7
Mrz

Pattegriesen Dubbing selbst herstellen.

categories Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Tolles Dubbing für Shrimpmuster vom Huskymischling.

Da gehe ich vor einigen Tagen spazieren und treffe zufällig auf meinen Arbeitskollegen, der noch schnell ein paar Einkäufe erledigen will. Und wie immer hat er seinen Hund mit dabei, einen schneeweißen (wenn gebadet!) Huskymischling. Wann kämmst du den das nächste mal aus, war meine erste Frage und die in die Tat umgesetzte Antwort lag dann Montags bei mir auf dem Schreibtisch. Eine Tüte randvoll mit ausgekämmter Unterwolle, fast weiß mit kleinen und größeren Härchen, ideal für mein Vorhaben. Nun brauchte ich ja nicht mehr den Schäferhunden nachzuschauen und überlegen, wie ich Herrchen oder Frauchen am besten beibringe, dass ich etwas Wolle vom Bauch ihres(r) Liebsten hätte :-) , für meine Schäferreje (einfache Shrimpfliege).

Gewaschene Husky-Wolle

Gewaschene Husky-Wolle

Gewaschene Husky-Wolle

Nach einem ausgiebigen Reinigungsbad in warmem Wasser mit etwas Perwoll drin hatte ich ein schneeweißes, transluzentes Rohmaterial zum Herstellen von Fliegenbindedubbing für meine Shrimpmuster. Und jetzt hatte es auch eindeutig einen frischeren Duft!!

Husky-Wolle in der Mühle gelockert

Im Wasserbad waren diese Flusen fast durchsichtig, jetzt nur noch trocknen und mit anderen Zusatzfasern und diversem Glitzermaterial in der alten Kaffeebohnenmühle vermischen.

Salmon gefärbt, noch nicht gelockert

Man könnte doch auch die Fasern färben, gesagt, getan. Natürlich in Farbe salmon für meine Pattegriesen. Und das Ergebnis ist einfach phantastisch, ich war selbst überrascht, denn Fellfasern hatte ich bisher noch nicht gefärbt. In eine Socke vom Nylonstrumpf meiner Frau eingefüllt und zugeknotet habe ich sie im Wasserbad gefärbt und anschliesend wie meine Bälge ausgewaschen und getrocknet.

In der Kaffemühle habe ich dieses weiße Dubbing mit Ice Dubbing fl. Shell Pink und/oder mit Ice Dubbing UV Perl(alles von Flyfishing Europe) und etwas gelbem und natur Seal (von SWISS CDC) gemischt. Das Seal ist ideal zum Vermischen mit der Unterwolle geeignet und bringt einen zusätzlichen natürlichen Glanz ins Dubbing.

Diverse Mischungen

Fertiges Pattegriesen Dubbing

In der Kaffeemühle

Mein Super-Turbo-Vermixer

Das Endprodukt in Hakengröße 2

Patte von unten

Mit etwas UV-Ice in Pink wird es auch sehr schön mit pinkem Unterton für weiße Muster.

Light Pink

Noch ein Tipp: Das Dubbing beim Binden locker verdrallen und nachher immer gut auskämmen, das erhöht die Durchsichtigkeit der Fliege und läßt sie wesentlich natürlicher erscheinen im Wasser.

Also, Bürsten und Hundekämme bereitgehalten und los gehts, auf dass kein Hund mehr vor euch sicher sei.

Have fun,

Spezi

15
Jan

Hahnenbälge und Federn färben mit Säurefarben (Acid-Dyes)

categories Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Wenn die Pattegrisen-Speybälge in der begehrten Farbe Salmon ausverkauft sind, dann….

…muß man eben andere Federn (Reiher, Fasan, Sattelbälge), Hühner-Bälge, Fell und sogar Wolle sowie Dubbings in hellen Farben (am besten weiß) selbst einfärben. Will man darüber hinaus auch in traditionelle Farben für spezielle alte Muster (z.B. Irische Mayflies, alte Schmuck-Lachsfliegen) einfärben, muß man sich zu helfen wissen. Das ist auch nicht weiter schwierig, denn es gibt sehr gute Säure-Färbemittel zu kaufen und das Färben selbst ist recht einfach.

Jacquard Acid Dyes Salmon No. 607

Säure Färbemittel, sog. Acid-Dyes, sind speziell für das Einfärben von Naturmaterialien wie Wolle, Federn, Felle und Seide geeignet. Der Handel bietet Farben von Jacquard (USA) www.jacquardproducts.com oder auch Fa. Veniard (England)  z. B. www.veniard.com und www.theessentialfly.com. In Deutschland liefert www.patchworkshop.de die Jacquard-Farben. Veniard-Farben liefern alle FF-Shops, die auch die Veniard-Fliegenbindeprodukte führen bzw.  sie können diese besorgen.

Der Färbevorgang geht wie folgt: Hellere Farbtöne sollten etwa 0,5 Gewichts-% Färbepulver haben, bezogen auf das trockene Material des zu färbenden Stoffes etc., mittlere Töne etwa 1 Gewichts-% Pulver, Dunkle Töne etwa 2 % . Schwarz bis 5%.

Wenn also 500 g trockene Federn oder ein Balg in einen mittleren Ton gefärbt werden sollen, ist 1% von 500 g = ca. 5  g Pulver .  Abwiegen mit Briefwaage oder Grain-Grammwaage eines Jägers (Wiederlader) oder Feinstwaage. Es entspricht etwa 2 gehäuften TL.

