine so freundliche, positive Ausstrahlung und seine Fähigkeit, Fliegenwerfen zu lehren und dieses an andere Fliegenfischer und Instruktoren weiter zu geben, war beispielhaft.
Ehrungen und Auszeichnungen aus aller Welt, Filme, DVD’s und Bücher geben hiervon Zeugnis ab.
Wir werden diesen Grand Senior sehr vermissen.
Mel, always Tight Lines in heaven..
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1 Jul |
Hechtstreamer in schwarz-rot-gold Fliegenbinden, Fliegenfischen
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Die Tränen sind getrocknet und ich frage mich nun, gibt es ein Leben nach der EM? Ganz klar ja, denn nun beginnt für mich die Hechtsaison am 01.07.2008. Und so habe ich mir mal eben 2 Hechstreamer in den Farben schwarz-rot-gold(gelb) gebunden. So ganz ohne die Fahne geht es halt nicht, und da sie nun nicht mehr im Wind am Auto flattert, fliegt jetzt die Streamer-Fliege durch die Luft in unseren Farben.
Wenn ihr wissen wollt, wie sie gebunden wird, schaut mal wieder rein. Ich muß jetzt erst mal los zum Fischen
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