11
Okt

Hechtfliegen und Gelenk-Streamer

categories Fliegenbinden, Fliegenfischen      Autor Autor: Spezi    

Hechtfliegen sind in dieser Jahreszeit ein großes Thema für den Fliegenfischer und Hechtangler.
Jetzt wo die Wasserpflanzen langsam absterben und die Wasserflächen und Uferbereiche ohne größere Hängergefahren wieder gut befischbar sind, kommen bei mir insbesondere die großen Hechtstreamer zum Einsatz. Da sage ich mir, großer Köder = großer Hecht. Dieses stimmt zwar nicht immer, aber die Erfahrung vieler Hechtspezis zeigt dieses doch. Mit den normalgroßen Streamern um die 12-15 cm werden schöne Hechte gefangen, besonders mittelgroße Hechte gehen dann auf unsere Streamer.
Aber die wirklich Großen sind nicht ohne Grund so groß geworden. Ihr Mißtrauen und die schlechte Erfahrung gegenüber Ködern wie Blinkern und mittelgroßen Wobblern hat sie so alt und vorsichtig werden lassen. Sie bevorzugen nun die großen Köder, schon aus ökonomischen Gründen. Die verlangen Streamer bis 20, 25 oder gar 30 cm Länge.
Hier bieten sich für den Fliegenfischer, der selbst bindet oder entsprechende Händler oder bindende Freunde kennt, besonders Fliegen mit langen Schwingen und Schwänzen aus Sattelfedern, Kaninchenfellstreifen und anderen Kunst- oder Naturhaaren an.
Mein vorgestellter EM-Streamer ist fast 20 cm lang und er entspricht übrigens weitestgehend der Bindeweise von Hans Eiber. Inzwischen hat meine Fliege noch eine Glasrassel mit Kugeln im Körper :-)) Voluminöse Streamer und Geräusche erzeugen ja bekanntlich Druckwellen, die dem Hecht den Standort und die Attraktivität seiner Beute signalisieren.

Auch besonders lange Glieder- oder Gelenkstreamer aus mehreren Teilen und mit 2-3 Haken sind seit einigen Jahren bekannt und sehr erfolgreich, besonders in der Ostsee, Seen und Talsperren. Und hier u.a. die Gelenkstreamer von Horst Puzicha vom Fliegenbindekreis Hagen, der seine Streamer in aufwendigster Weise aus Langhaarplüsch, Edelstahldraht und Wirbeln herstellt (-Der Fliegenfischer- Heft 151 S. 20ff). Diese Streamer haben ein phantastisches Spiel der „Hecheln“ im Wasser und lassen sich sehr langsam führen. Sie schweben förmlich im Wasser. Und das ist im Gegensatz zum Blinker oder Spinner ihr großes Plus für beisfaule Hechte.

Ich habe übrigens gerade einige Fliegen vor mir liegen, schaut sie euch mal an. Die Bindeweisen stelle ich dann demnächst hier vor.

Tight Lines und viel Erfolg auf den Esox


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