Färbevorgang:

1. Zu färbendes Material in 30-40°C warmem Wasser mit etwas Spülmittel (1 TL) und evtl.  Zusatz von einem Spritzer Perwoll (oder mit Synthrapol oder Venpol als Zugabe) gut wässern, leicht auswaschen/entfetten und für einige Minuten bis 30 Minuten einwirken lassen. Wassergeflügel-Federn/Bälge brauchen länger als andere Federn wegen dem höheren Fettgehalt. Es sollte sauber und fettfrei sein. Anschliesend gut mit klarem Wasser in einer Schüssel und evtl. fliesendem Wasser ausspülen, auswaschen und abtropfen lassen, evtl. leicht ausdrücken.

2. Nach Färbeangabe abgewogenes Farbpulver in etwas kochendem Wasser (aus dem Wasserkocher) auflösen und gut umrühren. In einen Topf/Gefäß  1 l Wasser geben, zur Farbfixierung ca. 1/4 Teelöffel (TL) kristalline Zitronensäure oder 1 Esslöffel Essig oder 1 TL Essigessenz 25% dem Färbebad zugeben, immer auf 1 l. gerechnet. Nun beides (Färbelösung und Färbebad) zusammenmischen und gut verrühren.

3. Nun das vorgewässerte Färbegut zufügen und auf dem Herd langsam bis knapp zum Siedepunkt erwärmen, anfangs öfter vorsichtig umrühren. Da Färbefarben oft aus 3 Komponenten bestehen, werden die einzelnen Farbanteile erst nach und nach aufgenommen, also nicht zu früh entnehmen, lieber erst schwach einfärben mit weniger Pulver. Nach etwa 3-4 Minuten ist schon viel Farbe aufgenommen worden, nach max. 30-40 Minuten haben die Fasern das Färbemittel meist komplett aufgenommen. Bei richtiger Dosierung wird das Wasser sehr hell, fast wasserklar. Nun wieder abkühlen lassen, große schnelle Temperatursprünge vermeiden. Ganz dunkle Farben wie schwarz ggf. sehr lange oder sogar über Nacht einwirken lassen.

4. Die fertig gefärbten Materialien sehr gut ausspülen, 2-3 mal mit  30-40°C warmem Wasser, mittels Sieb oder Durchschlag (Frittiersieb). Man kann auch mit etwas Synthrapol oder Venpol als Zugabe zum Spülwasser ausspülen, um mit diesen  Spezial-Detergenzien restliche Färbepartikel zu entfernen und auszuwaschen. Ich habe es jedoch ohne diese Mittel immer gut hinbekommen.

5. Anschliesend gut trocknen mit Küchen-Krepppapier und Haarföhn, immer gegen die Wuchsrichtung beim Balg oder Fell blasen. Nicht zu heiß, immer gut bewegen und schütteln beim Föhnen. Einzelnes bereits trockenes Material evtl. später über heißem Dampf (Bälge, goße Federn) wieder dämpfen und in Form streichen. Gelbe und rot-orange Töne sind gut zu färben, ebenso Grün. Olive- und dunfarbige Töne sind etwas schwieriger in der genau gewünschten Nuance zu erzielen.

Messbecher, Säure, Färbelösungsglas z. Auflösen der Farbe, Gummihandschuhe

Wichtiger Hinweis:

Bitte alle Arbeiten mit Gummi-Schutzhandschuhen durchführen!! Hautkontakt und Spritzer vermeiden, Pulvergefäß über nasser Zeitung oder Wischvlies öffnen und abfüllen, Spritzer und Pulver gleich mit feuchtem Tuch aufwischen. Sorgfältig arbeiten. Alles gut zurechtlegen.

Alle erforderlichen Gerätschaften kann man sich aus der Küche besorgen, sofern es nicht wieder gebraucht wird, oder vom Flohmarkt. Alte ineinander passende Metalltöpfe u. Gefäße sowie  Backformen aus Alu etc. sind gut. Am besten im Wasserbad färben, dann hat man die Sache besser unter Kontrolle und kann bei Bedarf das Färbebad herausnehmen und evtl. die Sache überprüfen zwecks Temperatur oder Intensität der Farbe. Daran denken, das später die trockene Feder heller wird, bei Naßfliegen dunkler bleibt. Die Federn gegen das Licht halten und beurteilen. Einzelne Federchen am Kiel mit Zwirnsfaden zusammenbinden zum Färben, loses Dubbing etc. in alten Nylonstrumpf einfüllen und locker einknoten. Die Farbe geht durch. Notfalls nachfärben in einem 2. oder 3. Gang mit Zusatz von etwas mehr Färbelösung und Säure. Erst einmal ist weniger mehr, Nachfärben geht immer. Besser mit einem schwächeren Färbebad beginnen.

Glasgefäß mit Färbebad und Speybalg, im Wasserbad stehend

Wer also nach einem weiteren Betätigungsfeld im Fliegenbinden sucht, und spezielle Farben braucht, hat es gefunden, es macht richtig süchtig nach immer mehr Färben und selbst lange dahinschmorende Federn und Bälge werden topp aktuell. Weißes Kaninchenfell in salmon oder shell-pink Pattegrisen einfärben ist supertoll und variant-beige, badger und weiße 3.Wahl-Sättel ergeben extrem fängige Streamer- und Lachsfedern.

Gefärbter Speybalg in Salmon 607, dunkel intensiver Ton, fast orange-rot fluo

Sehr schöner gefärbter grau-creme-farbener Variant Speybalg in Salmon 607 gefärbt, pastell-heller Farbton

Gefärbte Flügel und Brustfedern vom Jungle Cock

Brustfedern in bright jellow und salmon

Brustfedern in bright jellow und salmon

Brustfedern vom grauen Pfaufasan und Silberfasan in bright yellow

French Partidge (Steinhuhn) in golden yellow

French Partidge (Steinhuhn) in golden yellow

Viel Erfolg und Freude beim Färben,

have fun

Spezi


4
Nov

Fliegenfischen mit kleinen Streamern auf Hecht

categories Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Mit kleinen DNA-Streamern auf Hecht und andere Räuber.

Warum mit kleinen Streamern?

Nun, einigen oder vielleicht sogar vielen Fliegenfischern die jetzt auf Hechtpirsch gehen, begegnet dieser Tage bei ihren gefangenen und entnommenen Hechten das Phänomen, keine oder nur kleine und kleinste Fischchen im Magen der Hechte zu finden. Zum einen liegt es bestimmt daran, dass immer noch die Kleinfischschwärme ein willkommenes Freßchen darstellen, zum anderen evtl. weil keine größeren da sind? Ein richtig guter Hecht gibt sich doch nicht über Wochen nur mit Kleinfisch ab, denke ich. Und das nicht nur im Herbst, sondern auch bis in den Winter. Da gibt’s doch fettere Beute, oder nicht bzw. nicht mehr?

Was treibt einen 90 cm Hecht dazu, 20 und mehr kleine Fische von 5 bis max. 8 cm Länge in Massen zu fressen? Alle Stadien der Verdauung sind zu finden, aufgereiht in Magen und Darm wie in einer Wurst dicht hintereinander gepackt und gestapelt.  Brassen, Güstern, Barsche, Kaulbarsche, Plötzen etc., eben alles was der Baggersee und Großteich noch so an Freßbarem hergibt.

Der Grund ist für mich klar: Es gibt Undank der Kormorane weitestgehend nur noch Brutfisch in den Vereinsgewässern, abgesehen von einigen richtig großen alten Elterntieren, die sich auch geschickt verstecken und im Frühjahr und Sommer wieder für Nachwuchs sorgen.

Diese Erfahrungen, auch im letzten Jahr, haben mich nun bewogen, kleine passende Streamer von 6 bis 8 cm Länge zu binden. Denn ich hatte keinen nennenswerten Erfolg auf große Streamer, auch wenn ich sie in die Nähe raubender Hechte geworfen habe. Diese standen dicht unter den Schwärmen der Kleinfische und raubten laut klatschend ihre Beute. Erst mit dem  Wechsel auf kleinere Streamer kam der Erfolg. So war es auch bei befreundeten Spinnfischern, nur die kleineren Z-Spinner und Blinker brachten noch Erfolge.

DNA-Baitfish auf Boiliehaken # 4
DNA-Baitfish auf Boiliehaken # 4

Ich habe deshalb mit dem neuen DNA-Material einige kleine Streamer gebunden, die in das Beuteschema passen sollten. Ich finde, sie sehen ein wenig heringsartig aus und können auch für die Meerforellen-Fischerei zur Zeit des Heringszuges an der Küste verwendet werden.

DNA-Streamer #4
DNA-Streamer #4
DNA-Streamer auf Tiemco 811 S #6
DNA-Streamer auf Tiemco 811 S #6

Fliegen111

DNA-Streamer-Trio
DNA-Streamer-Trio
Baitfish # 4
Baitfish # 4
DNA-Baitfish
DNA-Baitfish

Benötigte Materialien:

Haken:

Streamerhaken Tiemco 811 S

oder Mustad S 71S SS,

oder Boilie-Haken Black Nickel

Haken:

# 2-6

Schwanz:

DNA-Holofusion (optional)

Bindefaden:

Dyneema 140 oder Gudebrod D white oder Monofil

Unterkörper:

DNA-Holofusion oder ähnlich

Oberkörper

DNA-Holofusion,  DNA-Frosty Fish Fiber oder ähnlich

Zusätzliches Material:

E-Z-Shape, Epoxy 1 Min. , Epoxy 2 K-Lack, Pantone-Letraset-Filzschreiber

Augen:

3D-Eyes 5 -8 mm, oder Folienaugen selbstklebend

Fliegenart: Streamer
Erscheinungsjahr: ca. 2006
Nachweis/Quelle: Internet
Gebunden von: selbst
Schwierigkeitsgrad: schon schwerer
Zielfische: Hecht, Zander, Rapfen,Meerforelle, Wolfsbarsch
Fliegennahme: Ähnlich dem DNA- Baitfish nach Austen Goldsmith
Auch diese kleinen Streamer auf DropShot-Haken gehen gut an verkrauteten Gewässern

Auch diese kleinen Streamer auf DropShot-Haken gehen gut an verkrauteten Gewässern

Also, wir können die Kormoranplage sicherlich auch mittelfristig nicht wirklich ändern, aber ändern oder ergänzen sollten wir vielleicht unsere Streamer-Strategien zum Fliegenfischen auf Esox & Co.

Und nun viel Erfolg und gut Zwirn.

Tight Lines

Spezi

28
Sep

Shrimp-Flies mit CDC- und Spey-Federn

categories Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Für die herbstliche Meerforellenfischerei habe ich mir noch einige Fliegen in kleineren Hakengrößen (#6-10) und in natürlichen Farben gebunden. Es sollten Fliegen sein, die als Bindeweise die Spey-Fliege bzw. Pattegriesen als Basis haben. Leider sind die Original Whiting Speybälge nur noch in sehr begrenzter Zahl verfügbar, in Salmon-Orange sind es inzwischen Raritäten. Und Spey-Fur ist hierfür m. E. nicht geeignet. So bin ich mit meinen Bälgen eher etwas geizig und suchte nach einem Ausweg.

Da außerdem die kleineren Speyhechel-Federn der Hahnen-Bälge  für kleinere Hakengrößen nur begrenzt vorhanden und Sattelbalg-Spey-Federn erst recht zu groß sind, habe ich ein ähnlich weiches, zartes Material für mich wiederentdeckt. Hatte ich doch schon vor vielen Jahren Garnelenfliegen mit CDC gebunden, habe ich diese Federchen nun mit der Speyhechel kombiniert. Ich verwende die Speyhechel nur noch für die längeren Fiebern am Kopfbereich, also die erste eingebundene Hechel, die CDC-Feder binde ich in der Schlaufentechnik (oder split threat) als Beinchen ein. Und das Ergebnis überzeugt mich total.  Ich wollte hierfür wirklich  gute CDCs mit langen Fiebern haben, es waren aber in vielen Tütchen diverser Hersteller immer nur einige wenige große drin.

Nach einiger Suche bin ich dann auf die Firma SWISSCDC gestoßen und bin begeistert.

IMG_7453

Spey-Cape Variant mit SWISSCDC und fertigen Fliegen

Die CDC-Federn dieser Firma  sind hierfür ideal, ist doch die Qualität, Farbe und Ergiebigkeit  hervorragend. Ich nehme übrigens die Qualität Ultra Select XL oder Super Select. Es sind große und sehr große Federn mit langen Fiebergrannen, ideal zur Imitation der Beinchen. Ich verwende immer nur eine Seite einer Feder für eine Fliege um eine möglichst große Transluzenz der Fliege zu gewährleisten,  so reicht eine Tüte für viele Fliegen. Wer Interesse hat: Händlernachweise unter www.swisscdc.com.

Speyshrimp mit CDC Pale Pardo

Speyshrimps mit CDC

Spey-Shrimp mit CDC Pale Rardo

Speyshrimp mit CDC Pale Rardo

Die Bindeweise der Shrimp-Fliege ist die selbe wie für die Spey-Fliege oder Pattegriesen,  wie auf diesen Seiten weiter unten beschrieben. Für den Rücken habe ich diesmal eine neue transparente Folie von Wapsi Produkts verwendet, sie heißt Thin Skin.

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CDC-Spey’s mit grauem CDC

CDC-Spey-Pattegriesen #6

CDC-Spey-Pattegriesen #6

"Was Gucks Du"

"Was Gucks Du"

"Versteckspiel"

"Versteckspiel"

Gefischte CDC-Spey-Shrimp

Gefischte CDC-Spey-Shrimp

"Pattegriesen" meets "Realistik-Shrimp"

"Pattegriesen" meets "Realistic-Shrimp"

Die Pattegriesen habe ich mit CDC Standard in Rosa-Lila gebunden.

Viel Spass beim Nachbinden.

Have Fun

Spezi

4
Sep

Fliegenbinde-Saison 2009/10 beginnt jetzt!

categories Fliegenbinden, Fliegenfischen    

Rechtzeitig zur neuen Saison sollte man bereits jetzt seine Einkäufe planen, dann sind die meisten Artikel vorrätig bzw. man steht ganz oben auf der Bestellliste der Händler. Und auf den diversen Herbstmessen der Händler ist schnell am Tag alles weg oder gar nicht erst vorrätig!

Da bei mir die Binde-Zeit etwa in die Monate ab Oktober und November fällt, habe ich mich jetzt bereits mit einigen fehlenden, neuen und interessanten Bindematerialien eingedeckt.

So kann ich schon an den ersten verregneten Herbsttagen diese Sachen ausprobieren und neue Muster binden, bevor ich dann im Winter in größere Serien gehe. Oder ich kann noch schnell einige neue Muster für die herbstliche Fischerei auf Meerforellen und Hechte binden.

So habe ich mir neue CDC-Federn und tolles Dubbing von SwissCDC  besorgt, außerdem neue Whiting-Bälge, und -Sättel, EP-TPI-Kunstfasern für Trockenfliegen und DNA-Holo-Fusion für Hecht-Streamer.

Davon demnächst mehr an dieser Stelle.

Have Fun, Spezi

12
Jun

Die Bindeweise der Speyhechel-Shrimp (Pattegrisen)

categories Fliegenbinden    

Auf die Original-Bindeweise dieser Garnelenfliege bin ich erstmals 2006 durch einen Artikel von Morten Øland aufmerksam geworden. Er hat diese Fliege etwa 2002 gebunden und seitdem damit sehr erfolgreich gefischt. Basis dieses Musters ist die Whiting Spey-Rooster-Hechel, die im Fachhandel (Heger, Morefly.com, K&HD, Go Fishing etc.) als Balg und Sattel angeboten werden. Der Balg ist sicher universeller, da auch für kleinere Fliegen besser verwendbar. Diese speziellen Federn geben der Fliege ein lebensechtes Aussehen und Schwimmverhalten. Die Beinchen der Garnele werden hiermit sehr gut nachgebildet. Die Hecheln haben einen sehr dünnen reißfesten Kiel und sehr lange Fiebern. Durch den dünnen Kiel tragen sie nicht so stark auf. Und die feinen Fiebern spielen hervorragend im Wasser.

Die Garnelenfliege wird von Morten Øland in den Farben grau und weiß gebunden. Sie hat sich nicht nur für Meerforellen, sondern für viele Salzwasserfischarten, auch tropische, als äußerst erfolgreich erwiesen.

Die für die Pattegrisen verwendete Farbe salmon bzw. shrimporange (helles shell-pink,  shell=Jakobsmuschel) hat inzwischen zum weiteren Erfolg dieses Musters beigetragen. Sie wurde besonders durch den Film “Geheimnisse der Meeforellen” bekannt, erstmals wurde sie wohl etwa 2004 in dieser Farbe von Claus Eriksen gebunden.

Material-Aufstellung:

Haken: Shrimp-Haken, z. B. Partridge CS54 # 2-8, vorzugsweise 4-6

Faden: 8/0 , Dynema/GSP50 oder 70

Beschwerung: Tungsten-Matte-Streifchen oder Flachbleistreifen (Cognacflaschen-Banderole oben)

Transparente Antennen: 2 Fluoro Fibre Hanks oder Chrystal Flash, 4 Ultra-Hair ca 4-5 cm lang

Antennen/Fühler: 2 abgestreifte Speyhecheln, an der Spitze mit Fiebern, in Dreiecksform gekürzt, altern. lange dünne Grizzly-Hecheln oder vom weißen oder hellgrauen Sattelbalg.

Augen: Angeschmolzenes Mono 0,35 – 0,40 mm oder Fly Eyes

Rippungsfaden: Monofil 0,16 – 0,20 mm

Hecheln: Whiting-Spey-Hechel

Körper: Dubbing natur (grau) oder SLF

Rückenschild: Klares Flexibody mit Epoxyd-Überzug

Bindebeschreibung:

1. Auf der Hakenunterseite einen schmalen Streifen einer Tunsten-Matte einbinden, gegen Verdrehen lackiere ich zusätzlich alles etwas mit Bindelack oder Sekundenkleber. Die Beschwerung stabilisiert den Lauf der Fliege im Wasser und verleiht ihr bei ruckweiser Führung eine sägezahnartige Schwimmweise, die dem Fluchtverhalten einer Garnele entspricht.

2. Die erste Hechel aussuchen und im oberen Teil des Hakenbogens fixieren. Die Hechel sollte recht lange Fiebern haben, jedoch nicht zu lang, da sie sich sonst später beim Werfen um den Hakenbogen wickeln könnte. Nun die Hechel in vorsichtigen Windungen anwinden und das Bindegarn über die Hecheln zürückführen, dieses bündelt die Fiebern etwas und gibt ihnen Festigkeit an der Basis. Außerdem beugt es auch dem ‘Verfangen’ der Fibern vor.

3. Nun die transparenten Antennen nacheinander einbinden(4 Stck), dann die Hechelstämme in V-Form darüber.

4. Einen relativ dicken Dubbingstrang in 5-6 mm Breite einbinden, dann die Augen darüber anordnen. Sie sollten einige mm über den Hakenbogen hinausreichen. Ich bevorzuge diese Bindeweise, man kann die Augen jedoch auch direkt auf den Haken Binden, also ohne Dubbing-Polster. Jetzt den Rippungsfaden (Monofil) unter dem Hakenschaft einbinden.

5. Die 2. und bei größeren Fliegen eine 3. Hechel auf das Dubbing binden und auf dem Schenkel fest fixieren. Nun einen weiteren dicken Dubbingstrang zum Hakenöhr winden und so ausformen, das eine konische Körperform entsteht, das Dubbing muß am Öhr dünn auslaufen. Erst die konische Form gibt der Fliege das charakteristische Aussehen.

6. Die Speyhecheln um den Körper herum zum Hakenöhr führen und bei jeder Windung die Fiebern zurückstreifen (Hechel doppeln). Anschließend mit einem Klettverschluss oder Bürste (Hundeflohkamm) alles vorsichtig auskämmen, gefangene Fiebern ‘befreien’ und alles mit angefeuchteten Fingern nach unten streifen.

7. Ein Stück Flexibody in eine konische Form schneiden und das schmale Ende das Öhr überlappend einbinden. Mit dem Monofil das strammgezogene Rückenschild mit der breiten Seite zwischen den Augen hindurchführen, mit dem Bindefaden abfangen und mit ca. 10 Windungen das Monofil nach vorne führen und abbinden. Die ersten 3-4 Windungen breiter legen, dann zum Öhr schmaler werdend umwickeln. Alternativ mit Antronfiebern anstelle von Flexibody.

8. Nun etwas 5 Min. Epoxy auf den Rücken geben und vorsichtig verstreichen. Dieses dient der Haltbarkeit und gibt der Fliege ein noch realistischeres Aussehen. Bei Verwendung von Antronfiebern den Rücken mit Bindelack leicht tränken.

Wer möchte, kann vorher auf das Flexibody eine Schicht E-Z Sparkle Body in Pearl aufbringen oder etwas Twinkle Dust (mica) ins Epoxy mischen. Das macht die Fliege sehr auffällig (Winterfischerei) und effektvoll. Auch eine Colorierung mit Pantone- oder Letraset-Stiften bringt tolle Ergebnisse.

Nach dem Trocknen das Öhr vom Flexibody frei schneiden. So wird verhindert, das Epoxy ins Öhr läuft.

Allgemeine Hinweise:

Das Aufbringen von Epoxy sollte sparsam bzw. dünn erfolgen, da sonst durch das Gewicht des Epoxyds die Fliege nicht die korrekte Schwimmlage erhält und kippt oder sogar ganz up side down läuft, eben falsch herum. Man sollte deshalb etwas mehr Lagen Bleistreifchen einbinden (doppelt bis dreifach). Man kann diese Fliege natürlich auch gleich “Up Side Down” binden (siehe Bilder), dann gibt es weniger Hänger oder Garnierung am Haken wenn man sie dicht über den Grund führt und hüpfen läßt. Ob das alles wirklich etwas an der Fängigkeit ändert, wer weiß es wirklich? Den Forellen ist es sicher egal, aber wenn man sich schon soviel Mühe macht, ist das gar nicht so unwichtig, “…von wegen” dem Vertrauen in die Fliege.

Pattegrisen: Bei dieser Bindeweise wird zusätzlich eine Teal-Feder (Krickente oder Mallard-Stockentenerpel) als Mandibel eingebunden, noch bevor die 1. Hechel am Bogen eingebunden wird. Als Rückenschild werden anstelle des Flexibody (PVC-Folie geht auch, rutscht aber leicht weg) einige Antron-Faserstränge (Flyhair oder EP-Fiber) in hell pink verwendet, welche nicht durch die Augen sondern davor beginnend fächerartig abgeschnitten werden. Als Dubbing dient SLF saltwater in fl. shell pink und als Speyhechel die Farbe salmon. Pinkfarbene Speyhechel geht auch (Fisch & Fliege Nr. 13), ist mir aber zu knallig. Eher etwas für den Winter und Steelheads/Grönländer.

So, ist ‘ne aufwändige Geschichte, aber spätestens nach der 3. Fliege hat man den Bogen raus.

Viel Erfolg beim Binden und ‘Gut Zwirn’.

28
Mai

Lachsfliegen von Joachim Niclas

categories Fliegenfischen    

Wer kennt ihn nicht in der Lachsfischergemeinde, den Binder historischer und traditioneller Lachsfliegen Joachim Niclas aus Berlin.

Joachim mit Mel Krieger

Joachim Niclas mit Mel Krieger

Ich hatte die große Freude, ihn auf der GFF in Wotersen wieder zu treffen. Es war schon einige Zeit her, seit wir uns das letzte mal sahen, und so gab es viel zu erzählen und zu fachsimpeln. Über die Wiesent in der Fränkischen Schweiz, fängige Fliegen und Geheimmuster, Lachsflüsse und das Fliegenbinden. Einige gute Witze mit Berliner Dialekt vorgetragen, waren natürlich auch dabei, vom allerfeinsten wie immer :-) )

Seine sehr zeitintensiv und aufwändig nach historischen Vorbildern der viktorianischen Zeit gebundenen Lachsfliegen brauchen oft sehr seltene Federn und Materialien. Einige müssen jedoch heute durch Substitutes ersetzt werden, da sie nur schwer oder gar nicht mehr zu erhalten sind. Oder das Original ist nicht zu bezahlen. Früher brachten die Seefahrer diese Federn aus den Übersee-Gebieten und Kolonien mit nach Europa, besonders natürlich nach England, und diese Federn dienten hauptsächlich den Frauen als Putz auf ihren aufwändigen Hutkreationen. Und da fiel für die Lachsfischer so manche Feder ab :-) )

Eine besondere Ehre war es nun für Joachim, dass er im neuen Handbuch über das Lachsfischen von Bernd Kuleisa mit dem Titel “Einfach auf Lachs” Erwähnung findet. Der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift FliegenFischen (Jahr Verlag) hat seine sehr fängige Lachsfliege “Thunder and Lightning”, als TubeFly gebunden, abgebildet. Und es ist kein großes Geheimnis, dass seine Fliegen an den Strecken des NFC (Norwegien Flyfishers Club) an der Gaula und anderen Lachsflüssen hoch gehandelt werden.

Und um so größer war nun meine Freude, als ich zwei historische Lachsfliegen in meiner Tagespost fand. Danke Joachim. Sie bekommen wie deine anderen Fliegen einen Ehrenplatz unter Glas in meinem Zimmer. Und die Tubes werde ich im klaren Wasser Norwegens zu Wasser lassen.

Wer auch einmal Lachsfliegen zum Fischen oder als Dekoration hinter Glas haben möchte, kann mit ihm unter http://www.classicsalmonfly.com Kontakt aufnehmen.

Gut Zwirn, Euer Spezi

27
Mai

Die Pattegrisen

categories Fliegenfischen    

Lange Zeit galt die Pattegrisen als der Geheimtipp für das Fischen auf Meerforelle an der Ostseeküste. Aber das hat sich inzwischen grundlegend geändert, denn nun strahlt uns das ‘Spanferkel’ oder auch das ‘pinke Schweinchen’ (frei übersetzt) aus diversen Fliegenfischermagazinen und Internetforen an und erweckt die Sehnsucht nach dem Fang der Mutter aller Meerforellen.

Pattegrisen

Ist diese Fliege nun ein geschickter Marketing-Schachzug eines cleveren Angelgerätehändlers zum Verkaufen diverser Bindematerialien und fertig gebundener Fliegen oder ist sie wirklich auf Grund ihrer Bindeweise und Farbe der Bringer? Sind es die langen hauchzarten Fiebern der Whiting-Speyhecheln oder ist es die lachsorange Farbe, in Fachkreisen auch shell-pink (Fleisch der Jakobsmuschel) genannt? Egal was immer es ist, das Ding fängt Fische. Und nicht nur bei Claus Ericksen von GoFishing, dem Binder und kreativen Weiterentwickler der ursprünglich von Morten Öland erf(b)undenen Speyhechel-Shrimp. Ja, getreu dem Motto nichts ist wirklich neu, gibt es dieses Muster schon einige Jahre in diversen Formen und Farben.

Übrigens wissen die erfahrenen Binder seit ca. 50 Jahren, dass Fliegen, besonders die Nymphen, mit einem geringen pinken Anteil im Körper besonders verführerisch sind. Das war schon das gewisse Etwas bei Frank Sawyer’s Killer Bug, der mit der Wolle Chadwick’s 477 gebunden wurde. Mit 15% shrimp-pink Nylon im Wollfaden! Eine Karte mit Wolle 477 wird im Original heute fast mit Gold aufgewogen.

Das Binden der Pattegrisen ist noch nichts für den Beginner und auch gestandene Fliegenbinder brauchen ihre Zeit bis die fertige Fliege dem Bindestock “entschwebt”. Und wie sie gebunden wird, zeige ich demnächst.

Sieht sie auf den Bildern nicht appetitlich aus, in nassem Zustand kannst du sie kaum vom echten Krabbeltier unterscheiden.

Also immer gaaaanz vorsichtig, sie könnte im Shrimpcocktail lauern…..

Pattegrisen

5 Fotos

26
Mai

Das German Fly Festival GFF 2008

categories Fliegenfischen, Sport    

Das ist Fliegenfischen. Das German Fly Festival.

Unter diesem Motto veranstalteten die Ausrichter Ingo Dege und Bernd Ziesche das 1. German Fly Festival am 26. und 27. April 2008 auf Schloss Wotersen bei Hamburg.

Es wurden viele namhafte Aussteller, Fliegenbinder, Fliegenfischer und Fliegenwerfer aus über 15 Nationen eingeladen und sie boten ein umfangreiches Programm.

Zahlreiche Firmen und international bekannte Experten gaben einen wertvollen Einblick in die Welt des Fliegenfischens.

Diese Veranstaltung war die erste ihrer Art im Norden der Republik, im Süden gibt es schon seit einigen Jahren die EWF, auch Erlebniswelt Fliegenfischen genannt.

Ich habe einen Besuch der GFF mit meinem Meerforellenurlaub an der Ostsee verknüpft und konnte 2 Tage die Messe besuchen. Und ich muß sagen, ich war sehr beeindruckt. Es war für die Veranstalter sicherlich ein guter Erfolg und für die Besucher ein besonderes Erlebnis. Super Wetter, gute Besucherzahlen und viel Engagement der Veranstalter und “Experten”.

Als absolutes Highlight muss man den Auftritt des schon legendären über 80 Jahre alten Wurf- und Fliegenfscherlehrers Mel Krieger aus den USA sehen, er begeisterte Jung und Alt. Toll. Aber auch viele andere namhafte Persönlichkeiten wie u.a. Henrik Mortensen (USA), Andy Murray (GB), Sepp Fuchs (NL) und Roberto Pragliola (I) waren in Aktion zu sehen.

Diese Messe in Norddeutschland wurde von vielen Besuchern der Meerforellenszene besucht, das zeigte sich auch beim Angebot der Auststeller-Firmen aus Hamburg, Kiel, Lübeck usw.. Und nicht zu vergessen die Fa. GoFishing aus Odense/Dänemark, die waren mit Mann und Maus vor Ort, außerdem die Fliegenfischer Steffen Hinchely (Meerforelle Fyn), Morten Hansen und Claus Eriksen. Natürlich will ich nicht versäumen, die Firmen aus dem hiesigen Raum zu nennen, Fa. Thomas Dürkop aus Herzebrock und Fa. Europe Flyfishing aus Möhnesee.

Claus Eriksen von GoFishing band seine Erfolgsfliegen, ob er jedoch auch seine Pattegriesen gebunden hat, habe ich leider nicht erfahren :-) ) . Diese Fliege hat ja für viel Aufregung und Furore gesorgt, aber darüber demnächst mehr an dieser Stelle.

Morten Hansen stellte die tollen Filme (von Niels Vestergaard) aus der Serie -Geheimnisse der Meerforellen- vor und er verriet mir, dass zwei weitere Filme in Arbeit seien, nur die Szenen mit den kapitalen Fischen sind noch nicht im Kasten. Ich bin gespannt. Besonders der Blick in seine Fliegendosen war sehr aufschlussreich (siehe Bilder).

Auch die im Nebengebäude platzierten Fliegenbinder hatten ihr Puplikum, leider war es in der Remiese jedoch sehr dunkel. Ich habe viele gute Bindeweisen erfahren und sehr nette Gespräche geführt. Natürlich interessierten mich besonders die Meeforellenfliegen der Binder Kim Nyborg aus Kopenhagen/Dänemark und Martin Rau aus Deutschland. Und nicht zu vergessen Ulf Sill mit seinen Polarfuchsfliegen.

Ja, ich war doch ganz froh, dem intensiven Werben von Ingo Dege vor gut einem halben Jahr eine Absage erteilt zu haben, obwohl ich mich schon etwas geehrt gefühlt habe. Aber vorbinden als ‘Experte’ oben auf dem Podest ist nicht mein Ding! So konnte ich mir alles in Ruhe ansehen und geniesen.

Besonders habe ich mich auch über die sympathischen Freunde und Mitglieder der EFFA European Fly Fishing Association gefreut, sie halfen in der Casting-Klinik manchem Beginner und Fortgeschrittenem dabei, Fehler zu beheben oder einen ersten Eindruck vom Flycasting zu bekommen. Nur schade, dass mein Freund Dieter Weiler nicht dabei war, vielleicht klappts ja mal in der Zukunft.

Auch die Fachpresse war vertreten und ein Gespräch mit Siegbert “Siegi “Stümke von Fisch und Fliege war sehr aufschlussreich. Ich habe ihm natürlich gesagt, dass mir im letzten Heft zu viel Blockwerbung war, aber er muß ja damit Geld verdienen. Er hat es wohl auch von einigen anderen, u.a. im Fliegenfischerforum, gehört und siehe da, die soeben erschienene Ausgabe Nr. 14 ist so wie immer. Zur neuen Zeitschrift vielleicht auch hier demnächst mehr.

Und zum Abschluß: Es gehört eigentlich ganz nach oben, mein Freund Joachim Niclas aus Berlin, seines Zeichens Lachsfliegenbinder historischer, traditioneller Lachsfliegen war auch da und band seine tollen, von vielen Experten heiß begehrten Lachsfliegen. Freut euch schon auf die Artikel über seine Fliegen :-)

Fazit: Erst einmal ein großes Lob an die Veranstalter. Was die auf die Beine gestellt haben war schon Klasse, Ingo Dege sah man oft nur im Vorbeirauschen mit Telefon in der Hand! Eine aus meiner Sicht rundum gelungene Veranstaltung, die man wiederholen sollte. Und das soll sie wohl auch in 2010.

Zu verbessern: Der Imbiss (Pommesbude und Fischbrötchen) war nicht so prickelnd und m.E. eher für die Dorfkirmes geeignet (sorry), besseres Licht im Bindebereich, größerer Aushang der Veranstaltungen oder Handzettel am Eingang verteilen, Unterscheidung preislich in Eintages- und Zweitageskarten vermeidet Missverständnisse.

Ob die Aussteller und Hersteller mit ihrem Ergebnis auch so zufrieden waren wie die meisten Besucher kann ich nicht sagen, einige haben sich leider nicht so zufrieden geäußert. Hier gilt es sicher irgendwie nachzubessern, auch hinsichtlich des gleichen Markenangebotes bei verschiedenen Händlern (Preiskampf!!) Und Firmen im Hochpreissegment haben es auf einer Messe immer schwer.

Und jetzt ein par Bilder, damit ihr euch einen Eindruck machen könnt. Bis neulich dann und always

‘TIGHT LINES’

Wotersen2008

29 Fotos

18
Mai

Was ist “Fliegenfischen”

categories Fliegenfischen    

Ja, was ist Fliegenfischen?

Fliegenfischen ist das Angeln mit einem künstlichen von Hand gebundenen Köder aus Federn, Fell, Wolle und anderem natürlichem oder künstlichem Material. Der Köder wird in Form eines Insekts oder Fischchens mit Hilfe einer speziellen Schnur, Angelrute und Technik dem Fisch präsentiert. Und natürlich hat die ganze Sache einen Haken, den Fliegen-Angelhaken, mal mit und mal ohne Wiederhaken. Der Wiederhaken wird auch “Angstbart” genannt, damit der einmal angebissene Fisch sich nicht wieder vom Haken löst. Man kann und sollte ihn aber abfeilen oder ankneifen, so lassen sich zu kleine Fische besser ablösen und wieder zurücksetzen. Und es ist waidgerechter im Sinne einer Fischethik und Fischgerechtigkeit.

Fliegenfischen ist jedoch kein Sport und schon gar nicht eine Lebenseinstellung. Es ist eine oft lebenslange Leidenschaft die getragen von der Liebe zur Natur immer wieder neu belebt wird. Ihre Schönheit zeigt sich in manigfaltiger Art beim Fliegenwurf, beim Fliegenbinden, beim Studium der Fischnährtiere und auch beim Forschen und Studieren in alter Literatur.

Zum Fliegenfischen gehen heißt für mich auch: Ankommen am Wasser, Lauschen in einer Art Reflektion bis hin zur Kontemplation. Also nicht gleich in Aktion verfallen, sondern erst die moralische Kraft der uns umgebenden Natur erspüren und erst dann getragen von einer ethischen Grundhaltung danach handeln.

Am Wasser

Am Wasser

18
Mai

Spezi: ein Fliegenfischer durch und durch

categories Fliegenfischen    

Ihr werdet ab heute immer mal wieder ein paar Artikel vom “Spezi” in meinem Blog finden.

Spezi ist ein wahrer Naturliebhaber und seine Passion gehört dem Fliegenfischen. Aber am Besten ist es, wenn ihr euch seinen ersten Artikel bei Teutona durchliest, denn dort beschreibt er es ganz genau.

Also ein herzliches Willkommen in der Bloggerwelt.

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